• 21.06.2018, 09:52:34
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LH-Stv. Pernkopf/BM Köstinger: St. Pöltner Altlast „Glanzstoff Spinnerei“ wird um 1,4 Mio. Euro saniert

Pernkopf zum Vorsitzenden der Österreichischen Altlastensanierungs-Kommission gewählt

Utl.: Pernkopf zum Vorsitzenden der Österreichischen
Altlastensanierungs-Kommission gewählt =

St. Pölten (OTS/NLK) - Niederösterreichs LH-Stellvertreter Stephan
Pernkopf wurde in der gestrigen Kommissionssitzung des
Österreichischen Altlastensanierungsfonds als Vorsitzender
wiedergewählt. Seit 2009 leitet Pernkopf dieses Bundesgremium, das
jährlich rund 35 Millionen Euro Fördermittel für die Sanierung von
Boden- und Grundwasserverunreinigungen genehmigt. Die Mittel stammen
aus den Altlastensanierungsbeiträgen, allein in der gestrigen Sitzung
wurden Sanierungsvorhaben mit einem Investitionsvolumen von rund 25
Millionen Euro bewilligt.

Für Niederösterreich wurde die Sanierung und Sicherung der Altlast
„Glanzstoff Austria – Spinnerei“ in St. Pölten mit einem
Fördervolumen von 1,1 Millionen Euro und einem voraussichtlichen
Gesamtaufwand von 1,4 Millionen Euro genehmigt. Dabei handelt es sich
um einen ehemaligen Industriestandort, bei dem es durch den
jahrzehntelangen Betrieb zu Grundwasserverunreinigungen mit Zink
gekommen ist. Im Zuge des Projekts wird das Areal nun fachmännisch
umschlossen und drainiert. Die Detailplanungen können damit nun
starten, die Sanierungsmaßnahmen können dann voraussichtlich im Mai
2021 starten und werden bis Herbst 2022 dauern. Große Teile der
ehemaligen Fabrik wurden bereits vor rund 15 Jahren saniert, weitere
Teilbereiche werden im Moment noch von Experten untersucht.

LH-Stellvertreter Pernkopf: „Mit der Sanierung der alten Spinnerei
machen wir einen wichtigen Schritt für die Umwelt und zur Entwicklung
dieses für die Stadt St. Pölten wichtigen Gebiets. Damit kann aus dem
ehemaligen Industriekomplex ein hochwertiges Zukunftsgebiet für die
Landeshauptstadt werden. Das ist besser, als auf der Grünen Wiese zu
bauen, verkürzt Wege und stärkt das Zentrum.“

Die Kommission in Angelegenheiten der Altlastensanierung bewertet im
Auftrag des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus die
Förderansuchen von Gemeinden und Betrieben und besteht aus
Vertreterinnen und Vertreter der Länder, Gemeinden und Städte sowie
Interessensvertretungen Zu Pernkopfs Stellvertretern wurden die
Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima sowie der Nationalratsabgeordnete
Walter Rauch gewählt.

„Die Umweltförderung des Bundes ermöglicht zügige Sanierungen und ist
eine wichtige Maßnahme zum Schutz des Grundwassers als
Trinkwasserreserve. Ich gratuliere Stephan Pernkopf sehr herzlich zur
Wahl und freue mich auf die Zusammenarbeit“, betont
Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger.

Pernkopf: „Ein gesunder Boden und sauberes Grundwasser sind
wesentliche Grundlagen für die hohe Lebensqualität in Österreich. Mit
den Mitteln der Altlastensanierung können wir einen großen Beitrag
leisten, bestehende Umweltgefährdungen zu beseitigen und eine intakte
Umwelt für nachfolgende Generationen zu sicher.“

In Niederösterreich gibt es derzeit insgesamt 83 Altlasten, von denen
bereits 51 saniert wurden. Bei 32 Altlasten laufen derzeit die
Planungen für Sanierungsmaßnahmen. Das größte laufende
Sanierungsprojekt in Niederösterreich betrifft die ehemalige
Alu-Schlackedeponie bei Wiener Neustadt mit einem
Gesamtinvestitionsvolumen von rund 200 Millionen Euro.

Nähere Informationen: Büro LH-Stv. Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon
02742/9005-12704, E-Mail [email protected]

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