uniko-Empfehlung zu Studienbeiträgen von Berufstätigen

Universitäten beschließen, Studienabschluss-Stipendienfonds einzurichten

Wien (OTS) - Eine Empfehlung an die Universitäten, künftig Studienabschluss-Stipendienfonds für Berufstätige einzurichten, wurde gestern, Montag, in der Plenarversammlung der Universitätenkonferenz (uniko) an der Kunstuniversität Linz einstimmig beschlossen. Die Universitäten reagieren damit auf die Aufhebung der Regelung des § 92 Abs. 1 Z 5 UG (Erlass des Studienbeitrags für Berufstätige) durch den Verfassungsgerichtshof, die mit 30. Juni 2018 wirksam wird. „Der uniko geht es darum, berufstätige Studierende mit Aussicht auf baldigen Studienabschluss zu unterstützen“, erklärt dazu uniko-Präsidentin Eva Blimlinger.

Jede Universität sollte einen Teil des Betrags, der aufgrund der nicht mehr vorzunehmenden Rückzahlung der Studienbeiträge für Berufstätige an der Universität verbleibt, für den Studienabschluss-Stipendienfonds für Berufstätige zur Verfügung stellen. Darüber hinaus muss ein Empfehlungsschreiben eines Betreuers / einer Betreuerin in der Bachelor- bzw. Masterarbeit / Diplomarbeit vorliegen. Die Auswahl bzw. die Reihung erfolgt auf Grund der besonderen Berücksichtigung der individuellen sozialen Aspekte sowie der Studienleistungen. Die Entscheidung nimmt eine Kommission vor. Die Höhe der Förderung beträgt maximal 1.000 Euro pro Studienjahr. Die uniko hält fest, dass kein Rechtsanspruch auf Zahlungen aus dem Studienabschluss-Stipendienfonds besteht.

Die Gesichtspunkte, die u.a. bei der Vergabe zu berücksichtigen sind:

Zum Zeitpunkt der Antragstellung müssen mindestens zwei Drittel des Studiums absolviert sein (d.h. bei einem Bachelorstudium eine Studienleistung von mindestens 120 ECTS und bei einem Masterstudium mindestens 80 ECTS); dies bedeutet eine Studienaktivität von mindestens 16 ECTS im vorangegangenen Studienjahr. Zudem darf folgende maximale Studiendauer nicht überschritten sein:

beim sechs- bzw. achtsemestrigen Bachelorstudium: 6 Semester bzw. 8 Semester (Regelstudienzeit) plus 2 Toleranzsemester plus 4 Semester; beim viersemestrigen Masterstudium: 4 Semester (Regelstudienzeit) plus 2 Toleranzsemester plus 2 Semester; bei Diplomstudien: Regelstudienzeit plus Toleranzsemester plus 4 Semester.

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