Mediale Inszenierung auf Kosten der muslimischen Zivilgesellschaft

Wien (OTS) - Das Netzwerk Muslimische Zivilgesellschaft bezieht am Dienstag, den 19. Juni, ab 17 Uhr Stellung in einer Pressekonferenz:

Am 08.06.18 haben vier Vertreter der amtierenden Regierung eine Pressekonferenz abgehalten, um sogenannte Maßnahmen gegen den politischen Islam“ zu verkünden. Diese umfassten die Schließung einer Moscheegemeinde, die Auflösung einer Kultusgemeinde der IGGÖ und die Ausweisung von Imamen. Begründet wird all dies auf Grund des im Februar 2015 beschlossenen Islamgesetzes.

Keine von der Regierung genannten Moscheen wurde jedoch tatsächlich geschlossen.
Die Ankündigungen der Regierung stigmatisieren jedoch durch bewusste populistische Wortwahl und mediale Inszenierung eine gesamte Religionsgemeinde. In keinem einzigen Fall wurden stichhaltige Beweise geliefert.

Es wird suggeriert, dass die besagten Moscheegemeinden eine Gefahr für die österreichische Gesellschaft darstellen würden. Der Umstand, dass die Legitimierung dieser Vorgehensweise auf Basis des Islamgesetzes erfolgte, zeugt von der Tatsache, dass der im Vorfeld befürchtete Generalverdacht, hierbei zum Tragen kommt und in die Praxis umgesetzt wurde.

Die behauptete „"Zusammenarbeit“ mit der IGGÖ erscheint hingegen vielmehr als Versuch, diese drastischen Schritte zu legitimieren. Die IGGÖ selbst hingegen bestreitet bis jetzt, dass es in der Meldung an das zuständige Kultusamt um die Schließung der Moscheegemeinden gegangen sei.

Mit am Podium: Univ.-Prof. Mag. Dr. Stefan Schima

Pressekonferenz des Netzwerk Muslimische Zivilgesellschaft

Datum: 19.06.2018, 17:00 Uhr

Ort: Presseclub Concordia
Bankgasse 8, 1010 Wien, Österreich

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Murat Gürol
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