NEOS wollen die Interessensvertretung der Studierenden schwächen, das ist nicht okay!

NRAbg. Claudia Gamon möchte die automatische ÖH-Mitgliedschaft abschaffen. Eine Schlechterstellung der Studierenden und deren Vertretungen wäre die Folge.

Wir haben nur so viel Kraft in Gesprächen mit Professor_innen und Rektorat, weil wir mit der Stimme von 30.000 Studierenden sprechen. Jede Stimme, die wegfällt, macht unser Rufen zu einem Flüstern!
Clara Hönlinger, stv. Vorsitzende der Hochschüler_innenschaft an der TU Wien

Wien (OTS) - Die Nationalratsabgeordnete Claudia Gamon hat am 13.06.2018 einen Vorschlag in den Nationalrat eingebracht, welcher die Abschaffung der automatischen Mitgliedschaft bei der Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH) vorsieht. Dies mindert nicht nur das Budget, welches unter anderem für Schulungen gebraucht wird, sondern schwächt auch die Stärke der Stimmen der Vertreter_innen.

Genau wie bei einer Versicherung bemerkt man den Vorteil dieser Mitgliedschaft erst dann, wenn jene Situationen eintreten, die man am wenigsten erwartet. Die Versicherung, welche durch den ÖH Beitrag ermöglicht wird, schützt die Studierenden sowohl bei Unfällen im Rahmen von Universitätsveranstaltungen als auch im Falle eines Missgeschicks bei teuren Laborgeräten, damit Studierende diese Kosten nicht selber tragen müssen.
Es gibt jedoch unerwartete Situationen, welche nicht von Versicherungen abgefedert werden können. Bei Problemen dieser Art an einer Universität ist daher vor allem die Interessensvertretung der Studierenden unerlässlich. Was sich zunächst als unnötiger Beitrag anfühlt, ist spätestens dann unbezahlbar, wenn man unfair behandelt wird oder sogar kurz vor der Exmatrikulation steht und Hilfe von fachkundigen Studierendenvertreter_innen benötigt. Wenn man sich den ÖH-Beitrag erspart und folglich kein Mitglied mehr ist, so fällt all das weg. Denn genau dann werden einerseits die Ressourcen nicht ausreichen, um alle Studierenden gut beraten zu können und andererseits, was noch viel wichtiger ist, fehlt damit die gesamte rechtliche Grundlage, welche es den Vertreter_innen erst ermöglicht im Namen der Studierenden sprechen zu können.
"Wir haben nur so viel Kraft in Gesprächen mit Professor_innen und Rektorat, weil wir mit der Stimme von 30.000 Studierenden sprechen. Jede Stimme, die wegfällt, macht unser Rufen zu einem Flüstern!", so Clara Hönlinger, stv. Vorsitzende der Hochschüler_innenschaft an der TU Wien.

Ohne die Beiträge der Studierenden wäre es nicht möglich Service, wie zum Beispiel kostenlose Beratung zu Miet- oder Steuerrecht, finanzielle Unterstützung wie Kinder- und Härtefonds, Erstsemestrigentutorien und viele andere anzubieten. Dieser Antrag von Frau Gamon zerstört eine starke und unabhängige Studierendenvertretung.

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Daniel Colin-Hernandez

Vorsitzteam Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der TU Wien
+43 1 58801 49503
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