Gehalt monatelang nicht bezahlt: AK Niederösterreich klagt 30.000 Euro für Arbeitnehmer ein

47-Jähriger verzichtete zunächst auf einen Anteil des monatlichen Gehalts, Chef versprach baldige Überweisung - Statt Geld kam Kündigung

St. Pölten (OTS) - Die AK Niederösterreich hat für einen 47-Jährigen aus dem Zentralraum 30.000 Euro erkämpft. Der Arbeitgeber des Mannes hatte ihn ein halbes Jahr lang nur unregelmäßig bezahlt, obwohl er zunächst sogar auf Gehalt verzichtet und eine Stundung gewährt hatte. Er hatte seinem Chef vertraut, der ihm sagte er werde alles nachzahlen. Das passierte nicht, ganz im Gegenteil: Der Betroffene wurde gekündigt, die Firma zahlte gar nichts mehr. "Wir sind deshalb für den Arbeitnehmer bis vor Gericht gegangen. Durch unsere Hilfe kam der Betroffene zu seinem Recht", so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. 

Langjährige Treue hatte sich für den Verkaufsleiter aus dem niederösterreichischen Zentralraum nicht ausgezahlt: Nachdem sein Arbeitgeber, eine Großhandelsfirma, in Konkurs gegangen war, arbeitete er für die Nachfolgefirma weiter – und erklärte sich zunächst bereit, wegen der schwierigen wirtschaftlichen Situation im Juni und Juli nur die Hälfte seines Gehalts zu bekommen, den Rest später. Der Arbeitgeber versprach, den Betrag im September nachzuzahlen. Das passierte nicht. Auch für den August blieb der Arbeitgeber das halbe Gehalt schuldig, für den Dezember gab es überhaupt kein Geld. Statt der ausstehenden Gehälter bekam der Mann ein Kündigungsschreiben. Die Firma zahlte überhaupt nichts mehr.

Der 47-Jährige wandte sich an die Arbeiterkammer. Die brachte letztlich eine Klage für den Betroffenen ein. Inklusive der Zahlungen für die Kündigungsfrist und anteiliger Sonderzahlungen machten die offenen Ansprüche mittlerweile 30.000 Euro aus, die vom Gericht auch vollständig anerkannt und bestätigt wurden. „Nachdem das rechtskräftiges Urteil eingelangt war, hat die Firma bezahlt“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. „Der AK-Rechtsschutz hat sich für den Betroffenen voll ausgezahlt", so Wieser.

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