• 13.06.2018, 10:05:51
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RSO Wien-Chefdirigent Cornelius Meister verabschiedet sich mit Mahlers 3. Symphonie und Uraufführung von Beat Furrers „nero su nero“

Wien (OTS) - Nach acht Jahren als Chefdirigent und Künstlerischer
Leiter des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien verabschiedet sich
Cornelius Meister am 14. Juni im Wiener Konzerthaus mit Mahlers
Dritter Symphonie und der Uraufführung von Beat Furrers „nero su
nero“. In Ö1 ist die Konzertaufzeichnung am 15. Juni ab 19.30 Uhr zu
hören.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Das ORF RSO Wien hat
in den vergangenen acht Jahren unter der Leitung von Cornelius
Meister einen sehr erfolgreichen künstlerischen Weg beschritten. Ich
danke dem scheidenden Chefdirigenten für seinen Einsatz, durch den er
die Erfolgsgeschichte unseres Orchesters fortgeschrieben hat.
Cornelius Meister hat das RSO mit seiner musikalischen Handschrift
geprägt und damit seinen Ruf als einer der bedeutendsten Klangkörper
Österreichs ebenso befördert wie dessen internationales Ansehen.“

ORF-Radiodirektorin Monika Eigensperger: „Nach acht Jahren
intensiver Zusammenarbeit von Cornelius Meister mit dem RSO Wien
möchte ich ihm für seinen Einsatz und seine vielfältige
Herangehensweise herzlich danken. Cornelius Meister hat das RSO Wien
als renommiertes und innovatives Orchester nachhaltig gefestigt.
Dadurch ist das RSO Wien ein wichtiger Partner für österreichische
Musikschaffende und wird auch in Zukunft mit seinem einzigartigen
Klangkörper die österreichische und internationale Musikszene
bereichern.“

Zahlreiche Konzerte in über 50 verschiedenen Spielstätten spielte
das Orchester gemeinsam mit Cornelius Meister. Dazu zählen die
Abonnementkonzerte im Musikverein Wien und im Wiener Konzerthaus,
drei Opernproduktionen im Theater an der Wien, sowie Tourneen und
Gastspiele durch China, Japan, Taiwan, Thailand, Deutschland, Spanien
und Rumänien und Konzerte in den Bundesländern. Hinzu kamen
regelmäßige Auftritte bei den Salzburger Festspielen, Wien modern,
musikprotokoll im steirischen herbst sowie bei den Wiener Festwochen,
dem Internationalen Musikfest Hamburg und beim RadiRo Festival
Bukarest. Die Produktion von Benjamin Brittens „Peter Grimes“ 2016 im
Theater an der Wien wurde mit dem „International Opera Award“ in der
Kategorie „New Production“ ausgezeichnet.

Das ORF Radio-Symphonieorchester Wien hat in den vergangenen acht
Jahren mit Cornelius Meister sein Profil als eines der weltweit
führenden Orchester für zeitgenössische Musik weiter ausgebaut. Über
60 Uraufführungen und 50 Erstaufführungen standen in dieser Zeit auf
den Programmen des RSO Wien. Meister dirigierte zahlreiche
Uraufführungen, darunter neue Kompositionen von Friedrich Cerha, Olga
Neuwirth, Beat Furrer, Georg Friedrich Haas, Jorge E. Lopez, sowie
Meilensteine des 20. Jahrhunderts wie Strawinskys „Le sacre du
printemps“, Bartóks „Konzert für Orchester“, Messiaens
„Turangalîla-Symphonie“, Henzes „Das Floß der Medusa“, Stockhausens
„Gruppen“, Cerhas „Spiegel“ sowie „Figures – Doubles – Prismes“, „Le
visage nuptial“, „Pli selon pli“ und „Rituel in memoriam Bruno
Maderna“ von Pierre Boulez. Als Wiener Klangkörper hat das RSO Wien
unter Cornelius Meister nachhaltig an der Klangkultur der Wiener
Klassik gearbeitet und sich – neben den Aufführungen von Symphonien
Beethovens – in jeder Konzertsaison gezielt mit den Symphonien von
Joseph Haydn auseinandergesetzt.

Die Kontinuität der Zusammenarbeit zwischen Orchester und Dirigent
zeigt sich auch in der auf mehrere Jahre angelegten Aufführung der
Martinů- und Sibelius-Symphonien. Die Gesamtaufnahme sämtlicher
Martinů-Symphonien, erschienen beim Label Capriccio, erhielt 2018 den
renommierten International Classical Music Award in der Kategorie
„Symphonic Music“. Das RSO Wien hat darüber hinaus Aufnahmen der
vergangenen Jahrzehnte in einer 24 und einer 12 CDs umfassenden Box
„myRSO“ veröffentlicht. Für die mit „myRSO I“ verknüpfte
Vermittlungsarbeit erhielt das Orchester 2012 den Preis der Erste
Bank Austria. Mit Chefdirigent Cornelius Meister wurden insgesamt 23
CDs produziert.

Cornelius Meister wechselt zu Beginn der Saison 2018/19 als
Generalmusikdirektor nach Stuttgart, außerdem ist er Erster
Gastdirigent beim Yomiuri Nippon Symphony Orchestra Tokyo und übt
eine jährliche Residenz an der Metropolitan Opera in New York aus.
Beim ORF Radio-Symphonieorchester Wien wird die Amerikanerin Marin
Alsop im September 2019 die Position der Chefdirigentin übernehmen.
Bereits ab der Saison 2019/20 wird Cornelius Meister wieder
regelmäßig in Wien dirigieren: Konzerte im Musikverein Wien und
Aufführungen an der Wiener Staatsoper sind bereits fest vereinbart.

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