• 12.06.2018, 14:10:38
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  • OTS0161

Luftqualität: Gemeinsame Verantwortung, jede Maßnahme zählt

Neuer Luftqualitätsplan für Vorarlberg vorgestellt

Utl.: Neuer Luftqualitätsplan für Vorarlberg vorgestellt =

Bregenz (OTS) - (VLK) – In den vergangenen Jahren ist es in
entscheidenden Bereichen gelungen, die Luftqualität in Vorarlberg zu
verbessern. Ein Problembereich ist allerdings geblieben: Die
Grenzwerte bei den Stickoxiden werden auch in Vorarlberg immer wieder
überschritten. „Die Vorarlberger Landesregierung hat daher einen
neuen Luftqualitätsplan erstellt, um die Luftgüte im gesamten Land
und insbesondere in Gebieten mit Grenzwertüberschreitungen zu
verbessern“, informierten Landeshauptmann Markus Wallner und
Landesrat Johannes Rauch im heutigen (Dienstag) Pressefoyer. „Die
Luftqualität beeinflusst in besonderem Maße die Lebensqualität der
Menschen, deswegen ist es umso wichtiger, dass wir alle aktiv
Maßnahmen setzen, um unsere Luft zu schützen. Gesunde Luft geht uns
alle an“, so Wallner und Rauch.
„Luft ist eines der zentralsten Lebensmittel des Menschen“, sagte
Rauch. „Bei Nahrungsmitteln haben wir die Wahl, was wir konsumieren.
Diese Wahl haben wir bei unserer Atemluft nicht“. Die Vorarlberger
Landesregierung hat die bestehenden Maßnahmen für Luftreinhaltung
aktualisiert und einen neuen Luftqualitätsplan beschlossen. Der
erarbeitete Maßnahmenplan umfasst über 150 Einzelmaßnahmen, die in
den kommenden Monaten und Jahren weiter konkretisiert und je nach
Beitrag zur Zielerreichung und Wirkung umgesetzt werden. Dieser neue
Luftqualitätsplan steht nicht alleine für sich: Konzepte des Landes
Vorarlberg, wie z.B.
• das derzeit in Überarbeitung befindliche Verkehrskonzept,
• die Strategie „Energieautonomie“,
• die neue Radverkehrsstrategie oder
• die Elektromobilitätsstrategie
weisen in dieselbe Wirkungsrichtung. Im Zusammenhang mit den Arbeiten
zum Luftqualitätsplan neu sind auch andere nationale Projekte zu den
Themen Verkehr, Energie und Klimaschutz von hoher Bedeutung. „Ziel
ist es, die Immissionsbelastung gerade an den neuralgischen Punkten,
das sind insbesondere Feldkirch, Höchst und Lustenau, zu reduzieren“,
betonte der Landeshauptmann.

Der Luftqualitätsplan basiert auf verschiedenen Bausteinen bzw.
Kategorien. Dabei geht es insbesondere um
- die Schaffung von Anreizsystemen (z.B. zur Modernisierung des
Fuhrparks)
- weitere Angebotsverbesserungen im öffentlichen Personenverkehr und
dessen Ausbau (z.B. Beschleunigung des Öffentlichen Verkehrs durch
Bevorzugung von Bussen)
- strengere Kontrolle bestehender Vorschriften (keine technischen
Manipulationen an KFZ, Stichwort: Chip-Tuning)
- Maßnahmen zur Abgasreduktion, Verkehrstechnik und -Management
- Prüfung von möglichen sektoralen Fahrverboten – „aber nur als
letzte Möglichkeit“, wie Wallner und Rauch betonten.

Das Land ist sich seiner Vorbildfunktion bewusst und arbeitet mit
Nachdruck daran, den Fuhrpark auf E-Mobilität umzustellen: Über 20
Prozent des Fuhrparks sind bereits E-Autos.

Lustenau setzt auf Fahrrad und Kontrolle

Die Marktgemeinde Lustenau ist einer der „hot spots“ im Land, was
die Überschreitung von Grenzwerten bei Luftschadstoffen angeht.
„Unser Ziel ist es, die Möglichkeiten im Einflussbereich der Gemeinde
zur Reduktion der Luftbelastung zu nutzen“, sagte Bürgermeister Kurt
Fischer. Die gemeinsam mit Zoll und Land erreichte Auffächerung des
LKW-Verkehrs auf mehrere Zollämter bringt eine spürbare erste
Verbesserung für Lustenau, sei aber noch lange nicht genug. Künftig
sei eine verstärkte Kontrolle des Schwerverkehrs auch auf der
Gemeindestraße beim Zollamt Lustenau/Au notwendig, so Fischer.
Bestehende umweltfreundliche Mobilitätsangebote und deren
Infrastruktur werden weiter forciert.

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