- 12.06.2018, 13:13:32
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„Waldschutzprogramm“ des Landes Niederösterreich zur Bekämpfung der Borkenkäfer-Problematik
LH Mikl-Leitner: „Rasches Handeln erforderlich“
Utl.: LH Mikl-Leitner: „Rasches Handeln erforderlich“ =
St. Pölten (OTS/NLK) - Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf stellten heute gemeinsam mit dem
Präsidenten der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, Hermann
Schultes, das neue Waldschutzprogramm des Landes Niederösterreich
vor. Damit will man gegen die derzeitige Borkenkäfer-Problematik
vorgehen, so die Landeshauptfrau: „Rasches Handeln ist erforderlich“.
„Unsere Forst- und Landwirte brauchen jetzt unsere volle
Unterstützung“, betonte Mikl-Leitner in ihrer Stellungnahme: „Wir
nehmen die Sorgen der Land- und Forstwirte sehr ernst, denn das sind
Sorgen, die uns alle angehen.“ Darum brauche es in einer
„herausfordernden Zeit“ eine „enge Allianz“, hielt sie fest. Derzeit
sei das Waldviertel am stärksten von der Borkenkäfer-Problematik
betroffen und man habe Sorge, dass sich der Borkenkäfer auch in
Richtung Alpenvorland ausbreitet.
Schon vor einigen Wochen sei durch LH-Stellvertreter Pernkopf und
Präsident Schultes ein Maßnahmenpaket präsentiert worden, erläuterte
die Landeshauptfrau. Dieses umfasse etwa die Einsetzung von
Koordinierungsstellen, die Bereitstellung von Arbeitsmitteln um die
Verbreitung des Borkenkäfers zu verhindern, die Erhöhung der
Kapazität bei Holztransporten und eine Unterstützung bei der
Aufforstung von Mischwäldern.
Aufgrund der aktuellen Situation habe man sich nun zu einem
„Waldschutzprogramm“ mit einem Volumen von bis zu einer Million Euro
entschlossen, so Mikl-Leitner. Dabei gehe es um eine zusätzliche
Unterstützung etwa bei Ankauf von Schutznetzen und
Behandlungstechniken und um die Finanzierung von mobilen
Einsatztrupps. „Die geschädigten Bäume müssen so schnell wie möglich
aus dem Wald entfernt werden“, skizzierte die Landeshauptfrau das
Problem. EVN und Straßenmeistereien seien darüber hinaus aufgefordert
worden, Flächen zu melden, wo geschädigte Bäume gelagert werden
könnten. „Es gibt eine enge Allianz, die helfen will“, zeigte sich
Mikl-Leitner überzeugt. Auch das Netz der Koordinierungsstellen werde
„noch enger geknüpft“, kündigte sie weiters an. Mit dem
Finanzministerium und dem Nachhaltigkeitsministerium habe man
Gespräche betreffend Öffnung des Katastrophenfonds aufgenommen,
ebenso gebe es Gespräche mit dem Bundesheer, das im „worst case“
bereit sei, zu helfen.
Schon im Vorjahr habe es durch den Borkenkäfer einen Schaden von 1,5
Millionen Festmeter Schadholz gegeben, heuer befürchte man einen
Schaden von 1,8 bis 2,2 Millionen Festmeter, erläuterte
LH-Stellvertreter Pernkopf die Problematik. „Oberste Priorität“ sei
es, „dass das Schadholz möglichst schnell aus dem Wald kommt“, sagte
er. Darum hätten die mobilen Einsatztrupps, bestehend aus Personen
vom Maschinenring, dem Waldverbänden oder auch Private, eine
besondere Bedeutung. Die Bezirksforstinspektionen seien „im
Dauereinsatz“, betonte der LH-Stellvertreter, der sich überzeugt
zeigte: „Es gibt einen engen Schulterschluss zwischen allen
Beteiligten“. Von seiten des Landes werde auch die Wiederaufforstung
mit standortgerechten Mischwäldern gefördert.
Auch Präsident Schultes meinte, dass „rasches und effizientes
Handeln“ erforderlich sei. Er sei deshalb sehr froh über die
Unterstützung seitens des Landes. Mit den mobilen Einsatztrupps wolle
man Hilfe anbieten und so die Verbreitung des Borkenkäfers bremsen.
Schultes verwies auch auf die Homepage der Landwirtschaftskammer, die
wichtige Informationen zum Thema Borkenkäfer anbiete.
Nähere Informationen: https://noe.lko.at/
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