- 11.06.2018, 14:20:24
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Krebssterblichkeit in Vorarlberg konstant rückläufig
Krebsregisterbericht Vorarlberg 1990 bis 2015 präsentiert
Utl.: Krebsregisterbericht Vorarlberg 1990 bis 2015 präsentiert =
Bregenz (OTS) - (VLK) – Die aks gesundheit, als Trägerin des ältesten
Regionalen Krebsregisters Österreichs, hat heute (Montag) die
Krebsstatistik für Vorarlberg vorgelegt. Die Kernergebnisse lauten:
Lungenkrebs ist die häufigste Krebstodesursache in Vorarlberg, die
Krebssterblichkeit ist seit rund 20 Jahren rückläufig, 60 Prozent der
Frauen und 56 Prozent der Männer mit einer Krebsdiagnose überleben
mindestens fünf Jahre. „Als Gründe dafür können Verbesserungen bei
Therapie sowie bei Vorsorge und Früherkennung angeführt werden“,
sagte Landesrat Christian Bernhard im Pressegespräch.
Rund 17.000 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger leiden an einer
Krebserkrankung. Die Krebssterblichkeit ist bei Frauen und Männern
seit etlichen Jahren sinkend. Lungenkrebs ist die häufigste
Krebstodesursache in Vorarlberg. 26 Prozent aller Krebstodesfälle
entfallen bei Männern auf Lungenkrebs. Während diese Zahl bei Männern
in den letzten 25 Jahren gesunken ist, kommt es bei den Frauen im
selben Zeitraum zu einer Vedoppelung, wenn auch auf niedrigerem
Niveau als bei den Männern.
Überleben
Von allen Betroffenen mit einer Krebsdiagnose überleben bei den
Frauen 60 Prozent und bei den Männern 56 Prozent mindestens 5 Jahre.
„Unsere Überlebensdaten sind gut vergleichbar und völlig ident mit
den sehr anerkannten SEER Daten aus den USA“, sagte Alois Lang,
Leiter des Krebsregisters Vorarlberg. Krebs ist eine Erkrankung
überwiegend der zweiten Lebenshälfte. Das durchschnittliche Alter bei
der Diagnose beträgt 64 (Frauen) bzw 67 Jahre (Männer).
Die Häufigkeit der Krebsdiagnosen und die Sterblichkeit liegen bei
den Frauen in Vorarlberg unter dem EU-Niveau. Die Männer liegen,
sowohl was die Häufigkeit der Krebsdiagnosen als auch die
Sterblichkeit betrifft, deutlich unter dem EU-Schnitt.
Besonders der Dickdarmkrebs zeigte im EU-Vergleich hervorragende
Ergebnisse, sowohl bei der Frau als auch beim Mann. Ein ebenso gutes
Ergebnis zeigt sich beim Gebärmutterhals- und beim Brustkrebs. Mit
einer Verdreifachung in den letzten 25 Jahren hat die Anzahl von
Hodenkrebsdiagnosen stark zugenommen. Im selben Zeitraum ist die
Sterblichkeit leicht gefallen und auch die Therapie verbessert
worden.
Landesrat Christian Bernhard zeigte sich stolz, dass „in
Vorarlberg so viel in Forschung investiert wird und dass mit den
erhobenen Daten konstruktive Auswertungen möglich sind“. Die
wissenschaftliche Aufarbeitung des im Land vorhandenen Datenmaterials
ist ein großartiger Verdienst des aks. Die Daten sind ein wichtiges
Steuerungselement.“
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