Peaceful Myanmar Initiative und Internationales Dialogzentrum eröffnen erstes Schulungszentrum für Interreligiösen Dialog

Wien (OTS) - Die vom Internationalen Dialogzentrum (KAICIID) unterstützte Peaceful Myanmar Initiative (PMI), ein multireligiöses Netzwerk aus buddhistischen, christlichen, hinduistischen und muslimischen Religionsvertretern und Mitgliedern der Zivilgesellschaft, eröffnete Ende Mai das erste Schulungszentrum in Myanmar um religiöses Verständnis zu vermitteln, Hasstiraden entgegenzuwirken und Konflikte durch soziale Medien zu verhindern. 

Durch verschiedene Weiterbildungsmaßnahmen werden politische Entscheidungsträger und andere Regierungsvertreter neben der Zivilgesellschaft und religiösen Würdenträgern im Schulungszentrum geschult. Die faktische Staatschefin Aung San Suu Kyi betonte in ihrer Ansprache an die diplomatische Gemeinschaft im September 2017, dass "der Konflikt nur durch Dialog gelöst werden kann", und bekundete die Notwendigkeit, "interkommunale, harmonie-schaffende Projekte" zu unterstützen als Teil der Bemühungen der Regierung Konflikte zu entschärfen. 

Das Training wird bald auch diejenigen erreichen, die in Myanmars Rakhaing-Staat arbeiten, wo sich seit langem bestehende Spannungen gewaltsam entladen, welche die Rohingya-Bevölkerung am stärksten betreffen. Zudem breitet sich die anhaltende Feindseligkeit und Verfolgung zunehmend auch auf andere religiöse Minderheiten aus. 

"Myanmar benötigt Dialogkapazitäten, vor allem, da die Spannungen zwischen den Gemeinschaften zunehmen. Als internationale Organisation bringen wir unsere Expertise im interreligiösen Dialog ein um lokale Führungskräfte und Jugendliche in diesem Bereich mit dem Ziel weiterzubilden, den sozialen Zusammenhalt durch nachhaltige Dialogplattformen zu fördern. Myanmar braucht institutionelle Unterstützung, um den sozialen Zusammenhalt zu festigen, und wir sind hier, um zu diesem Prozess beizutragen ", sagte Anders Frantzen, KAICIID-Programmmanager für Myanmar.

Das  Schulungszentrum für Interreligiösen Dialog, die erste derartige Einrichtung in Myanmar, wurde in der Stadt Pyin U Lwin in den Räumlichkeiten der Asia Light Foundation, einer philanthropischen Organisation unter der Leitung von Sayadaw Ashin Sinddida, einem buddhistischen Mönch und Mitglied des PMI eröffnet. Das Schulungszentrum ist mit erfahrenen religiösen und kommunalen Führungskräften sowie Absolventen des KAICIID Fellows Programms besetzt. 

Ashin Sinddida würdigte KAICIIDs Partnerschaft und Unterstützung der Initiative zur Förderung des interreligiösen Dialogs in Myanmar, welche seiner Meinung nach für den Aufbau des gemeinschaftlichen Zusammenhalts unerlässlich ist: 

"In fragilen Gemeinden in ganz Myanmar gibt es fast täglich Konflikte, doch nur wenige sind mit den Mitteln ausgestattet, um dies zu verhindern oder den Dialog zu erleichtern. Viele Menschen leiden unnötig, während nur wenige wissen, wie man Konflikte auf friedliche Weise verhindert. Dieses Schulungszentrum wird jungen Menschen die Fähigkeiten vermitteln, die sie für den Dialog benötigen. Echte Versöhnung kann nur durch Dialog geschehen. "

Das Zentrum hat bereits 13 junge Frauen und 16 junge Männer aus 14 verschiedenen Gemeinden mit unterschiedlichen religiösen Hintergründen ausgebildet. Nach dem zweiwöchigen Trainingsprogramm kehrten diese jungen Menschen in ihre Gemeinden zurück, um interreligiöses Verständnis und gegenseitigen Respekt durch Fortbildungen und Dialogaktivitäten zu fördern. 

Mai Mai, ein Teilnehmer erklärte: "Zuerst dachte ich, 14 Tage Fortbildung ist ziemlich lange, aber jetzt sehe ich, es ist sehr kurz. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit, um zu lernen und meinen Freunden zu zuhören und mit ihnen zu reden, damit wir uns besser verstehen können. Meine Freunde und ich sind sehr engagiert, um Wissen, Fähigkeiten und - am wichtigsten - jene Werte zu lernen, die wir bei unserer Rückkehr von den Schulungen an unsere Gemeinden weitergeben. " 

Peaceful Myanmar Initiative 

PMI ist ein multireligiöses und integratives Netzwerk, das sich aus prominenten religiösen Würdenträgern verschiedener Glaubensrichtungen (Buddhisten, Christen, Hindus und Muslime) und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammensetzt, die den Dialog in ganz Myanmar fördern. 

Angeführt von hoch angesehenen buddhistischen Mönchen, muslimischen Würdenträgern und Aktivisten der Zivilgesellschaft, organisieren PMI und KAICIID gemeinsam interreligiöse Dialogtrainings. Gemeinsam mit seinen Partnern will PMI nachhaltige Netzwerke und Plattformen burmesischer Aktivitäten fördern, die Brücken zwischen verschiedenen religiösen, ethnischen, politischen und regionalen Gemeinschaften schlagen. 

KAICIID in Myanmar 

Die Arbeit des Dialogzentrums in Myanmar konzentriert sich auf die Entwicklung interreligiöser Netzwerke, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken und den Geist der Toleranz wiederzubeleben, der zuvor im Land existierte. Das Dialogzentrum unterstützt den Aufbau lokaler und nationaler Netzwerke und unterstützt Initiativen, die Akteuren eine Zusammenarbeit ermöglichen, die darauf ausgerichtet ist den Dialog, die interreligiöse Harmonie und den Frieden in Myanmar zu fördern.

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