- 01.06.2018, 13:55:46
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- OTS0126
Kräftige Investitionen in Vorarlbergs hochwertige soziale Infrastruktur
Tätigkeitsbericht des Vorarlberger Sozialfonds 2017 präsentiert – LR Wiesflecker und LR Bernhard: "Dort Hilfestellung geben, wo Unterstützung benötigt wird"
Utl.: Tätigkeitsbericht des Vorarlberger Sozialfonds 2017
präsentiert – LR Wiesflecker und LR Bernhard: "Dort
Hilfestellung geben, wo Unterstützung benötigt wird" =
Bregenz (OTS) - (VLK) – Um Vorarlbergs hochwertige soziale
Infrastruktur zu erhalten und auszubauen, investieren Land und
Gemeinden über den Sozialfonds beträchtliche Summen. Am Freitag (1.
Juni) wurde von Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker,
Gesundheitslandesrat Christian Bernhard, Gemeindeverbandspräsident
Harald Köhlmeier und dem stellvertretenden Obmann des
Arbeitgebervereins für Sozial- und Gesundheitsorganisationen (AGV),
Stefan Allgäuer, der Tätigkeitsbericht und der Rechnungsabschluss
2017 präsentiert. Die Ausführungen belegten, dass der Sozialfonds
nicht nur Kostenträger, sondern auch wichtige Drehscheibe für
Menschen mit Hilfebedarf und den operativ tätigen Einrichtungen ist.
Der vorgelegte Bericht veranschauliche einerseits die hohe
Effektivität des Instruments Sozialfonds. Zugleich werden steigende
Kosten im Sozialbereich ausgewiesen, führte die Landesrätin aus. 2017
lag der Finanzierungsbedarf bei rund 266 Millionen Euro. Die
Aufwendungen teilten sich Land (159,7 Millionen Euro) und Gemeinden
(106,4 Millionen Euro) im Verhältnis 60:40 Prozent. Über 4.500
Mitarbeitende erbringen direkt oder indirekt Dienstleistungen, die
aus dem Sozialfonds (mit-)finanziert werden.
Gelebte Solidarität
Neben dem hauptamtlichen Einsatz würdigten Wiesflecker und
Bernhard in dem Zusammenhang vor allem auch das unverzichtbare
Engagement der vielen ehrenamtlichen Frauen und Männer, die im
Sozial- wie auch Gesundheitsbereich vielfältigste Leistungen
erbringen und so Vorarlberg zu einem Land mit hoher sozialer
Gesinnung und einem starken gesellschaftlichen Zusammenhalt machen.
Breites Leistungsangebot
Rund 350 Leistungspakete, von Schwangerschafts- und
Säuglingsdiensten bis zur Altenbetreuung, werden über den
Vorarlberger Sozialfonds gestaltet. Schon daran werde die Bedeutung
des Instruments erkennbar, erläuterte die Landesrätin: "Eine
funktionierende Gesellschaft wird insbesondere daran gemessen, wie
sie mit ihren jüngsten, schwächsten und älteren Menschen umgeht. Es
braucht ein gut abgestimmtes Miteinander und genau dort übernimmt der
Sozialfonds eine tragende Rolle". Eine alternde Gesellschaft,
belastete Familien, Armut, steigende Ausgaben im Sozial- und
Gesundheitswesen, bundesrechtliche Veränderungen z.B. im Bereich der
Pflege, teures Wohnen – mit all diesen Herausforderungen müsse sich
ein Land auf sozialpolitischer Ebene befassen, Lösungsansätze und
geeignete Finanzierungsinstrumente entwickeln, erklärte Wiesflecker.
"Die steigenden Kosten sind eine Herausforderung für alle im
Sozialbereich Verantwortlichen. Gerade in der Bewältigung der
Flüchtlingssituation in den letzten zwei Jahren hat sich gezeigt, wie
wichtig es ist, dass wir uns auf den sozialen Nahraum besinnen bzw.
diesen als Basis sozialer Arbeit mitdenken", hielt
Gemeindeverbandspräsident Harald Köhlmeier fest.
Stefan Allgäuer, stellvertretender AGV-Obmann, unterstrich, dass
die zentralen gesellschaftlichen Entwicklungen, die im
Sozialfonds-Tätigkeitsbericht deutlich werden, auch jene
Herausforderungen sind, die uns in 2018 und darüber hinaus
beschäftigen werden. Als Maßnahmenschwerpunkte nannte Allgäuer die
Sicherung von Existenz gegen verfestigte Armut, leistbares Wohnen,
die Unterstützung von Integration und den Pflegebereich. Den Druck
auf das System würden laut Allgäuer Faktoren wie Demographie, Flucht
und Migration, Situation am Arbeitsmarkt uvm. maßgeblich
beeinflussen.
Flexibilität und Anpassungsfähigkeit als Stärke
Als wesentliche Stärke des Vorarlberger Sozialfonds hob Landesrat
Bernhard die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit hervor. In seine
Zuständigkeit fällt neben der Integrationshilfe, die aus seiner
Ansicht besser als "Inklusionshilfe" bezeichnet wird, auch der
Bereich Sozialpsychiatrie und Sucht. Bei der Inklusion steht die
Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Bereichen des
gesellschaftlichen Lebens im Fokus. Als wichtige Aufgabe im weiten
Feld von Psychiatrie und Sucht nannte Bernhard unter anderem den
Ausbau der Suizid- und Drogenprävention. "Insbesondere wird an der
Umsetzung des Psychiatriekonzeptes gearbeitet: an der Schaffung
niederschwelliger Hilfestellung bei sozialpsychiatrischen Krisen, am
Ausbau des ambulant betreuten Wohnens für Menschen mit schweren
psychischen Erkrankungen sowie der Einrichtung sozialpsychiatrischer,
multidisziplinär tätiger Anlaufstellen für Kinder- und
Jugendpsychiatrie", betonte der Landesrat.
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