• 01.06.2018, 09:48:17
  • /
  • OTS0040

Vor Medienenquete: Die Forderungen des ÖJC

Unabhängigkeit des ORF muss gewährleistet bleiben – Universitäre Ausbildung von Journalisten und Medienerziehern gefordert – Presseförderung muss Innovationsförderung werden

Utl.: Unabhängigkeit des ORF muss gewährleistet bleiben –
Universitäre Ausbildung von Journalisten und Medienerziehern
gefordert – Presseförderung muss Innovationsförderung werden =

Wien (OTS) - In der kommenden Woche findet in Österreich die
Medienenquente der Bundesregierung statt. In einer Stellungnahme an
die Bundesregierung präzisiert ÖJC-Präsident Fred Turnheim die
Forderungen des ÖJC an eine moderne Medienpolitik in Österreich.

Turnheim spricht sich für die Erhaltung des ORF in seiner jetzigen
inhaltlichen und programmlichen Breite aus. Der ORF darf nicht
filetiert werden und die Unabhängigkeit des Senders und der
Programmmacher muss garantiert werden. Das bedeutet aber auch, dass
die Politiker und die politischen Parteien sich aus allen Gremien des
ORF zurückziehen. Der Programmauftrag des ORF ist zu erweitern, so
dass der ORF auch neue Technologien und neue Medienformen jederzeit
einsetzen darf und muss. In die Aufsichtsratsgremien des ORF müssen
künftig Fachleute, wie Künstler, Journalisten und
Kommunikationswissenschafter, etc. vertreten sein.

Die Finanzierung des dualen Rundfunksystems in Österreich hat über
eine Haushaltsabgabe zu erfolgen, wobei darüber auch private Anbieter
zu finanzieren sind. Die Kulturförderungen der Bundesländer dürfen
künftig nicht mehr mit der Rundfunkabgabe einhoben werden. Für den
Bürger muss klar sein, welche Kosten Radio und Fernsehen verursachen.

Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) spricht sich für eine
universitäre Journalistenausbildung in Österreich aus. An den
Universitäten Salzburg und Wien sind Lehrstühle für Journalistik zu
installieren. Im Rahmen der neuen Lehrerausbildung ist das Fach
„Medienpädagogik“ verpflichtend einzuführen. Das gilt auch für
Ausbildungen im Bereich der Elementarpädagogik.

ÖJC-Präsident Turnheim spricht sich seit vielen Jahren für eine
Änderung der Bundespresseförderung vom derzeitigen
„Gießkannenprinzip“ zu einer Innovationsförderung aus. Dadurch soll
das Erscheinen neuer, junger Medien gesichert werden. Als Vorbild
soll die Filmförderung genommen werden, die sehr gute Erfolge hat.

Der ÖJC fordert die Auflösung der RTR in ihrer jetzigen Struktur.
Besonders die Förderungsgremien haben sich bisher als politisch
einseitig erwiesen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OJC

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel