• 24.05.2018, 13:42:02
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  • OTS0155

Journalismus darf keine Eintagsfliege sein

Prof. Claus Gatterer-Preis für kritischen Journalismus an Nina Strasser überreicht – Ehrende Anerkennung für ORF-Redakteur Jürgen Pettinger

Verleihung Prof. Claus Gatterer-Preis für sozial
engagierten Journalismus 2018. (v.l.n.r.) Prof. Oswald Klotz
(Moderator), Nina Strasser (Preisträgerin 2018), Prof. Fred Turnheim
(ÖJC-Präsident), Mag. (FH) Jürgen Pettinger (Ehrende Anerkennung
2018), Fritz Egarter (Bürgermeister Sexten), Harald Vaca
(ÖJC-Vorstandsmitglied)

Utl.: Prof. Claus Gatterer-Preis für kritischen Journalismus an Nina
Strasser überreicht – Ehrende Anerkennung für ORF-Redakteur
Jürgen Pettinger =

Sexten (OTS) - In der Südtiroler Gemeinde Sexten, in der der
Journalist Claus Gatterer 1924 geboren wurde, erhielt die freie
Print-Journalistin Nina Strasser aus den Händen von Bürgermeister
Fritz Egarter und ÖJC-Präsident Fred Turnheim den begehrten Preis für
sozial engagierten Journalismus. Der Prof. Claus Gatterer-Preis ist
mit 10.000 Euro dotiert und wird in Zusammenarbeit mit der Südtiroler
Landesregierung und der Gemeinde Sexten vergeben. Der ORF-Redakteur
Jürgen Pettinger wurde von der mit prominenten Journalisten besetzten
Jury mit einer Ehrenden Anerkennung ausgezeichnet.

Nina Strasser, 1973 in Salzburg geboren, hat ein ganzes Jahr lang
einen Obdachlosen in Wien begleitet und daraus eine berührende
Reportage für den „Falter“ gestaltet. Der in Linz geborene Fernseh-
und Radioredakteur Jürgen Pettinger, Jahrgang 1974, schildert in
seinem Radiofeature „Mit einem Warmen kein Pardon – Der Fall Franz
Doms“ das bittere Schicksal eines Homosexuellen in der Nazizeit. Der
Beitrag wurde in den Ö1-Hörbildern gesendet.

Der Südtiroler Kulturlandesrat Philipp Achammer sagte in einer
Videobotschaft, der kritische Journalismus sei heute mehr denn je
notwendig, daher werde das Land Südtirol den Prof. Claus
Gatterer-Preis weiterhin unterstützen.

„Claus Gatterer war unangenehm“, sagte Fred Turnheim, Präsident des
Österreichischen Journalisten Club (ÖJC), in seiner Laudatio. Der
nach Gatterer benannte Preis müsse unangenehm sein „und das Gedenken
an Gatterer auch“. Auch Journalismus müsse in einer pluralistischen,
demokratischen Gesellschaft unangenehm sein. „Und so ist es sich auch
an der Zeit, den Namen Claus Gatterer und seine kritische
Gedankenwelt auch in die Südtiroler und österreichischen Schulen zu
bringen“, betonte Turnheim. Journalismus dürfe keine Eintagsfliege
sein.

Der Sextner Bürgermeister Fritz Egarter gab seiner Befriedigung
Ausdruck, dass dieser wichtige Preis nach Sexten zurückgekehrt ist.
Beide Preisträger betonten in ihren Dankesworten die Bedeutung eines
unabhängigen und kritischen Journalismus.

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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