FMK-Reaktion auf Ärztekammer-„Mahnung“: Symposium ignoriert Weltgesundheitsorganisation WHO

Einzelne Aussagen schüren lediglich unbegründete Ängste zum Schaden sensibler Bevölkerungsgruppen

Wien (OTS) - Heute hat die Ärztekammer in einer Aussendung zu einer Veranstaltung geladen, die wieder geeignet ist, öffentlich und wider die Erkenntnisse der Weltgesundheitsorganisation – die immerhin den gesamten wissenschaftlichen Kenntnisstand subsummiert – Ängste vor der Mobilfunktechnik  bei dafür empfänglichen Menschen zu schüren. 

Beispielsweise wird Stella Canna Michaelidou, die Präsidentin des zypriotischen Kinderschutzkomittees zitiert, die tatsächlich lt. der Ärztekammer-Aussendung gesagt haben soll, dass es wissenschaftliche „Beweise“ für schwerwiegende, irreversible Schäden bei Kindern gäbe. 

Das ist falsch - selbst Mobilfunkkritiker finden keine gesundheitsrelevanten Effekte und schon gar keine „Beweise“ 

Selbst der mobilfunkkritische Projektkoordinator Dr Wilhelm Mosgöller und Teilnehmer der Ärztekammer-Veranstaltung musste in seiner „ATHEM 2“-Studie feststellen, dass, Zitat aus der Studie, „Keine der gefundenen Wirkungen den Schluss auf direkte gesundheitsschädliche Wirkungen zu(lassen)“. Weiters ist auf Seite 164 des fast 190 Seiten starken Papiers zu lesen: „Um zu untersuchen, ob es bereits nach einer akuten Exposition bereits zur Ausbildung von Mikrokernen kommt (Hinweis auf akute permanente DNA-Schädigung) führten wir ein Kleinkern-Experiment durch und stellten fest, dass eine einmalige 16 stündige Exposition zu keinen bleibenden DNA-Schäden führt.“ 

Dies deckt sich auch mit dem allgemein anerkannten, wissenschaftlichen Wissensstand: Die Funktechnik ist eine Technologie, die seit mehr als 100 Jahren angewendet wird. Sie ist damit auch eine der am besten beforschten Technologien und obwohl seit Entwicklung des Mobilfunks in den 1960ern die Beforschung weiter intensiviert wurde, konnten auch bis heute keine gesundheitsrelevanten, reproduzierbaren Effekte gefunden werden. 

Veranstaltungen wie die von der Ärztekammer beworbene, Schüren unbegründete Ängste – sagt die WHO 

Denn wenn man in der Bevölkerung unbegründete Ängste vor Technologien schürt, kann es sehr wohl dazu führen, dass Menschen darunter leiden. Deshalb hat die Weltgesundheitsorganisation WHO auch zu diesem Thema ein eigenes Factsheet, das Factsheet Nr. 296, veröffentlicht. 

Darin ist zu lesen, dass Aussagen, die sich tendenziös und nicht auf der Basis des allgemein anerkannten Wissensstandes mit dem Thema auseinandersetzen, dazu beitragen, dass etwa das unbestimmte Krankheitsbild „Elektrohypersensibilität“ vermehrt auftaucht. 

Die WHO mahnt deshalb, dass Informationen die klare Aussage enthalten sollten, dass es derzeit keine wissenschaftliche Belege für die Annahme eines Zusammenhangs zwischen Gesundheitsfolgen und Mobilfunk gibt.

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