Tiroler Festspiele Erl: Gustav Kuhn zieht medienrechtliche Entschädigungsanträge zurück

Erl (OTS) - Der künstlerische Leiter der Tiroler Festspiele Erl Professor Gustav Kuhn zieht die beiden gegen Blogger Markus Wilhelm eingebrachten medienrechtlichen Entschädigungsanträge zurück. Die Zivilklage bleibt dessen ungeachtet aufrecht. Dies teilte am Donnerstag der  Medienbetreuer der Festspiele Josef Kalina der APA mit. Da Herr Wilhelm öffentlich geäußert habe, er solle offenbar durch diese Entschädigungsverfahren „um Haus und Hof gebracht werden“, setzen Festspiele Präsident Hans Peter Haselsteiner und Maestro Kuhn nun diesen Schritt, weil damit klar gestellt werden könne, dass weder Haselsteiner noch Kuhn Herrn Wilhelm in den Ruin treiben wollen. 

Kuhns Anwalt Michael Krüger hält dazu fest:  „Bisher waren sämtliche Klagen gegen Markus Wilhelm erfolgreich. Vom Landesgericht Innsbruck wurden drei rechtskräftige einstweilige Verfügungen gegen den Blogger erlassen:

Die erste betrifft die Klage von Gustav Kuhn wegen der Vorwürfe der sexuellen Nötigung und Vergewaltigung.

Die zweite betrifft die Klage der Tiroler Festspiele Erl wegen der Vorwürfe der Korruption und Parteienfinanzierung.

Die dritte betrifft die Klage von Herrn Dr. Haselsteiner wegen des Vorwurfs der finanziellen Unterstützung der Tiroler Volkspartei im Austausch für Landessubventionen.“
 
Im Hauptverfahren der Klage der Tiroler Festspiele Erl und im Hauptverfahren der Klage von Haselsteiner seien jeweils Versäumungsurteile ergangen, da Wilhelm die Verfahren, nachdem er die Provisorialverfahren rechtskräftig verlor, aufgegeben hat. Wilhelm sei demgemäß vom Landesgericht Innsbruck zur Unterlassung und zur Veröffentlichung von Widerrufen verurteilt worden, sagte Krüger. 

Weiters sei Wilhelm wegen Verstoßes gegen die von Prof. Kuhn erwirkte einstweilige Verfügung zu einer Geldstrafe von 1.000 Euro und zum Kostenersatz verurteilt worden, außerdem zu einer Geldbuße und Kostenersatz, weil er entgegen einem Beschluss des Landesgerichts Innsbruck die Einleitung eines medienrechtlichen Entschädigungsverfahrens nicht veröffentlichte.

„Die beim Landesgericht Innsbruck eingebrachte Zivilklage gegen die verleumderischen Behauptungen, Maestro Kuhn habe Künstlerinnen sexuell genötigt oder vergewaltigt, läuft selbstverständlich weiter“, betonte Krüger. Denn das einzige Ziel dieses Schrittes sei es, die gegen Kuhn erhobenen Vorwürfe endgültig aus der Welt zu schaffen. Auch diese Verfahren könnten rasch beendet werden, wenn Markus Wilhelm die Beschuldigungen zurücknimmt und sich entschuldigt.

„Da aber meine Mandanten jeden Eindruck vermeiden wollen, sie beabsichtigten durch rechtliche Schritte, die wirtschaftliche Existenz Herrn Wilhelms zu vernichten, haben sie sich nun zu dieser Geste des guten Willens entschlossen, ziehen die medienrechtlichen Entschädigungsanträge zurück.“ 

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