- 16.05.2018, 17:26:00
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Informationsoffensive für mehr Sicherheit bei Rhein-Hochwasser
Broschüre als praktischer Ratgeber bei Rheinhochwasser geht an alle Haushalte der Rheinanliegergemeinden
Utl.: Broschüre als praktischer Ratgeber bei Rheinhochwasser geht an
alle Haushalte der Rheinanliegergemeinden =
Lustenau (OTS) - (VLK) – Im Falle eines Hochwassereignisses ist
schnelles Handeln gefragt: sollten die Dämme am Rhein brechen, ist
eine Evakuierung von Teilen des Rheintals erforderlich. Diese
Evakuierung kann nur dann gelingen, wenn alle Einsatzorganisationen
an einem Strang ziehen – und wenn die Bevölkerung entsprechend
informiert ist und weiß, was im Notfall zu tun ist. Deswegen haben
Land Vorarlberg und die elf Rheinanliegergemeinden eine
Informationsbroschüre entwickelt, die das richtige Verhalten im
Extremfall beschreibt, informierten Landeshauptmann Markus Wallner
und Sicherheitslandesrat Christian Gantner heute (Mittwoch) in einem
Pressegespräch bei der Rheinbauleitung in Lustenau.
In den nächsten Tagen wird diese Broschüre an alle Haushalte der
Rheinanlieger-Gemeinden versendet werden. „Es ist wichtig, dass wir
uns auf diesen Ernstfall entsprechend vorbereiten, denn das
Schadenspotenzial, das der Rhein etwa bei einem 300-jährigen
Hochwasser verursachen kann, ist enorm“, betonte Wallner. Deswegen
starten Land, die Bezirkshauptmannschaften Feldkirch, Dornbirn und
Bregenz sowie die betroffenen Gemeinden Gaißau, Höchst, Fußach, Hard,
Lustenau, Hohenems, Altach, Götzis, Mäder, Koblach und Meiningen eine
Informationsoffensive. „Ein stärkeres Bewusstsein hinsichtlich der
Gefahr, eine rechtzeitige Vorsorge und ein richtiges Verhalten im
Extremfall können helfen, die Gefahr so gering wie möglich zu halten.
Mit diesem praktischen Ratgeber wollen wir wichtige Informationen auf
einen Blick bereitstellen“, erklärte Landesrat Gantner. Neben der
Broschüre „Für unsere Sicherheit bei Rheinhochwasser“, die an alle
80.000 Haushalte geht, wurden weitere Informationskanäle für die
Bevölkerung eingerichtet. Außerdem soll in einer großen
Rheinhochwasserübung am 22. und 23. Juni 2018 u.a. die Information an
die Medien und die Bevölkerung erprobt werden.
Überflutungschecker – Gefahr auf einen Blick
Die Landeswarnzentrale hat für Katastrophenfälle außerdem eine
eigene Website eingerichtet (www.vorarlberg.at/warnung), die im
Notfall alle wichtigen Informationen auf einen Blick bietet. Wie hoch
einzelne Häuser und bestimmte Punkte im Rheintal bei einem Dammbruch
überflutet wären, ist ebenfalls auf der Internetseite ersichtlich.
Ein eigens entwickelter Überflutungschecker berechnet für jede
Adresse in den elf Rheinanliegergemeinden, wie hoch das Wasser bei
verschiedenen Hochwasserszenarien stehen würde. Der Hochwasserchecker
zeigt auch an, in welcher Evakuierungszone sich das abgefragte Objekt
befindet.
Neu sind auch die Social Media Kanäle, mit denen das Land direkt mit
der Bevölkerung kommunizieren kann. Auch die Gemeinden informieren
auf ihren Websites und Social-Media-Auftritten.
Mit der App „Katwarn“ steht eine Möglichkeit zur schnellen und
direkten Warnung und Alarmierung der Bevölkerung in Krisen- und
Katastrophensituationen zur Verfügung. Auch im Hochwasserfall werden
die Nutzerinnen und Nutzer persönlich gewarnt. Sie erhalten
gesicherte Informationen der Katastrophenschutzbehörden direkt auf
ihr Handy.
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