MAK-Schindler-Stipendien für das Studienjahr 2018/2019 vergeben

Wien (OTS) - Bereits zum 23. Mal kürte eine internationale Jury am 14. Mai 2018 die GewinnerInnen des internationalen MAK-Schindler-StipendiatInnenprogramms (Artists and Architects-in-Residence Programm), das vom Bundeskanzleramt Österreich, Sektion II: Kunst und Kultur, in Zusammenarbeit mit dem MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst ausgelobt wird. Unter 273 Einreichungen aus 39 Nationen entschied sich die Jury einstimmig für sechs Projekte sowie drei Ersatzprojekte. Die StipendiatInnen erhalten im Studienjahr 2018/2019 einen sechsmonatigen Aufenthalt in den Pearl M. Mackey Apartments von Rudolph M. Schindler, einem der Standorte des MAK Center for Art and Architecture in Los Angeles, um ihre eingereichten Arbeiten zu realisieren.

Die Stipendien richten sich an freischaffende KünstlerInnen, ArchitekturstudentInnen (2. Studienabschnitt) und DiplomabsolventInnen der Studienrichtung Architektur unmittelbar nach dem Studienabschluss. Sie werden für eigenständige Projekte vergeben, die die Beziehung zwischen Kunst und Architektur thematisieren und untersuchen. Im Fokus steht vor allem die Auseinandersetzung mit dem Ort des Stipendienaufenthalts, Los Angeles: die Stadt hat sich zu einem Zentrum des kritischen künstlerischen, architektonischen und urban-theoretischen Schaffens entwickelt.

Zweimal jährlich, im März und im September, präsentiert das MAK Center die vor Ort entwickelten Projekte im Rahmen der "Final Projects"-Ausstellungen. Die Dokumentation der Arbeiten wird katalogisiert und verbleibt im Archiv des MAK Center, dessen Online-Version unter MAKcenterarchive.org abrufbar ist.

„Der Wiener Architekt Rudolph M. Schindler ist eine herausragende Persönlichkeit der österreichischen Architekturgeschichte. Seine Bauten sind beispielhaft für die klassische Moderne des 20. Jahrhunderts – so auch das Pearl M. Mackey Apartmenthaus in Los Angeles. Die MAK-Schindler-Stipendien ermöglichen jedes Jahr sechs jungen Kunstschaffenden für ein halbes Jahr dort zu wohnen, ihre eigenen Projekte zu verfolgen, in einem spannenden neuen Umfeld zu arbeiten und ihre Kunst und Architektur im internationalen Diskurs zu positionieren. Für junge Talente eine inspirierende Zeit, die viel zur Entwicklung des eigenen Stils beitragen kann und soll. Denn: Das kreative Schaffen von heute ist das kulturelle Erbe von morgen. Herzliche Gratulation den diesjährigen Stipendiatinnen und Stipendiaten!“, so Gernot Blümel, Bundesminister für EU, Kunst, Kultur und Medien.

Die internationale Jury, bestehend aus Noit Banai (Juryvorsitzende, Kunsthistorikerin, Kritikerin, Professorin für zeitgenössische Kunst an der Universität Wien), Hans Schabus (Künstler, Wien), Hemma Schmutz (Direktorin, LENTOS Kunstmuseum Linz/NORDICO Stadtmuseum Linz), Much Untertrifaller (Architekt, Dietrich/Untertrifaller Architekten ZT GmbH, Bregenz/Wien) und Christoph Thun-Hohenstein (Generaldirektor und wissenschaftlicher Geschäftsführer, MAK), prämierte die Projekte folgender ArchitektInnen und Künstlerinnen:

Kategorie Architektur:
1. Oktober 2018 – 15. März 2019:
Eva Engelbert (Österreich)

1. April – 13. September 2019:
Peter Behrbohm und Markus Bühler (Deutschland)

Kategorie Bildende Kunst:

1. Oktober 2018 – 15. März 2019:
Philipp Timischl (Österreich)
Jenni Tischer (Deutschland)

1. April – 13. September 2019:
Jeehee Park (Republik Korea)
Ovidiu Anton (Österreich)

Ersatz Kategorie Architektur:
Robin Durand und Karin Lindström (Frankreich/Schweden)

Ersatz Kategorie Bildende Kunst:
Andreas Greiner (Deutschland)
Anna Witt und Baptiste El Baz (Deutschland/Frankreich)


Statement der Jury:
Aus 273 eingereichten Projekten aus 39 Ländern wurden einstimmig zwei Projekte aus dem Bereich Architektur und vier Projekte aus dem Bereich Bildende Kunst sowie insgesamt drei Ersatzprojekte ausgewählt.

Das entscheidende Kriterium für die Auswahl der Projekte lag in der Verbindung von ästhetischer Komplexität und intellektueller Präzision. Lokale Aspekte im Kontext von Los Angeles werden von den ausgewählten StipendiatInnen im Zusammenhang mit globalen Entwicklungen und Diskursen an der Schnittstelle zwischen bildender Kunst, Architektur und öffentlichem Raum erarbeitet. Modernismus im Sinne Rudolph M. Schindlers wird mit historischen und aktuellen internationalen Bewegungen in Beziehung gesetzt und dadurch dezentralisiert, politische Parameter mit unmittelbaren Auswirkungen auf die Gesellschaft werden kritisch beleuchtet.

Einreichungen, die keinen in der Ausschreibung geforderten spezifischen Projektvorschlag enthielten oder anderen Voraussetzungen nicht entsprachen, wurden bei der Auswahl der StipendiatInnen nicht berücksichtigt.


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