- 11.05.2018, 10:32:18
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Bürgermeister Häupl bestellt Koordinator für Psychiatrie, Sucht- und Drogenfragen
Neuer Koordinator Ewald Lochner künftig auch für psychosoziale und psychiatrische Versorgung in Wien verantwortlich
Utl.: Neuer Koordinator Ewald Lochner künftig auch für psychosoziale
und psychiatrische Versorgung in Wien verantwortlich =
Wien (OTS) - Das Themenfeld psychische Gesundheit gewinnt in unserer
Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Die Stadt Wien hat daher schon
im Jahr 2015 begonnen, Maßnahmen zu erarbeiten, um die Versorgung von
Wienerinnen und Wienern mit psychischen Erkrankungen weiter zu
verbessern. Im September 2016 wurden die inhaltlichen Grundlagen und
der Fahrplan für diese Veränderungen vom Wiener Landtag einstimmig
beschlossen (https://bit.ly/2IwVxDm). Die Planungsarbeiten sind nun
abgeschlossen und werden mit der Zielperspektive 2030 schrittweise
umgesetzt. Das erfordert ein hohes Maß an Koordinations- und
Steuerungsarbeit.
„Nachdem es im Suchtbereich bereits gelungen ist, durch die
Funktion eines Koordinators für Sucht- und Drogenfragen eine
einheitliche Steuerung der Angebote zu erreichen, macht es Sinn,
diese bewährte Vorgangsweise auch im Bereich der Psychiatrie
anzuwenden. Es wird daher die Funktion eines ‚Koordinators für
Psychiatrie, Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien‘ geschaffen, der
künftig auch für die Planung, Steuerung und Koordination der
psychosozialen und psychiatrischen Versorgung in Wien verantwortlich
sein wird“, begründet die Stadträtin für Soziales, Gesundheit und
Frauen, Sandra Frauenberger, die Entscheidung.
Die Themenfelder Psychiatrie und Sucht sind inhaltlich eng
miteinander verknüpft, nicht nur weil es sich bei Sucht um eine
psychische Erkrankung handelt, sondern auch weil Menschen mit
Suchterkrankungen häufig psychiatrische Komorbiditäten aufweisen.
Für die Funktion des „Koordinators für Psychiatrie, Sucht- und
Drogenfragen der Stadt Wien“ wurde von Bürgermeister Michael Häupl
der kaufmännische Leiter der Psychosozialen Dienste in Wien und
Prokurist der Sucht- und Drogenkoordination Wien, Ewald Lochner,
bestellt.
„Durch seine langjährige Tätigkeit in diesen beiden Organisationen
ist er mit den Themenfeldern Psychiatrie sowie Sucht und Drogen
bestens vertraut. Schon im Rahmen seiner bisherigen Funktionen war er
intensiv mit der Planung, Steuerung und Koordination der Leistungen
beider Bereiche befasst und ist somit hervorragend für die neue
Aufgabe qualifiziert und vorbereitet. Die Koordination von
Psychiatrie und Sucht- und Drogenfragen in Personalunion bedeutet
einen wesentlichen Mehrwert für die Stadt Wien“, so Frauenberger.
Michael Dressel gibt seine Funktion als Koordinator für Sucht- und
Drogenfragen nach 15 Jahren ab, bleibt aber Geschäftsführer der
Sucht- und Drogenkoordination Wien und wird darüber hinaus neue
Aufgaben im von ihm aufgebauten Projekt zur Versorgung alkoholkranker
Menschen „Alkohol. Leben können“ übernehmen, das ab 2019 vom
Pilotbetrieb in den Regelbetrieb übergeht und im Zuge dessen
erweitert wird.
„Ich bedanke mich im Namen der Stadt Wien bei Michael Dressel für
seinen engagierten Einsatz in den vergangenen 15 Jahren. Die
positiven Veränderungen, die er umgesetzt hat, haben dazu geführt,
dass Wien hinsichtlich der Versorgung suchtkranker Menschen auch im
internationalen Vergleich als Vorzeigemodell gilt. Ich freue mich
insbesondere, dass er der Stadt Wien in seiner Funktion als
Geschäftsführer der Sucht- und Drogenkoordination Wien mit seiner
Expertise weiterhin zur Verfügung stehen wird“, so Stadträtin
Frauenberger.
„Ich konnte in den vergangenen 15 Jahren in meiner Funktion
gemeinsam mit allen MitarbeiterInnen und KooperationspartnerInnen
zahlreiche Projekte erfolgreich umsetzen, von spürbaren
Verbesserungen im öffentlichen Raum – Stichwort Karlsplatz – über
einen Ausbau von Betreuungs- und Behandlungsmöglichkeiten bis zu
neuen innovativen Präventionsangeboten. Es ist gelungen, im
Suchtbereich ein nachhaltiges, effektives und effizientes Beratungs-,
Behandlungs- und Betreuungssystem einschließlich Rehabilitation
aufzubauen. Heute steht die konsequent am realen Bedarf der
PatientInnen orientierte Kooperation sämtlicher LeistungsträgerInnen
auf festen Beinen und ist nicht mehr wegzudenken. Ein besonderer
Schwerpunkt war für mich zudem die integrierte Versorgung von
alkoholkranken Menschen mit dem Projekt ‚Alkohol. Leben können‘.
Dabei ist es österreichweit erstmalig gelungen, dass sich drei
Kostenträger vertraglich auf eine gemeinsame Planung, Steuerung und
Finanzierung eines Projekts im Rahmen der Gesundheitsreform einigen.
Daher freut es mich besonders, in diesem Bereich künftig zusätzliche
Aufgaben übernehmen zu können. Es freut mich auch, dass Ewald Lochner
mein Nachfolger wird. Ich kenne ihn aus langjähriger Zusammenarbeit
und bin sicher, dass er für diese Funktion höchst geeignet ist“,
betont der bisherige Koordinator für Sucht- und Drogenfragen, Michael
Dressel.
Erfreut über die Bestellung des neuen Koordinators zeigt sich auch
der Chefarzt der Psychosozialen Dienste in Wien, Dr. Georg Psota:
„Für die Wiener Psychiatrie ist die Bestellung von Ewald Lochner in
mehrfacher Hinsicht ein Gewinn. Einerseits weil es damit erstmals
einen vom Bürgermeister bestellten Koordinator für diesen Bereich
gibt und andererseits weil mit Ewald Lochner künftig ein erfahrener
Manager und Experte für strategische Planung und Wirkungsorientierung
an der Verbesserung der Versorgung arbeitet. Ich freue mich darauf,
die bisherige enge Zusammenarbeit mit ihm in seiner neuen Funktion
fortzusetzen.“
„Ich danke für das in mich gesetzte Vertrauen und werde mich ab
jetzt mit aller Kraft dafür einsetzen, die psychosoziale und
psychiatrische Versorgung in Wien weiter zu verbessern. Hier sind wir
auf einem guten Weg und haben ein umfassendes Konzept erstellt, das
es jetzt umzusetzen gilt. Außerdem danke ich meinem Vorgänger Michael
Dressel für seine erfolgreiche Aufbauarbeit in den vergangenen 15
Jahren, mit der er im Suchtbereich ein bestens funktionierendes
System geschaffen hat“, so der neu bestellte Koordinator für
Psychiatrie, Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien, Ewald Lochner
abschließend.
Pressefotos in Kürze unter: www.wien.gv.at/pressebilder.
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