• 09.05.2018, 16:29:59
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Schloss Pöggstall: Neues Museum für Rechtsgeschichte eröffnet

Besucher können auf 200 Quadratmeter Fläche in die Welt der Rechtsprechung eintauchen

Utl.: Besucher können auf 200 Quadratmeter Fläche in die Welt der
Rechtsprechung eintauchen =

St. Pölten (OTS/NLK) - Im Schloss Pöggstall, wo im Vorjahr unter dem
Titel „Alles was Recht ist“ die NÖ Landesausstellung stattfand, wurde
vergangenen Samstag vom Zweiten Landtagspräsidenten Gerhard Karner in
Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und in
Anwesenheit des Vizekanzlers a.D. Wolfgang Brandstetter das neue
Museum für Rechtsgeschichte offiziell eröffnet. Das Museum ergänzt
die rund 700 Museen und Sammlungen umfassenden Kulturlandschaft
Niederösterreichs um ein weiteres Kompetenzzentrum. Im Mittelpunkt
steht die Dokumentation und Vermittlung historischer Themen.

„Die Erfahrungen der Landesausstellung haben gezeigt, dass seitens
der Bevölkerung ein großes Interesse an der Auseinandersetzung mit
dem Thema Recht besteht“, begründete der Zweite Landtagspräsident die
Notwendigkeit der Schaffung dieses Museums. Karner: „Das Recht
strukturiert unser ganzes Leben und ist somit für das Verständnis von
den Grundsätzen unseres Zusammenlebens von unermesslichem Wert.“

Auf 200 Quadratmeter Ausstellungsfläche können interessierte
Besucherinnen und Besucher ab 6. Mai in die Welt der Rechtsprechung
eintauchen und sich mit den wichtigsten Entwicklungen der
Rechtsgeschichte bis ins 19. Jahrhundert anhand von Objekten aus den
Landessammlungen des Landes Niederösterreich auseinandersetzen.

Auf die lange Tradition des Schlosses Pöggstall als Ausstellungsort
für Rechtsgeschichte verwies die Bürgermeisterin der Marktgemeinde,
Margit Straßhofer, die der Museumseröffnung ebenso wie der
Landtagsabgeordnete Günther Sidl und der Bezirkshauptmann von Melk,
Dr. Norbert Haselsteiner, beiwohnte.

Als vorläufigen Höhepunkt der traditionsreichen Zusammenarbeit
zwischen dem Land und der Marktgemeinde nannte Margit Straßhofer die
Landesausstellung 2017, die für einen „wichtigen und nachhaltigen
Impuls für Pöggstall und die Region Südliches Waldviertel sorgte“. So
sei das Schloss, das seit 18. April auch das Gemeindeamt beherbergt,
„in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen und kulturellen
Gemeindelebens gerückt“.

Das Museum für Rechtgeschichte ergänzt das Schloss und seine Region
nun um eine weitere touristische Attraktion. Die Kuratorin der
Ausstellung, Elisabeth Vavra, die als führende Historikerin zur
Rechtsgeschichte Niederösterreichs und Kuratorin mehrerer
Landesausstellungen über die Grenzen Niederösterreichs hinaus bekannt
ist, konnte für die Gestaltung des Museums ein namhaftes Team
gewinnen: das Architekturbüro Querkraft, das sich bereits für die
Landesaustellung 2017 verantwortlich zeichnete, und die Grafiker
Perndl + Co, die jüngst das Haus der Geschichte im Museum
Niederösterreich gestalteten.

Das Museum soll künftig, so Vavra, durch Sonderausstellungen, die
sich mit aktuellen Entwicklungen rund um das Thema Rechtsstaat
beschäftigen, ergänzt werden. Das Schloss Pöggstall werde damit –
bestärkt durch den Erfolg der Landesausstellung – „zum
Kompetenzzentrum für die Auseinandersetzung mit der Rechtsprechung
über die Grenzen Niederösterreichs hinaus“.

Museum für Rechtsgeschichte in Schloss Pöggstall, Hauptplatz 1, 3650
Pöggstall
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag & an Feiertagen 9 – 17 Uhr,
Tickets im s´Rondell erhältlich.

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