Rendi-Wagner an Kurz und Strache: Sie haben über 30.000 Krankenhausaufenthalte jedes Jahr zu verantworten!

Neue Studie belegt, dass das Kippen des Rauchverbotes der größte gesundheitspolitische Fehler der letzten Jahrzehnte war

Wien (OTS/SK) - „Einmal mehr wird uns von einer wissenschaftlichen Untersuchung vor Augen geführt, welchen fatalen Fehler die Kurz/Strache-Regierung mit dem Kippen des Rauchverbotes gemacht hat“, stellt die ehemalige Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner nach Veröffentlichung einer Studie von Grazer GesundheitswissenschafterInnen fest. Diese haben errechnet, dass mit einem Rauchverbot in der Gastronomie jährlich 32.400 Krankenhausaufnahmen in Österreich verhindert werden könnten. „Diese Zahlen sind erschreckend und ich bin einmal mehr fassungslos über die Ignoranz und grobe Fahrlässigkeit der schwarz-blauen Bundesregierung gegenüber der Gesundheit der Menschen“, hält Rendi-Wagner fest, die daran erinnert, dass es auch 1.500 Kinder jährlich sind, die unter anderem wegen schweren Asthmaanfällen und Lungenentzündungen jährlich in Krankenhäusern stationär aufgenommen werden müssen, weil Österreich über keinen ausreichenden NichtraucherInnenschutz in der Gastronomie verfügt. ****

„Als Ärztin macht es mich wütend, wenn ich höre, wie die FPÖ das Rauchen in der Gastronomie mit Freiheit begründet und die ÖVP mit dem Verweis auf Pakttreue dazu schweigt. Und das, obwohl uns fast täglich mit neuen Studien bewiesen wird, was die Bundesregierung damit anrichtet!“, hält Rendi-Wagner heute, Dienstag, fest.

Kaum wo ist der gesundheitliche Nutzen wissenschaftlich so gut dokumentiert wie beim NichtraucherInnenschutz. Die meisten europäischen Länder haben bereits vor Jahren Rauchverbote eingeführt. Die Folge ist eine signifikante Abnahme von Herzinfarkten, Atemwegserkrankungen und anderen rauchbedingten Folgeerkrankungen. „Die Zahlen in Österreich sprechen leider eine andere Sprache: 13.000 Menschen sterben in Österreich pro Jahr an den Folgen des aktiven wie passiven Tabakkonsums; 2 bis 3 Menschen sterben in Österreich pro Tag an den Folgen des Passivrauchens. Die Schadstoffbelastung in einem Lokal, in dem geraucht wird, ist bis zu 5 Mal so hoch wie in einem RaucherInnenhaushalt. Fast 40 Prozent der Kinder sind von regelmäßigem Passivrauchen betroffen, das sind fast 700.000 Kinder und Jugendliche in Österreich“, so Rendi-Wagner.

„All diese Zahlen, Daten, Fakten lassen Kurz und Strache völlig ungerührt. Aber die Bevölkerung ist hier in ihrem Denken und Gesundheitsbewusstsein weiter als die Regierung. Immer mehr Wirtinnen und Wirte stellen ihre Lokale auf rauchfrei um, fast 600.000 Menschen haben die Initiative ‚Don’t Smoke‘ bis jetzt mit ihrer Unterschrift unterstützt und ich bin überzeugt, in der eigentlichen Eintragungswoche für das Volksbegehren vom 1. bis 8. Oktober werden noch viele, viele UnterstützerInnen folgen“, gibt sich Rendi-Wagner zuversichtlich, dass der politischen Vernunft und Verantwortung in diesem Lande noch zum Durchbruch verholfen wird. (Schluss) sl/mb

 

 

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