- 07.05.2018, 13:02:45
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Kocevar: Von Neuregelung der Arbeitszeit müssen beide Seiten etwas haben
ÖVP NÖ agiert gegen die Interessen der ArbeitnehmerInnen
Utl.: ÖVP NÖ agiert gegen die Interessen der ArbeitnehmerInnen =
St. Pölten (OTS) - „Die Arbeitswelt und damit auch die Bedürfnisse
der ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen verändern sich. Aber es
kann nicht sein, dass bei einer Neuregelung nur die ArbeitgeberInnen
profitieren, da müssen beide Seiten etwas davon haben“, erklärt SPÖ
NÖ Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar zu heutigen Aussagen von
VP-Ebner: „Die Sozialpartner und Gewerkschaften sollen bei den
Vereinbarungen zum Zwölf-Stunden-Tag zurückgedrängt werden. Und das
wird die ArbeitnehmerInnen viel Verhandlungsmacht, Freizeit und Geld
kosten.“
„Es macht den Eindruck, dass die Wahlkampf-Großspender des türkisen
Bundeskanzlers nun ihre Gegenleistung bekommen – mit Beihilfe der
schwarzen VP in Niederösterreich. Die Rechnung dafür zahlen die
ArbeitnehmerInnen“ , sagt Kocevar. Wenn die VPNÖ behaupte, dass mit
einem Zwölf-Stunden-Arbeitstag die Kinderbetreuung vereinfacht würde,
dann zeugt das davon, dass die ÖVP in einer Blase lebe, in der Kinder
von ErzieherInnen betreut würden oder in privaten Einrichtungen
untergebracht seien, erklärt der SPÖ NÖ Landesgeschäftsführer: „Die
Realität ist eine andere. Großeltern und Eltern sind berufstätig und
Nachmittagsbetreuung kostet viel Geld. Dazu kommt, dass es vielerorts
gar nicht möglich ist, die Kinder über eine so lange Zeit betreuen zu
lassen.“
Kocevar weist auch auf Aussagen von Wirtschaftsministerin Schramböck
zur Forderung nach der Zumutbarkeit von zweieinhalb Stunden für den
täglichen Arbeitsweg hin. „In Kombination mit dem Zwölf-Stunden-Tag
bringt das für die ArbeitnehmerInnen massive Einschränkungen der
Erholungszeit und stellt Eltern mit Betreuungspflichten vor
Herausforderungen, die nicht zu bewältigen sind. Wie soll das denn
gehen, Herr Ebner?“
Die ÖVP agiere gegen die Interessen der ArbeitnehmerInnen – sei es
mit der von Schwarz-Blau beschlossenen Abschaffung der Initiative
20.000 für ältere Arbeitslose, mit der Kürzung der AMS-Förderung oder
eben mit der Aushebelung der Gewerkschaften und Sozialpartner bei der
Einführung des Zwölf-Stunden-Tages, erklärt Kocevar: „Die Regierung
ist dabei, alles, was jemals für ArbeitnehmerInnen erreicht wurde, zu
zerschlagen – die Gewinner schwarz-blauer Politik sind große Konzerne
und Wohlhabende. Deshalb werden wir weiterhin Ungerechtigkeiten der
unsozialen Kürzungspolitik aufzeigen: Unser Ziel ist, die
Beschäftigungschancen von ArbeitnehmerInnen zu erhalten und
Arbeitslose besser zu unterstützen. Mit einer aktiven
Arbeitsförderungspolitik, die auf gute und individuelle Angebote
setzt und mit einer Stärkung von Weiterbildung und Qualifizierung.
Wir wollen Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren und
Langzeitarbeitslosen mit einem sozialen Arbeitsmarkt neue
Perspektiven eröffnen und nicht in die Armut treiben.“
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