Sozialistische Jugend bei Mauthausen-Befreiungsfeier: „Wehret dem Zustand“

SJ-Herr: „Rechtsextremismus und Antisemitismus sind wieder Mitten in unserer Gesellschaft.“

Wien (OTS) - Bei der Befreiungsfeier des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen am Sonntag zieht die Sozialistische Jugend erstmals mit Protest-Schildern ein. „Wehret dem Zustand“ und „Es ist passiert, also kann es wieder passieren“, sind die Botschaften darauf.
„Zu sagen ‚Wehret den Anfängen‘ ist nicht mehr genug. Rechtsextremismus und Antisemitismus sind bereits jetzt wieder Mitten in unserer Gesellschaft. Aus einer parlamentarischen Anfrage vom 9. November wissen wir: Die Zahl der Verurteilungen wegen Verstössen gegen das Verbotsgesetz steigen jedes Jahr an. 2017 waren es bis November 93, das sind fast zwei Straftaten von Neonazis pro Woche“, so Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich.

„Mit der FPÖ sitzt der Rechtsextremismus jetzt sogar in der Regierung. Es vergeht kaum eine Woche ohne einen neuen Einzelfall der FPÖ. Bundeskanzler Kurz ist bei der Befreiungsfeier vor Ort. Er hat Strache und seine Burschenschafter in die Regierung geholt und schweigt jetzt zu den rechtsextremen Skandalen seines Koalitionspartners. Uns ist wichtig, diese Tatsache nicht umkommentiert zu lassen und ihm dort eine Botschaft zu senden. Angesichts der sich häufenden Vorfälle und der politischen Situation braucht es außerdem dringend wieder einen Rechtsextremismus-Bericht“ fordert Herr. Dieser ist 2002 von Schwarz-Blau abgeschafft worden.

Am Wochenende von 4.-6. veranstaltete die Sozialistische Jugend das Antifaschismus-Seminar in ihrem Europacamp am Attersee. 200 Jugendliche nahmen dort an einer Reihe von Workshops teil, die sich mit Faschismus und Rechtsextremismus auseinandersetzten. Das Seminar fand im Rahmen der Widerstands-Kampagne der Sozialistischen Jugend statt. „Wir wehren uns gegen den Sozialabbau der schwarz-blauen Bundesregierung“, so Herr. „Dazu müssen wir uns bilden, um dann Aufklärungsarbeit auf der Straße zu leisten. FPÖ und ÖVP machen Politik, die nur Reichen und Konzernen nutzt, und wir werden nicht bei Seite stehen und zusehen.“


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