- 27.04.2018, 11:31:00
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„Heimat Fremde Heimat“ am 29. April: Frauenhaus Amstetten – Kampf um ein neues Leben
Außerdem: Roma und Europa – Die unendliche Geschichte der Diskriminierung
Utl.: Außerdem: Roma und Europa – Die unendliche Geschichte der
Diskriminierung =
Wien (OTS) - Stefan Lenglinger präsentiert im ORF-Magazin „Heimat
Fremde Heimat“ am Sonntag, dem 29. April 2018, um 13.30 Uhr in ORF 2
folgende Beiträge:
Frauenhaus Amstetten – Kampf um ein neues Leben
„Wenn du dich scheiden lässt, wirst du nach Pakistan abgeschoben und
siehst unsere Kinder nie wieder“ – das bekam die vierfache Mutter
Uzma zehn Jahre lang von ihrem Ehemann zu hören. Heute hat sie dank
der Hilfe im Frauenhaus Amstetten ein „neues zweites Leben“, wie sie
es nennt. Der Ausstieg aus einer Gewaltbeziehung und ein neues Leben
ohne Mann sind für Migrantinnen um ein Vielfaches beschwerlicher.
Darum setzt das Sozialarbeiterinnen-Kollektiv dieses
niederösterreichischen Frauenhauses trotz zu geringer finanzieller
Mittel alles daran, ihren traumatisierten Klientinnen und deren
Kindern den harten Neustart zu erleichtern. Čedomira Schlapper
berichtet.
Roma und Europa – Die unendliche Geschichte der Diskriminierung
Es ist die Zeit der Utopien, auch für die europäischen Roma: Die
jenische Schriftstellerin Simone Schönett thematisiert in ihrem Roman
die Idee eines eigenen europäischen Roma-Staates, jedoch ohne Land.
Das Berliner Maxim-Gorki-Theater provoziert dieser Tage mit dem Stück
„Roma-Armee“, das nach einer Idee der beiden Wiener Romnija Sandra
und Simonida Selimović entstanden ist. Nicht mit Waffen, aber mit
Kunst wolle man gegen die nicht enden wollende Diskriminierung
ankämpfen, so die Hauptdarstellerin Sandra Selimović. Die
österreichischen Volksgruppenvertreter fordern einen europäischen
gesetzlichen Rahmen, der Antiziganismus unter Strafe stellt und einen
europäischen Kommissar, der sich für die Belange der größten
europäischen Volksgruppe einsetzt. Sabina Zwitter berichtet.
Roma-Literatur – Was ist das eigentlich?
Immer wieder werden Roma als ungebildetes, nicht literarisches Volk
stigmatisiert. Vielmehr wurden aber die Weisheiten, Erinnerungen und
Erzählungen bei den Roma mündlich überliefert. Dabei diente ihnen
ihre Sprache in Zeiten der Verfolgung als Schutz, den sie
logischerweise nicht aufgeben wollten. Mit der Kodifizierung des
Romani in Österreich setzte die österreichische Volksgruppe ein
Signal der Öffnung, aber auch literarische Zeichen. „Was ist
Roma-Literatur? Ist es Literatur, die in Romani geschrieben wurde,
oder Literatur, die von Roma geschrieben wurde? Oder vielleicht
Literatur, die sich mit Roma-Themen auseinandersetzt? Diese Fragen
beantworten die Schriftsteller und Brüder Samuel und Károly Mágó
sowie die Literaturwissenschafterin Katharina Janoska. Ein Beitrag
von Sabina Zwitter.
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