Patentamt zieht Bilanz am World IP Day: Österreich bei Patenten EU-weit auf Platz 6

Bundesminister Hofer und Patentamtspräsidentin Karepova präsentieren die Top Unternehmen bei Marken und Patenten, das Bundesländer-Ranking und die wichtigsten Märkte für Erfindungen

Wien (OTS) - „Wir haben es wieder geschafft. Mit insgesamt 12.000 Patenten jährlich sind wir EU-weit auf Platz sechs und weltweit auf Platz elf“, freut sich Bundesminister Norbert Hofer und sagt weiter: „Traditionell hatten unsere Firmen vor allem Deutschland, die USA, Frankreich, Großbritannien und Italien im Visier. Dorthin haben sie exportiert und dort haben sie auch ihre Patente angemeldet. Die heimische Wirtschaft ist nun auch auf dem Großmarkt China angekommen. Die Anmeldungen von österreichischen Patenten sind seit 2006 um 260 % gestiegen.“

„Das Geschäft mit Kopien und Fälschungen ist ein riesen Geschäft: 590 Milliarden Euro werden weltweit damit pro Jahr umgesetzt“, sagt Bundesminister Hofer und ergänzt: „Keine österreichische Erfindung soll in diesem Spiel einen Schaden haben. Denn wir investieren heuer mehr als 12 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung – öffentlich und privat. Diese Investitionen dürfen nicht verpuffen. Sie müssen gut geschützt sein.“

„Wir am Patentamt sind die Glücklichen, die als erste den Löwenanteil dieser Innovationen in den Händen halten und die Antworten geben: Sind sie neu und erfinderisch? Werden daraus Patente?“, freut sich Maria Karepova. „12.000 Patente und knapp 9.000 Marken weltweit aus Österreich ist eine sehr beachtliche Zahl. Der Wermutstropfen dabei: Nur 9 % der KMU haben Patente, Marken oder Designs. Das ist viel zu wenig und kann schmerzhafte Folgen haben. Niemand will, dass ein anderer mit seiner Ideen Geschäfte macht.“

Erfunden wird in Österreich überall – das war nicht immer so. „Ein Blick 30 Jahre zurück zeigt, dass Wien die Hauptstadt der Erfindungen war. Danach verteilen sich die Patente mehr und mehr auf das ganze Land“, sagt Karepova. „Heuer ist Oberösterreich mit 610 Anmeldungen Nummer eins im Patente-Ranking der Bundesländer. Die Chance, einem Erfinder oder einer Erfinderin zu begegnen, ist aber in Vorarlberg am höchsten. Gemessen an der Einwohnerzahl wird nirgends mehr patentiert“, so die Patentamtspräsidentin weiter.

Die Top-Anmelder 2017 im Bereich Patente sind AVL List (155 Erfindungsanmeldungen), Tridonic (84) und Julius Blum (81). Bei den Marken führen die bekannten Consumer-Brands Österreichische Lotterien (30 Markenanmeldungen) und Hofer (24) das Ranking an.

„In der AVL arbeiten fast alle an Forschungs- und Entwicklungsaufgaben. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können ihre Ideen einbringen und bei positiver Bewertung an diesen auch gleich weiterarbeiten. Bei uns wird aber eine Innovation nur prämiert, wenn diese durch ein Patent schützbar ist“, sagt Robert Fischer, Geschäftsführer von AVL List. „Dieser Schutz durch ein Patent ist für uns von wesentlicher Bedeutung, um Nachahmung zu verhindern“, so Fischer weiter.

Eine Frage des Techniker-Stolzes ist das Patent des Start-ups qBot. „Wir haben während des Studiums drei Jahre an unserer Erfindung gearbeitet.“ erzählt Thomas Schiefermair, der gemeinsam mit seinen zwei Mitgründern eine Desktop CNC-Fräse entwickelt hat. Sie ist das Gegenstück zum 3D Drucker. Während beim 3D Druck Material Schicht für Schicht aufgebaut wird, trägt das Fräsen Material ab, bis das Bauteil übrig bleibt. „Wir sehen in dem Patent auch eine Auszeichnung für unsere Arbeit!“, so der Gründer der Grazer Tech-Start-ups. 

SERVICE: Der Jahresbericht des Österreichischen Patentamtes steht online unter https://www.patentamt.at/jahresbericht/ zur Verfügung.

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