Tag der Erde: Sozialistische Jugend kritisiert Klimastrategie der Regierung

SJ-Herr: „Wer ja zur Umwelt sagt, muss nein zum Kapitalismus sagen!“

Wien (OTS) - „Die Klimaerhitzung lässt sich nicht aufhalten, indem wir alle auf ein paar Plastiksackerl verzichten und öfter mit dem Rad fahren. Was unsere Umwelt zerstört, ist der Kapitalismus selbst,“ so Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich. „Die Klimakrise hat bereits jetzt verheerende Folgen und es braucht konkrete Schritte um Treibhausgase zu reduzieren, wenn es zu keinem weltweiten Chaos kommen soll“, fordert Herr. „Es braucht einen schnellen Wechsel zu fossilfreier Energie und massive Investitionen in leistbaren und sauberen Zugverkehr, um den Flugverkehr zu reduzieren.“

„Auch Österreich ist weit davon entfernt, seine Ziele aus dem Pariser Klimaabkommen zu erreichen. Die schwarz-blaue Regierung hat bereits gezeigt, dass sie hier nichts tun will“ so Herr, mit Verweis auf die von Umweltministerin Köstinger präsentierte Klimastrategie. „Treibhausgase ohne Regulierungen verringern zu wollen ist Fantasie. Außerdem gibt es bei den meisten Punkten weder konkrete Fristen, noch ein Budget.“

„Große fossile Brennstoffkonzerne haben in Öl-, Kohle- und Gasvorkommen investiert, die ein Vielfaches der Treibhausgase wert sind, die unsere Atmosphäre noch ertragen kann,“ erklärt Herr. „Ihre Profite stehen im direkten Widerspruch zur Bewohnbarkeit unseres Planeten. Auch die globalen Produktionsketten, in denen einfachste Alltagsgegenstände möglichst billig hergestellt werden, verursachen ein unvertretbares Ausmaß an Treibhausgasen. Es ist jetzt schon zu spät, um die Klimakrise mit kleinen Verbesserungen am System zu lösen. Wir müssen unsere Wirtschaft grundlegend verändern,“ so Herr abschließend.

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