Gloggnitz: „Es geht um das Gesamtunternehmen!“

Salzburg (OTS) -

  • Kündigung von 52 Beschäftigten unumgänglich
  • Geschäftsführung steht zu Verhandlungen über Sozialmaßnahmen
  • Betriebsrat war über schlechte wirtschaftliche Entwicklung informiert

Die Geschäftsführung der Modelleisenbahn Gruppe konzentriere sich auf den Erhalt der verbleibenden Arbeitsplätze im Unternehmen. Der Abbau von 52 Arbeitsplätzen am Produktionsstandort Gloggnitz sei unumgänglich, um wieder Erträge zu erwirtschaften und so die eigene Zukunft finanzieren zu können. Das betonte der Geschäftsführer der Modelleisenbahn Holding Gesellschaft, MMag. Hannes Grießner, heute, Donnerstag, 19. April, nach einer Betriebsversammlung am Unternehmensstandort in Bergheim bei Salzburg, die der Betriebsrat einberufen hatte. In den vorangegangenen Verhandlungen habe die Geschäftsführung Wünsche des Betriebsrates akzeptiert, eine Gesamtübereinkunft konnte aber nicht erreicht werden. Nun werde man der Schlichtungsstelle den eigenen Standpunkt darlegen.

Mit dem Abbau der Arbeitsplätze und der Verlagerung des Spritzgusses in die Slowakei im Herbst werde der deutliche Verlust im operativen Bereich der gesamten Gruppe stark reduziert, parallel werde der neue Standort in Vietnam ausgebaut. Letztendlich werde die Gruppe zwei Produktionszentren haben: Europa für die komplexen Produkte, Vietnam für die übrige Produktion. So werde es möglich, 2021 ein ausgeglichenes Ergebnis zu erwirtschaften. Der bedauerliche Schritt am Standort Gloggnitz sei dafür eine notwendige Voraussetzung. Der Standort bleibe auch mit den verbleibenden 50 Arbeitsplätzen das technische Kompetenzzentrum der Gruppe. Weitere Kündigungen in Österreich seien nicht notwendig.

Grießner: Betriebsrat hat Summe widerrufen

Das Unternehmen habe sich schon bei der Bekanntgabe des Personalabbaus bereit erklärt, soziale Härtemaßnahmen abzufedern. Bei den Verhandlungen mit dem Betriebsrat habe man einer vom Betriebsrat geforderten Summe zugestimmt, der habe aber seine Forderung widerrufen. Man stehe zur Zusage, soziale Härten ausgleichen zu wollen. Diese Sozialmaßnahmen müssten für das Unternehmen aber wirtschaftlich machbar sein. Grießner erinnerte den Betriebsrat daran, dass dieser auch in der aktuellen Situation das Wohl des Gesamtunternehmens nicht aus dem Blick verlieren dürfe, wie es das Gesetz verlange.

Betriebsrat laufend über schwierige Situation informiert

Man werde auf keinen Fall die rote Linie des wirtschaftlich Leistbaren überschreiten. Das wäre verantwortungslos gegenüber der übrigen Belegschaft. „Wir werden unseren Standpunkt jetzt vor der Schlichtungsstelle darlegen und sind überzeugt, dass es zu einer tragbaren Lösung für alle kommen wird“, betonte Grießner. Er stellte nochmals fest, dass der Betriebsrat laufend über die Situation des Unternehmens informiert gewesen sei. Hohe operative Abgänge konnten nur durch einmalige Sondereffekte ausgeglichen werden.

Das Unternehmen

Die Modelleisenbahn Gruppe mit Sitz in Bergheim bei Salzburg (Österreich) ist mit den beiden Marken Fleischmann und Roco der europäische Marktführer im Segment Gleichstrom sowie die Nummer zwei für Modelleisenbahnen in Europa. Aktuell beschäftigt sie in fünf Ländern 900 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von 49 Millionen Euro (2017). Das Unternehmen zeichnet sich unter anderem durch digitale Innovationen und eine stark internationale Produktpalette aus.

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Mag. Michael Prock, Unternehmenssprecher, Prock und Prock Marktkommunikation GmbH, Rochusgasse 4, 5020 Salzburg, Tel.: +43-662-82 11 55-0, Mobil: +43-664 210 88 54,Fax: +43-662-82 11 55-11, E-Mail: modelleisenbahn-holding@prock-prock.at.

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