Gesundheitsversorgung weiter für Alle OHNE Barrieren

Im Interesse der Betroffenen fordern wir die Gesundheitsministerin auf, die entsprechenden Schritte einzuleiten, um auch in Zukunft die Gesundheitsversorgung ohne zusätzliche Barrieren für diese Personen zu gewährleisten. Allein bei DAS BAND wären 15% der betreuten Personen - viele von ihnen chronisch krank - von dieser Ungleichbehandlung betroffen
Dr. Tom Schmid, Geschäftsführer von DAS BAND

Wien (OTS) - Mit Aufkündigung der Bundesländervereinbarung zur Bedarfsorientierten Mindestsicherung durch einige Bundesländer im Herbst 2016 wurde von der damaligen Gesundheitsministerin Oberhauser durch Verordnung festgelegt, dass der Krankenversicherungsschutz für BMS-Bezieher*innen in den Jahren 2017 und 2018 weiter vom Bund bezahlt wird. Diese Regelung steht nun per Jahresende ohne Nachfolgelösung vor dem Auslaufen.

Konkret bedeutet das, ohne E-Card sind rund 95.000 Mindestsicherungsbezieher*innen in Österreich, viele von ihnen chronisch krank, gezwungen, vor jedem Arztbesuch beschwerliche Behördenwege in Kauf zu nehmen, um sich einen Bezugsschein zu holen. Diese Personen und auch ihre Kinder können Arztbesuche nicht selbstständig wählen und wären auf das Wohlwollen des Sozialamtes angewiesen. Viele Ärzt*innen lehnen Patient*innen mit einer Überweisung aus dem Sozialamt auch ab, so die traurigen Erfahrungen aus der Vergangenheit. Das bedeutet eine freie Arztwahl wäre für diese Personen praktisch nicht möglich.

Der heute stattfindenden Landes-Sozialreferent*innen-Konferenz liegt ein Resolutionsentwurf vor, nachdem die Bundesländer die Sozial- und Gesundheitsministerin auffordern, die Krankenversicherung für Mindestscherungsbezieher*innen auch in den Folgejahren zu garantieren. „Im Interesse der Betroffenen fordern wir die Gesundheitsministerin auf, die entsprechenden Schritte einzuleiten, um auch in Zukunft die Gesundheitsversorgung ohne zusätzliche Barrieren für diese Personen zu gewährleisten. Allein bei DAS BAND wären 15% der betreuten Personen - viele von ihnen chronisch krank - von dieser Ungleichbehandlung betroffen“, meint der Geschäftsführer von DAS BAND, Dr. Tom Schmid heute in einer Stellungnahme.

Über den Verein: DAS BAND – gemeinsam vielfältig ist eine der ältesten Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und psychischen Erkrankungen in Wien. Das Angebot von DAS BAND – gemeinsam vielfältig umfasst Werkstätten und Tagesstrukturen, vollbetreutes und teilbetreutes Wohnen und das Arbeitsintegrationsprojekt HAUS AKTIV. Insgesamt werden derzeit rund 300 Menschen von DAS BAND in Wien betreut. DAS BAND – gemeinsam vielfältig wird gefördert vom Sozialministeriumservice und vom Fonds Soziales Wien.

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