Mireille Ngosso (SPÖ) neue stv. Bezirksvorsteherin in der Inneren Stadt

Die Innere Stadt wieder zum Wohnbezirk machen

Wien (OTS/SPW-K) - Mireille Ngosso (SPÖ) neue stv. Bezirksvorsteherin in der Inneren Stadt

Mireille Ngosso ist die neue designierte stellvertretende Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt. Gemeinsam mit dem Parteivorsitzenden der SPÖ Inneren Stadt, Georg Niedermühlbichler und der amtierenden stellvertretenden Bezirksvorsteherin, Daniela Ecker-Stepp, präsentierte sie im Rahmen einer Pressekonferenz ihre Visionen und Ziele für den ersten Bezirk. Ihr wichtigstes Anliegen ist es, „die Innere Stadt wieder zu einem Wohnbezirk zu machen“, so Ngosso. Ein Dorn im Auge ist ihr dabei, dass immer mehr Privatwohnungen dauerhaft auf Online-Plattformen angeboten werden: Über 200 Wohnungen werden hier nicht nur zeitweise privat, sondern immer öfter ganzjährig gewerblich vermietet und fehlen damit am Wohnungsmarkt. Ngosso will zu diesem Thema einen Runden Tisch einberufen. Als Lösungsansatz kann sich Ngosso „eine Beschränkung der Vermietungsdauer von 60 Tagen im Jahr vorstellen.“ Ngosso ist im Brotberuf Ärztin, die Gesundheit im Bezirk ist ihr ein besondere Anliegen: Derzeit bieten rund 90 Prozent der ÄrztInnen im Bezirk ihre Leistungen auf privater Basis an. Ngosso will daher leerstehende Geschäftslokale für die Einrichtung von Gruppenpraxen prüfen lassen. 

Zwtl.: Wien wächst – bis auf die Innere Stadt = 

Die Bevölkerung in der Inneren Stadt ist in den letzten Jahren auf weniger als die Hälfte geschrumpft. „Wir wollen mehr Wohnraum schaffen und dieser soll leistbar sein“, so Ngosso. In einem ersten Schritt will sie bei Gewerbetreibenden, die Wohnraum ganzjährig und gewerblich über Vermittlungsplattformen wie Airbnb anbieten, ansetzen. „Über 200 Wohnungen werden in der Inneren Stadt ganzjährig vermietet. Das bedeutet, dass rund 300 bis 400 Wienerinnen und Wienern die Möglichkeit entzogen wird, im Ersten zu wohnen“, so Ngosso. „Hier war der ÖVP-Bezirksvorsteher zu lange untätig und hat zu lange wertvolle Zeit verstreichen zu lassen. Der erste Bezirk ist lebenswert – davon sollen alle Wienerinnen und Wiener etwas haben, nicht nur Gewerbetreibende!“, so Ngosso weiter. 

Zwtl.: Runder Tisch: Sharing Economy zum Vorteil der WienerInnen nutzbar machen = 

Mireille Ngosso will die Sharing Economy im Bereich Privatzimmervermietung zum Grundgedanken zurückführen: Private, die ihren Wohnraum unkompliziert und zeitweise vermieten können sollen. Dazu will sie einen Runden Tisch einberufen, an dem ExpertInnen aus den betroffenen Magistratsabteilungen, der TU Wien und VertreterInnen der Hoteliers und WienTourismus teilnehmen. „Ich will keine Ergebnisse vorwegnehmen, kann mir aber eine Beschränkung der Vermietungsdauer auf 60 Tage im Jahr gut vorstellen, um gewerblichen Anbietern einen Riegel bei Profitmacherei mit dringend benötigtem Wohnraum vorzuschieben“, so Ngosso. 

„Ein generelles Verbot ist der falsche Weg. Wir müssen aber faire Regeln schaffen, damit Entwicklungen in der Sharing Economy der breiten Bevölkerung nutzen und nicht nur einigen wenigen Immobilienhaien. Ich will den Fortschritt nicht aufhalten, sondern begleiten. Das ist ein erster wichtiger Schritt, um die Innere Stadt wieder zu einem Wohnbezirk zu machen“, so Ngosso. Im Zuge dessen fordert sie, das System des Lagezuschlags zu überdenken. Nach diesem werden auf Wohnungen in der Inneren Stadt derzeit elf Euro pro Quadratmeter aufgeschlagen. „Hier profitieren Private von der öffentlichen Infrastruktur. Das müssen wir uns noch einmal genau anschauen und ein faires System schaffen“, so Ngosso. 

Zwtl.: Gesundheit! = 

„Als Ärztin ist mir die Gesundheit im Bezirk ein besonderes Anliegen“, so Ngosso. Rund 90 Prozent der Ärztinnen in der Inneren Stadt bieten Leistungen auf privater Basis an. „Ich will die Gesundheitsversorgung im Bezirk verbessern“, so Ngosso. Sie will prüfen, ob leerstehende Geschäftslokale als Gemeinschaftspraxen genutzt werden können. „Damit beleben wir auch die Erdgeschoßzonen.“ 

Zwtl.: Don’t smoke = 

„Es ist mir wichtig, Probleme zu thematisieren, die unseren Bezirk betreffen, auch wenn sie nur auf Bundesebene lösbar sind. Hier müssen wir eine starke Interessenvertretung sein“, sagt Ngosso und verweist auf die 118.000 Wienerinnen und Wiener, die das „DON’T SMOKE“-Volksbegehren unterschrieben haben. Der erste Bezirk ist hier besonders stark betroffen: Von den etwa 100.000 ArbeitnehmerInnen sind überdurchschnittlich viele in der Gastronomie angestellt. „Es geht dabei um den Schutz aller, besonders aber um die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die keine Wahl haben. Ihr Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, ist um 50 Prozent erhöht, da müssen wir etwas unternehmen“, so Ngosso, die zu dem Zweck die Gastronominnen und Gastronomen im Bezirk besuchen und Aufklärungsarbeit leisten will. 

Zur Person: 

Mireille Adiet Ngosso wurde 1980 in der Demokratischen Republik Kongo geboren und ist mit vier Jahren mit ihren Eltern nach Österreich geflohen. Dort hat sie ihre schulische Laufbahn absolviert und den Dr. med. an der Medizinischen Universität Wien absolviert. Mireille Ngosso arbeitet derzeit als Turnusärztin in der chirurgischen Abteilung im KH Hietzing, sie ist verheiratet und hat einen Sohn. Seit 2010 ist sie in der Wiener SPÖ aktiv. „Ich bin sehr dankbar für alles, was ich in Wien und in Österreich erleben durfte. Es war für mich nicht immer eine einfache, aber dennoch eine gute Zeit. Umso mehr möchte ich mich für den ersten Bezirk einsetzen und zu einem guten Miteinander beitragen. "Ich möchte zurückgeben, was ich bekommen habe und diesen Bezirk, der bestimmt der internationalste der ganzen Stadt ist, in seiner Weltoffenheit bestärken. Der 1. Bezirk ist ein besonderer Bezirk, der eine besondere Politik braucht. Ich will eine besondere Vertreterin in der Bezirksvorstehung sein."

 

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