Medizinalhanf: Bevölkerung weiter als Politik

Zwei Drittel der Österreicher können sich die Legalisierung von Cannabis unter klaren medizinischen Rahmenbedingungen gut vorstellen.

Eine klare Mehrheit der Österreicher spricht sich für die Legalisierung von Cannabis unter klaren medizinischen Vorgaben aus. 33 Prozent sind ganz sicher dafür, 37 Prozent eher. Nur zehn Prozent würden Cannabis auf Rezept sicher nicht freigeben. So lautet das Ergebnis einer wöchentlichen Umfrage für die Gratiszeitung heute. 500 Österreicher wurden dazu von Unique Research online befragt, die maximale Schwankungsbreite beträgt +/- 4,4 Prozent. „Wir brauchen eine Gesetzgebung, die Patienten nicht länger kriminalisiert. So wie in Deutschland sollen auch in Österreich die Cannabisblüten sowie standardisierte pflanzliche Extrakte in der Apotheke erhältlich sein. Aber ohne Spießrutenlauf, sondern auf Rezept und unter ärztlicher Anwendung auf Kassenkosten“, sagt der Geschäftsführer von Medical Cannabis Research & Analysis, Alexander Kristen.

Synthetisches Cannabisangebot dominiert

Aktuell stehen den Patienten in Österreich nur synthetische und halbsynthetische Cannabinoid-Präparate zur Verfügung: Dronabinol als magistrale Zubereitung von pflanzlichem oder synthetisch hergestelltem THC; das synthetische Cannabinoid Nabilone; und Sativex, eine Mischung aus synthetischem THC und CBD (Cannabidiol). Diese Produkte sind aber nicht leistbar. Die monatlichen Kosten liegen für chronische Schmerzpatienten bei 600 bis 800 Euro. Eine einheitliche, geregelte Kostenübernahme durch die Krankenkassen erfolgt derzeit nicht.

Natürliche Cannabinoide wirken besser

Das beschränkte synthetische und halbsynthetische Angebot schränkt die ärztliche Wahlfreiheit ein, denn natürliche Cannabinoide in Form der Cannabisblüte sowie Extrakte daraus sind in Österreich illegal. Synthetische Cannabinoide haben zudem den Nachteil, dass darin alle anderen potenziell wirksamen Cannabinoide verloren gehen. In Studien wurde auch gezeigt, dass natürliche Cannabinoide von den Patienten besser vertragen werden.

Anders die Situation in Deutschland: Seit 2017 gibt es dort Cannabis für Schwerkranke auf Rezept. Die staatliche Cannabisagentur hat den Anbau von jährlich 1,5 Tonnen ausgeschrieben, der Bedarf übersteigt den Vorrat bereits um das Dreifache. Die Krankenkassen tragen mehrheitlich die Kosten. „Länder wie Kanada, Israel, die Niederlande und Deutschland haben verstanden, dass der Staat ein leistbares, qualitätsgeprüftes Angebot an Medizinalhanf schaffen muss. Schafft der Gesetzgeber kein legales Angebot, springen Schwarzmarkt und Quacksalber ein. Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein ist zum Handeln aufgefordert“, sagt Alexander Kristen.

Die Medical Cannabis Research & Analysis GmbH (MCRA) ist auf das Klonen und die Züchtung von Hanfpflanzen unter Hightech-Bedingungen spezialisiert. Im Labor werden unter technischen Spitzenstandards Qualitätskontrollen bei Hanfpflanzen durchgeführt. Gegründet wurde das Unternehmen 2017 von dem Unternehmer Alexander Kristen und dem Chemiker und Toxikologen Univ.-Prof. Dr. Rainer Schmid.

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Medical Cannabis Research & Analysis GmbH
Alexander Kristen, Geschäftsführer
Johann-Steinböck-Straße 10, A-2345 Brunn am Gebirge
Telefon: +43 699 100 099 55
E-Mail: office@mcra.eu
Web: www.mcra.eu

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