• 07.04.2018, 11:52:49
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  • OTS0019

Spatenstichfeier für Umfahrung Drasenhofen

LH Mikl-Leitner: Mit diesem Projekt entsteht eine neue Lebensader für die Region

Utl.: LH Mikl-Leitner: Mit diesem Projekt entsteht eine neue
Lebensader für die Region =

St. Pölten (OTS) - Nationale und internationale Ehrengäste feierten
am heutigen Samstag mit der Bevölkerung den offiziellen Baustart für
die Umfahrung Drasenhofen. Das Straßenprojekt stellt eine
Verlängerung der Nordautobahn A 5 dar, die bereits durchgehend von
Wien bis Poysbrunn (Bezirk Mistelbach) errichtet ist. Die fünf
Kilometer lange Strecke wird ampel- und kreuzungsfrei errichtet und
soll zusätzlich rund 1.800 Lastkraftwagen pro Tag aus den Ortschaften
abziehen. In diesen Straßenabschnitt werden rund 50 Millionen Euro
investiert. Im Herbst 2019 soll die Umfahrung Drasenhofen für den
Verkehr freigegeben werden.

„Die positive Stimmung bei dieser Veranstaltung unterstreicht, wie
wichtig den Menschen der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur ist“, sagte
die Landeshauptfrau in ihrer Festrede. „Dieser Tag ist ein
historischer Tag für die Region, für das Bundesland Niederösterreich,
für die Republik Österreich und für die Europäische Union“,
unterstrich sie. „Mit dieser Autobahn entsteht eine neue Lebensader
für die Region“, fuhr Mikl-Leitner fort. „Diese Lebensader haben wir
lange angestrebt“, betonte die Landeshauptfrau. Die Umfahrung
Drasenhofen werde eine wesentliche Entlastung und massive
Verbesserung für die Bürgerinnen und Bürger von Drasenhofen bringen.
Das Projekt stehe für Verkehrssicherheit, Verkehrsentlastung und mehr
Lebensqualität im Weinviertel, so Mikl-Leitner.

„Die A 5 zwischen Schrick und Poysbrunn hat es bereits vorgemacht:
Entlastung vom Schwerverkehr, Zeitersparnis, keine Staus mehr und vor
allem mehr Lebensqualität für die Menschen“, sagte Landtagspräsident
Karl Wilfing. „Mit diesem letzten Lückenschluss bis zur Grenze – der
Umfahrung Drasenhofen – können wir den Schwerverkehr nun endgültig
aus dem Ort verbannen und sorgen damit für einen Quantensprung in der
Lebensqualität für die Menschen in der Region“, hob er hervor. Durch
die Fertigstellung der A 5 werde nun auch das Wirtschaftswachstum
ansteigen, wie eine Studie belege, so Wilfing.

Landesrat Ludwig Schleritzko meinte: „Im Jahre 2018 investieren
ASFINAG und Land Niederösterreich in Summe 327 Millionen Euro in den
Ausbau des Bundes- und Landesstraßennetzes.“ Das sichere und schaffe
4.100 Arbeitsplätze im Land. Bei der Umfahrung Drasenhofen leiste das
Land Niederösterreich einen Kostenbeitrag in der Höhe von 4,5
Millionen Euro netto, hielt er fest.

Petr Hýbler aus der Region Südmähren sagte: Der Start der
Umfahrungsstraße Drasenhofen, als weiterer Abschnitt der neuen
Autobahn A 5, sei eine große Motivation für die Region Südmähren. Der
Investor für die Autobahn D52 auf der tschechischen Seite sei der
Staat, betonte Hýbler. Die südmährische Regierung versuche bereits
seit Jahren ihr Bestes zu geben, „um so schnell wie möglich die
Errichtung der Autobahn von Brünn nach Wien zu erreichen“, meinte er.
Auf tschechischer Seite werde die Verkehrsverbindung mittelfristig
verbessert, etwa durch die Umfahrung von Nikolsburg (Mikulov).

„Wir freuen uns bereits heute darauf, im Herbst 2019 die
Verkehrsfreigabe zu feiern. Dann haben wir gemeinsam unsere Ziele für
die Bevölkerung im nördlichen Weinviertel erreicht: Kürzere Wege,
mehr Sicherheit und die Verlagerung des Verkehrs von den Städten und
Gemeinden auf eine sichere Autobahn und Umfahrungsstraße“, sagte die
ASFINAG-Vorstandsdirektorin Karin Zipperer. „Mit der Umfahrung
Drasenhofen setzen wir ein weiteres regional wichtiges
Straßenbauprojekt im Weinviertel um. Dass wir auch für diesen
Abschnitt Gelder aus der Europäischen Union lukrieren konnten,
unterstreicht dessen Bedeutung“, meinte ASFINAG-Vorstandsdirektor
Klaus Schierhackl.

Mit dem Bau der Umfahrung Drasenhofen werde in absehbarer Zeit nun
auch die letzte Ortschaft an der A 5 vom Durchzugsverkehr befreit,
sagte Bürgermeister Reinhard Künzl und dankte dem Land
Niederösterreich für die Unterstützung. Zu Wort im Zuge des Festaktes
kamen noch: Alexander Walcher von der ASFINAG und
Nationalratsabgeordneter Christian Lausch. Musikalisch begleitet
wurde die Festveranstaltung von der Ortsmusik Drasenhofen.

Für die Bewohnerinnen und Bewohner von Drasenhofen, Steinebrunn,
Kleinschweinbarth und Stützenhofen soll die neue Umfahrung weniger
Durchzugsverkehr und damit spürbar mehr Lebensqualität bringen. Damit
der neue Abschnitt pünktlich Ende 2019 fertig wird, wurde bereits am
3. April mit den Bauarbeiten begonnen. Den Anfang machen die
Erdbauarbeiten im südlichen Abschnitt der Umfahrung. Damit sich die
neue Strecke gut in das hügelige Weinviertel einfügt, werden rund
eine Million Kubikmeter Erde abgebaggert und anschließend
wiederverwertet. Zeitgleich werden die Fundamente für insgesamt acht
Brücken errichtet. Diese werden „integral“ gebaut. Bei diesem
innovativen Verfahren bilden die feste Fahrbahn und die Brücken eine
Einheit. Diese Bauweise ist robuster und spart damit Wartungsaufwände
und Kosten.

Als Auffahrten auf die neue Strecke dienen zukünftig zwei
Kreisverkehre. Einer südlich und der zweite nördlich von Drasenhofen
auf der B 7. Bei Drasenhofen West wird eine Auffahrt in Richtung Wien
und eine Abfahrt in Richtung Drasenhofen errichtet. Für die
Lärmschutzdämme wird ausschließlich zuvor abgebaggertes Erdmaterial
wiederverwendet, fünf hochmoderne Gewässerschutzanlagen zur Reinigung
der Straßenabwässer sollen entstehen. Die Errichtung von zwei
Grünbrücken zur Erhaltung der Tierwanderwege und die
Wiederaufforstung von rund fünf Hektar Wiesen, Bäumen und Sträuchern
sind geplant.

Nähere Informationen: NÖ Straßendienst, Gerhard Fichtinger,
0676/812-60141, E-Mail gerhard.fichtinger@noel.gv.at.

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