Weltgesundheitstag 2018 – Gesundheit für alle

Flächendeckende Gesundheitsversorgung in Österreich gewährleistet, aber Verbesserungspotenzial bei Zugänglichkeit

Wien (OTS) - Anlässlich des Weltgesundheitstags 2018 veröffentlichte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammen mit der Weltbank einen Bericht, wonach über die Hälfte der Weltbevölkerung keinen umfassenden Zugang zu essenziellen Gesundheitsdienstleistungen hat.

Im Gegensatz dazu profitiert die österreichische Bevölkerung von einem qualitativ hochwertigen, flächendeckenden Gesundheitssystem mit niederschwelligem Zugang. Wer in Österreich krank wird, hat es in der Regel nicht schwer, medizinische Hilfe zu finden. Es stehen zahlreiche qualitativ hochwertige ambulante und stationäre Behandlungs- und Betreuungsangebote zur Verfügung. Die Kosten dafür werden meist von den Krankenversicherungen übernommen.

Die Zufriedenheit der österreichischen Bevölkerung sowohl mit der stationären als auch mit der ambulanten, niedergelassenen Versorgung ist überaus hoch. Mit dem Besuch in der Arztpraxis sind rund 81 Prozent der Befragten zufrieden, mit der medizinischen und pflegerischen Betreuung im Krankenhaus mehr als 70 Prozent.

Dem gegenüber ist der Bevölkerungsanteil mit unerfülltem Bedarf an medizinscher Untersuchung oder Behandlung in Österreich mit einer Rate von 0,2 Prozent sehr gering. Dies spricht dafür, dass in Österreich für alle gesellschaftlichen Schichten ein relativ ausgewogener Zugang zum Gesundheitssystem besteht.[1]

Dennoch gibt es auch in Österreich Verbesserungspotenzial, wenn es darum geht, das Ziel der WHO „Gesundheit für alle im 21. Jahrhundert“ zu erreichen. Auch wenn fast alle Menschen in Österreich krankenversichert sind, so ist der Zugang zum Gesundheitssystem doch nicht für alle Bevölkerungsgruppen gleich einfach.

Wir setzen uns für einen niederschwelligen Zugang zum Gesundheitssystem ein, sehen aber, dass es für manche Menschen größere Barrieren gibt als für andere. Das betrifft zum Beispiel ältere Personen und Menschen mit Migrationshintergrund. Es sind physische und psychische, aber auch sprachliche und kulturelle Faktoren, die hier ein Hindernis darstellen.

Deshalb ist es wichtig, das Gesundheitssystem dahingehend weiterzuentwickeln, dass es den Bedürfnissen sog. vulnerabler Gruppen noch besser gerecht wird und niemand zurückgelassen wird.

Ein Ansatz, wie das gelingen kann, ist die Förderung eines gesundheitskompetenten Gesundheitssystems. Dieses soll  es allen gleich leicht macht, sich darin zurechtzufinden und die benötigten Versorgungsleistungen in Anspruch zu nehmen. Ein Gesundheitssystem, das nicht nach Krankheiten, sondern nach den Erfordernissen der Menschen strukturiert ist. Dieses Ziel wird u.a. von der Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK) verfolgt.

Faire Gesundheitschancen für alle –  unabhängig von Alter, Einkommen, Geschlecht und Gesundheitszustand – sind ein Grundprinzip und zentrales Ziel der Gesundheitsziele Österreichs. Diese geben bis 2032 den Rahmen für eine gesundheitsförderliche Gesamtpolitik in Österreich vor und fußen auf der Gesundheit 2020 Strategie für die WHO Euroregion.

Ein Auszug aus den laufenden und geplanten Maßnahmen auf dem österreichischen Weg zur „Gesundheit für alle“:

  • Forcierung von Gesundheitsförderung und Prävention,
  • Etablierung einer Primärversorgung, die sich an den Bedürfnissen der Patienten orientiert
  • Stärkung des Hausarztes und der Gesundheitsversorgung vor Ort
  • Integrierte Versorgung bei chronisch Kranken
  • Flächendeckender Ausbau der Telefon- und webbasierten Erstversorgung


[1] Quelle: Zielsteuerung Gesundheit – Outcome-Messung im Gesundheitswesen, 2017

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