- 06.04.2018, 15:50:46
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Neueröffnung des Egon Schiele Museums in Tulln durch LH Mikl-Leitner
„Ein ganz großer Niederösterreicher“
Utl.: „Ein ganz großer Niederösterreicher“ =
St. Pölten (OTS/NLK) - Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner eröffnete
heute, Freitag, im Zuge eines großen Festaktes im Atrium des Tullner
Rathauses das neu gestaltete Egon Schiele Museum. Stargast der
Eröffnungsfeier war die Doyenne der Schiele-Forschung, die Texanerin
Alessandra Comini, die als Dank für ihr Engagement um das Egon
Schiele Museum Tulln mit dem „Großen Goldenen Ehrenzeichen für
Verdienste um das Bundesland Niederösterreich“ ausgezeichnet wurde.
„Egon Schiele war und ist ein ganz großer Niederösterreicher“,
betonte die Landeshauptfrau im Gespräch mit der Moderatorin des
Festaktes, Barbara Stöckl. Egon Schiele sei „ein Künstler von Welt“,
der die Menschen mit seinen Werken berühre und dabei von seiner
Heimat inspiriert worden sei, sagte sie weiters.
Das Bundesland Niederösterreich zeichne sich durch eine „unglaubliche
Dichte an Museen aus“, verwies die Landeshauptfrau u. a. auf das
Rainer-Museum in Baden oder das Karikaturmuseum in Krems. Bildende
Kunst sei in Niederösterreich aber „nicht nur in Museen sichtbar und
erlebbar, sondern auch im öffentlichen Raum“.
Ein besonderes Anliegen sei ihr die Vermittlung von Kunst und Kultur,
sagte Mikl-Leitner weiters. Das Egon Schiele Museum sei ein sehr
gutes Beispiel „für ein Museum auf der Höhe der Zeit, vor allem auch,
was die Kunstvermittlung betrifft“, weil hier modernste Technik
genutzt werde.
Einen besonderen Dank richtete Mikl-Leitner an die Schiele-Forscherin
Alessandra Comini. „Vielen Dank für Ihre Liebe zu Egon Schiele“,
meinte die Landeshauptfrau im Zuge der Überreichung des
Ehrenzeichens.
Comini bedankte sich „für die große Ehre“ und erinnerte an ihre
Forschungsreisen nach Österreich. „Ich habe mich in Niederösterreich
sofort zuhause gefühlt“, betonte sie in ihren Dankesworten.
Kurator Christian Bauer, der auch die Laudatio auf Comini hielt,
bezog sich im Gespräch mit der Moderatorin auf die Begründung des
Museums im Jahr 1990, als „hier in Tulln das erste
Schiele-Kompetenzzentrum überhaupt“ geschaffen worden sei. Wer einen
Künstler verstehen wolle, müsse sich auch dem Menschen annähern, und
im Museum in Tulln sei „eine Begegnung im privaten Ambiente“ möglich.
Geschäftsführer Matthias Pacher erläuterte, man habe das
Schiele-Gedenkjahr zum Anlass genommen, die Ausstellung in Tulln
„komplett neu aufzustellen“. Ein weiteres wichtiges Anliegen sei es
gewesen, „das Gebäude auch von außen attraktiv zu gestalten und
sichtbar zu machen“, verwies er u. a. auf die Fassadengestaltung und
den neuen Eingangsbereich.
„Wir sind stolz, dass Egon Schiele in Tulln geboren wurde“, sagte der
Tullner Bürgermeister Peter Eisenschenk. Er erinnerte an das Jahr
1990 und an „viele Persönlichkeiten, die vor vielen Jahren begonnen
haben, das Andenken an Egon Schiele hochzuhalten“.
Ab dem morgigen Samstag, 7. April, ist im Egon Schiele Museum Tulln
die Ausstellung „Egon Schiele privat – eine biographische Annäherung“
zu sehen. Anlässlich des 100. Todestages von Tullns berühmtestem Sohn
wurde das museale Kleinod komplett neu aufgestellt. Das Haus an der
Donau lädt anhand von Original-Kunstwerken von Egon Schiele und
Original-Tonaufnahmen von seiner Familie zu einer Reise durch das
Leben des Ausnahmekünstlers. Am ersten Ausstellungstag wird auch
Alessandra Comini unter dem Titel „Meine Begegnungen mit Melanie,
Gerti und Adele“ im Gespräch mit Christian Bauer, Kurator und
Direktor der neuen Landesgalerie Niederösterreich in Krems, im
Atelier des Egon Schiele Museums Tulln zu Gast sein. Weitere
Informationen zu Veranstaltungen und zum Museum gibt es auf der neu
gestalteten Website www.schielemuseum.at.
Nähere Informationen: Florian Müller, Öffentlichkeitsarbeit und
Kommunikation, Egon Schiele Museum Tulln, Mobil: 0664/60 49 99 11,
E-Mail: florian.mueller@museumnoe.at; Julia Schwanzer,
Bürgerinformation und Öffentlichkeitsarbeit Stadtgemeinde Tulln,
Tel.: 02272/69 01 31, E-Mail: julia.schwanzer@tulln.gv.at.
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