„Eine Erschütterung für das gesamte SV-System!“

FCG-Pöltl: „Die Ministerin ist über die AUVA offensichtlich äußerst schlecht informiert“

Wien (OTS) - Eine massive Protestwelle hat die Drohung der Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein ausgelöst, die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) auflösen zu wollen. Die Aussagen der Gesundheitsexperten zur unverständlichen Drohung reichten von „unverzichtbare Einrichtung“ über „fatale Folgen für Wien“ bis zu „massiven Mehrkosten“. Als Grund für die beabsichtigte Schließung hatte die FPÖ-Ministerin angegeben, dass die von der Regierung geforderten Einsparungen von 500 Millionen Euro bei der AUVA nicht erbracht werden könnten.
„Da ist die Ministerin offensichtlich äußerst schlecht informiert“, kritisiert der Wiener FCG-Landesgeschäftsführer Fritz Pöltl die blaue Ministerin scharf. Nicht nur, weil die AUVA die geforderte Einsparung „auf Punkt und Beistrich“ bis zum Jahresende auch erfüllen werde (die der AUVA aufgebürdeten versicherungsfremden Leistungen und Querfinanzierungen für andere Gesundheitseinrichtungen betragen derzeit schon mehrere 100 Millionen Euro) - sondern auch, weil mit einer Auflösung der AUVA besonders in Wien ein echter Notstand bei der Versorgung von Unfallopfern eintreten würde.
„Die Schließung der Unfallkrankenhäuser Lorenz Böhler und Meidling hätte für die Wiener fatale Folgen“, warnt Fritz Pöltl vor voreiligen Entscheidungen: „In der aktuellen Reformphase der AUVA würde dieser Schritt das gesamte Sozialversicherungssystem erschüttern.“ Versichert sind bei der AUVA selbstständig und unselbstständig Erwerbstätige, Kinder und Studenten. Die AUVA wird im Wesentlichen über Dienstgeberbeiträge finanziert, der von den Unternehmern zu leistende Unfallversicherungsbeitrag wurde zuletzt 2014 von 1,4 Prozent auf 1,3 Prozent gesenkt. Die Regierung strebt allerdings eine weitere Senkung auf 0,8 Prozent und damit um 500 Millionen Euro an. Diese Einsparungen wurden von der AUVA bis Ende des Jahres verlangt. „Nach drei Monaten will die Ministerin aber schon wissen, dass die AUVA das nicht schaffen werde. Das ist völlig unverantwortlich. Mit der Drohung gefährdet sie nämlich nicht nur den Bestand der hervorragenden Einrichtungen der AUVA, sie gefährdet damit auch die Gesundheit der Versicherten“, kritisiert Pöltl.

Rückfragen & Kontakt:

Fraktion christlicher Gewerkschafter Wien
KR Friedrich Pöltl
FCG-Landesgeschäftsführer
Tel.: 01/5344479481
Johann Böhm Platz 1
1020 Wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FCW0001