NÖ Ärztekammer gratuliert NÖ Gebietskrankenkasse zum 70er

Erfolgskonzept der regionalen Sozialpartnerschaft stärken und ausbauen

Wien (OTS) - „Die niederösterreichische Gebietskrankenkasse kann auf eine sehr erfolgreiche 70-jährige Geschichte zurückblicken, in der zahlreiche medizinische Gesundheitsprojekte gemeinsam mit der Ärztekammer für Niederösterreich umgesetzt werden konnten. Wir gratulieren unserem Partner sehr herzlich zu seinem runden Geburtstag!“, betont der Präsident der NÖ Ärztekammer, Dr. Christoph Reisner, MSc. 

Weiter auf regionale, erfolgreiche Zusammenarbeit setzen … 

Als Niederösterreichs größte Krankenkasse ist die NÖ Gebietskrankenkasse der wichtigste Vertragspartner für einen Großteil der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte Niederösterreichs und daher auch für die NÖ Ärztekammer. Die über die letzten Jahre gute und produktive Zusammenarbeit hat viel dazu beigetragen, dass das größte Bundesland Österreichs über ein sehr gut ausgebautes und bestens an die regionalen Bedürfnisse angepasstes Gesundheitswesen verfügt. So gibt es beispielsweise in keinem anderen Bundesland mehr Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner mit Kassenvertrag als in Niederösterreich. 

…. statt ein gut funktionierendes System zu zerschlagen

Eine gut funktionierende Gesundheitsversorgung ist regional, möglichst wohnortnah und muss sich an den Menschen der Region orientieren. Reisner meint dazu: „Genau das haben wir in Niederösterreich in jahrelanger Arbeit gemeinsam mit der NÖ Gebietskrankenkasse erreicht.“ Diese an die jeweilige Region angepasste Versorgung ist nun - nicht nur in Niederösterreich, sondern auch in allen anderen Bundesländern - durch die von der Politik geplante äußerst umstrittene Reform der Krankenkassen und die damit verbundene Zentralisierung bedroht. Verträge mit Ärzten sollen in Zukunft zentral in Wien verhandelt werden. Reisner: „Damit kommen die Bedürfnisse der Bewohner außerhalb Wiens zu kurz.“ Das verfassungsrechtlich verankerte Prinzip der Selbstverwaltung hat sich aus gutem Grund bewährt. Künftig sollen dennoch von der Regierung gemeinsam mit der Wirtschaft bestellte Direktoren und nicht mehr die Vertreter der Versicherten über deren Leistungen bestimmen. Hier geht es vor allem um die Zerschlagung der bestehenden Strukturen. 

Vorzeigeprojekte in Niederösterreich wie die Kinder- und Jugendpsychiatrie

Als Beispiel für die gute Zusammenarbeit mit der NÖ Gebietskrankenkasse nennt Reisner die kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung in der Niederlassung. Seit zehn Jahren nimmt Niederösterreich in diesem Bereich eine Vorreiterrolle ein. Aktuell gibt es acht Ärztinnen und Ärzte, die auf Kassenkosten eine kinder- und jugendpsychiatrische Behandlung in ihren Ordinationen anbieten. Weiters gibt es in Niederösterreich so viele Gruppenpraxen wie in keinem anderen Bundesland, exakt 113 Ordinationen. „In unserem Bundesland können Ärztinnen und Ärzte aus sechs unterschiedlichen sehr interessanten Gruppenpraxen-Modellen wählen. Auch dieses Beispiel zeigt die ausgezeichnete Kooperationsbereitschaft beider Seiten, die Vorteile sowohl für die Ärzteschaft als auch die Patienten bringt“, meint Reisner.

Salzburger Deklaration fordert Fortführung und Optimierung des bestehenden Netzwerkes

Reisner steht ebenso wie die Präsidenten der anderen acht Landesärztekammern in vollem Umfang zu den Aussagen und Forderungen der letzte Woche verabschiedeten „Salzburger Deklaration“, die unter anderem festhält, dass die Strukturen der Gesundheitsverwaltung ebenso regional sein müssen wie die Gesundheitsversorgung, die sich an den Menschen orientieren und möglichst wohnortnah sein muss. „Unser Sozialversicherungssystem baut sehr effizient und erfolgreich auf dem Subsidiaritätsprinzip auf. Durch die regionalen Gebietskrankenkassen und die regionalen Ärztevertretungen ist ein effizientes Netzwerk entstanden. Wir bekennen uns zu einer konstruktiven und gemeinsamen Weiterentwicklung des Gesundheitswesens. Eine Zerschlagung der leistungsstarken und sicheren Netzwerke auf Landesebene zugunsten einer zentralistischen Struktur auf Bundesebene lehnen wir jedenfalls ab“, betont Reisner abschließend.

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