Kein Denkmalschutz für Homöopathie

Die Gesellschaft für kritisches Denken und die Inititative Wissenschaftliche Medizin fordern gleiche Regeln für Homöopathika wie für andere Arzneien

Wien (OTS) - Legt man an die Homöopathie die gleichen wissenschaftlichen Maßstäbe wie für die konventionelle Medizin, stellt sich heraus, dass Homöopathie kein Medizinsystem, sondern eine esoterische Glaubenslehre ist.

Wir fordern die österreichischen Behörden auf, die Konsequenzen zu ziehen und den Denkmalschutz für Homöopathika aufzuheben. Wir fordern:

  • Keine bloße Registrierung für Homöopathika mehr! Die Wirksamkeit der Produkte muss nachgewiesen werden!  Homöopathika müssen denselben gesetzlichen Zulassungskriterien unterworfen werden, wie die Medikamente, die sie angeblich ersetzen können.
  • Keine lateinischen Bezeichnungen mehr! Ausgangssubstanz und Indikation sollen auf Homöopathika in deutscher Sprache präzise angegeben werden mitsamt dem Zusatz: „Es fehlt der Nachweis, dass dieses Mittel gegen eine Krankheit wirkt. Eine Wirksamkeit ist nach den Erkenntnissen der Naturwissenschaften unmöglich.“
  • Bisher registrierte Homöopathika raus aus der Apotheke! Diese Produkte sind keine Medikamente, sondern Nahrungsergänzungsmittel ohne medizinische Wirksamkeit. Derartige Mittel haben ihren Platz in Super- oder Drogeriemärkten.
  • Die homöopathische Glaubenslehre raus aus den Universitäten! Im Studium der Human- und Veterinärmedizin sollte im Rahmen einer Pflichtveranstaltung über dieses Pseudomedizinverfahren kritisch informiert werden, um später Patienten, die danach verlangen, sachdienlich beraten zu können.
  • Schluss mit der Ausbildung und Ausgabe von Diplomen durch die Ärzte- und Tierärztekammern! Unsinn bleibt Unsinn, auch in der Hand von Ärzten und Tierärzten. Es besteht bei Mensch und Tier das Risiko, dass eine ernsthafte Krankheit übersehen und eine notwendige Behandlung verzögert wird.

Der wissenschaftliche Beirat der Europäischen Union, EASAC, ein Verbund der 29 nationalen wissenschaftlichen Akademien, stellt nach intensiven Recherchen fest: „Es gibt keinen Beweis, dass Homöopathie über den Placeboeffekt hinaus wirksam ist. Die Behauptungen der Homöopathie sind unplausibel.“ Das meinen auch die Gesundheitsbehörden von Belgien, Polen, den USA, Kanada und Australien. In Spanien werden Homöopathika nicht mehr registriert. In Großbritannien und in Australien werden sie von der öffentlichen Hand nicht mehr bezahlt. Die tierärztlichen Vereinigungen von Großbritannien und Australien fordern dazu auf nur evidenzbasierte Methoden anzuwenden.

Es ist höchste Zeit in Österreich die Scheinmedizin nicht mehr zu fördern.  Schluss mit dem Denkmalschutz für Homöopathie!

GHkD, Gesellschaft für kritisches Denken, www.skeptiker.at  
Initiative für wissenschaftliche Medizin, www.initiative-wissenschaftliche-medizin.at

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Dr. Krista Federspiel
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