- 05.04.2018, 09:30:16
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20 Jahre Lokale Agenda 21 Wien: Gemeinsam machen wir unsere Stadt nachhaltig
Wien (OTS) - Von der barrierefreien Thurnstiege am Alsergrund bis zum
Lasten-Leihrad auf der Landstraße: In 20 Jahren hat die Lokale Agenda
21 Wien viel erreicht. Auf dem Weg in das 21. Jahrhundert hat sie
viele Leuchtturmprojekte realisiert und so manche Stufe bewältigt.
Das macht sie zu einem Erfolgsmodell der Wiener
BürgerInnenbeteiligung.
Heuer feiern wir mit allen, die sich für eine nachhaltige
Stadtentwicklung engagieren, unser Jubiläum. Dazu startet am 9. April
ein Programm mit 10 Stationen quer durch die Bezirke und zeigt,
welche Projekte wir aktuell umsetzen. Zum Abschluss lädt der Verein
zum Jubiläumsfest mit Resümee und Ausblick in die Zukunft. Denn bis
zur obersten Stufe der Treppe wollen wir noch einiges erreichen –
gemeinsam für ein lebenswertes und zukunftsfähiges Wien.
Mitarbeiten statt matschkern
Unter diesem Motto wurde 1998 ein neues Modell für Wien entwickelt,
das auch heute noch einzigartig ist. Parteiübergreifend treffen
BezirksvertreterInnen und BürgerInnen zusammen, besprechen
Verbesserungsideen für den Bezirk und planen Projekte, die gemeinsam
mit der Verwaltung realisiert werden. Von der barrierefreien
Thurnstiege über Car-Sharing und Leihrad bis hin zu Grätzlgarten und
Begrünung der Porzellangasse – mit diesen Projekten wurde bereits
Ende der 90er Jahre Pionierarbeit für ein nachhaltiges Wien
geleistet.
„Mit der LA21 Wien werden die BürgerInnen zu Macherinnen und Machern
und verbessern das Leben in ihrer Nachbarschaft nachhaltig“, ist
Maria Vassilakou, Vorsitzende des Vereins LA21 Wien und
Vize-Bürgermeisterin, von der Wirkung des Wiener Modells überzeugt.
Daher soll es künftig noch mehr Bezirken ermöglicht werden
teilzunehmen.
Hans Benke, Bezirksvorsteher der ersten Stunde, erinnert sich: „Wir
wollten eine bessere Verbindung von BürgerInnen und Politik
erreichen. Die Lokale Agenda ist die gelebte Umsetzung dieser
Forderung. Es geht darum, Demokratie zu lernen und zu üben.“
BürgerInnen erhielten erstmals die Möglichkeit, ihre Interessen im
Bezirk einzubringen und eigene Projekte umzusetzen mit dem Ziel, mehr
Lebensqualität für alle zu schaffen.
BürgerInnen-Power für die Zukunft
Die Beteiligungslandschaft ist mittlerweile viel bunter geworden,
nicht zuletzt dank der LA21 Wien. Und auch die Themen sind heute
vielfältiger. Ob Tausch-Kühlschränke, Sprachcafés, Spieleverleih oder
ReuMädchenplatz – immer wieder entstehen neue Initiativen. Die
Projekte in der LA21 Wien konzentrieren sich meist auf den
öffentlichen Raum, nachhaltige Mobilität und das gute Zusammenleben.
Genau diese Bereiche sind in einer wachsenden Stadt wie Wien von
zentraler Bedeutung.
Seit 2015 führt der Verein LA21 Wien zudem das Aktionsprogramm
Grätzloase durch, das alle WienerInnen einlädt, Aktionen zur Belebung
des Freiraums zu starten. Damit wurden allein in den letzten drei
Jahren rund 140 Grätzloasen mit mehr als 700 Events verwirklicht –
Tendenz steigend.
Das Jubiläums-Programm startet am 9. April in Währing und wird
laufend auf der Homepage www.la21wien.at/20jahre.html aktualisiert.
Aktuelle Infos finden Sie auch unter www.facebook.com/LA21Wien
Die Lokale Agenda 21 Wien ist ein Programm, das vom Verein Lokale
Agenda 21 Wien im Auftrag der Stadt Wien umgesetzt wird. Es führt
seit 1998 mit Bezirksvertretungen in verschiedenen Bezirken
BürgerInnenbeteiligungsprozesse durch mit dem Ziel einer nachhaltigen
Stadtentwicklung. Aktuell nehmen die Innere Stadt, Landstraße,
Wieden, Neubau, Josefstadt, Alsergrund, Favoriten, Währing,
Donaustadt und Liesing daran teil.
Das Wiener Programm basiert auf dem Aktionsprogramm Agenda 21, das im
Jahr 1992 auf der UN Konferenz für Nachhaltigkeit und Entwicklung
beschlossen worden ist sowie auf der Aalborg Charta und den Aalborg
Committments, die von der Stadt Wien unterzeichnet worden sind.
UN-Nachfolgeprogramm ist aktuell die Agenda 2030 für nachhaltige
Entwicklung.
Ein weiteres Programm, das der Verein seit 2015 erfolgreich
durchführt, ist das Aktionsprogramm Grätzloase. Es läuft in ganz Wien
und ermöglicht BewohnerInnen, Aktionen zur Belebung des Freiraums
umzusetzen.
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