• 29.03.2018, 13:11:56
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  • OTS0119

EU-Bericht über Anreize für pharmazeutische Innovationen

Innovation muss im Zentrum der Kommissionsstrategie stehen, sagen Europäische NGOs

Utl.: Innovation muss im Zentrum der Kommissionsstrategie stehen,
sagen Europäische NGOs =

Wien (OTS) - Während die Europäische Kommission die Veröffentlichung
ihres langerwarteten und kontroversen Berichts zu Anreizen für
pharmazeutische Innovationen vorbereitet, mahnen 10 Think Tanks und
NGOs aus 7 europäischen Ländern heute in der Studie „Civil Society
Statement on the EU`s Intellectual Property Incentieves Review“ an,
dass Politiker Innovationen in den Mittelpunkt stellen sollten.

„Innovation ist von höchster Bedeutung für Europas zukünftiges
Wirtschaftswachstum. Trotzdem geben EU-Mitgliedsstaaten zu wenig für
Forschung und Entwicklung aus und werden von anderen Nationen wie den
USA, Japan, Südkorea und Australien übertroffen“, sagt Philip Stevens
vom Geneva Network, ein Mitverfasser des Berichts, der von zehn
europäischen Denkfabriken unterschrieben wurde.

„Die Europäischen Gesellschaften altern und wir brauchen dringend
neue technologische Lösungen, um die negativen wirtschaftlichen und
budgetären Effekte zu mindern. Es gibt einen wachsenden Bedarf für
neue medizinische Methoden, um Krankheiten zu heilen, welche
besonders ältere Menschen betreffen, wie zum Beispiel neurologische
Krankheiten und Krebs“, sagt er.

„Intellektuelle Eigentumsrechte sind eine Schlüsselkomponente in der
europäischen Innovation, aber die Kommission scheint bereit, deren
weitere Erosion zugunsten der Generikaproduktion zu empfehlen. Dies
würde Europas Pharmaforschung und - industrie gegenüber ihrer
Hauptkonkurrenten ins Hintertreffen setzen, von denen viele bereits
intellektuelle Eigentumsrechte stärken, um Innovation zu fördern,“
sagt Barbara Kolm, eine weitere Mitautorin der Think Tank Studie und
die Direktorin des Austrian Economics Centers.

Intellektuelle Eigentumsrechte zu schwächen würde auch die Forschung
und Entwicklung im Bereich der Alterskrankheiten treffen, da diese
wissenschaftlich herausfordernd, teuer und enorm zeitaufwendig sind.

„Europa benötigt dringend mehr Innovation, aber die Kommission
scheint bereit dazu zu sein, um kurzfristig Gesundheitskosten zu
verringern und die Produktion von wirkstoffgleichen Arzneimitteln auf
dem Kontinent zu fördern, die Innovationskapazität der EU zu
untergraben,“ sagte Stevens. „Bedenkt man die enormen
Herausforderungen, die auf Europa zukommen, wäre das ein großer
Fehler.“

Das zivilgesellschaftliche Statement zum EU-Bericht über innovative
Anreize (unterschrieben von 10 Organisationen aus 7 Ländern)kann hier
heruntergeladen werden:
https://www.ots.at/redirect/innovation1

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