Katastrophales Urteil für das Klima

"System Change, not Climate Change!” übt scharfe Kritik an der Genehmigung der dritten Piste

Wer jetzt noch in emissionsintensive Infrastrukturprojekte wie eine dritte Piste investiert, gießt klimaschädliche Mobilität in Beton. Stattdessen muss die Politik umdenken und in den Ausbau zukunftsweisender Mobilität investieren. Wir brauchen nachaltige Beschäftigungsmöglichkeiten anstatt weitere prekäre Arbeitplätze in der Flugindustrie
Luzia Strasser
Das dadurch beabsichtigte Beschleunigen von Genehmigungsverfahren hebelt sowohl Klima- und Umweltschutz als auch Bürger*innenrechte massiv aus
Luzia Strasser
Eine dritte Piste ist absolut unnötig. Die Anzahl von Flügen wird noch weiter sinken, wenn wir endlich Kerosin besteuern und Kurzstreckenflüge auf die Schiene verlagern. Zwei Drittel der Passagiere in Schwechat fliegen kürzer als 1.000 Kilometer!
Magdalena Heuwieser
Wenn wir uns die Zukunft nicht verbauen wollen, dann ist ein Stopp der dritten  Piste essentiell
Magdalena Heuwieser
Jetzt, da die Gerichte den Bau der dritten Piste grundsätzlich genehmigt haben, sind wir als Zivilgesellschaft, die sich für ein gutes Leben für alle einsetzt, umso mehr gefragt. Sollte es zu einem Baustart kommen, so werden wir uns verstärkt gegen diesen sinnlosen Wahnsinn einsetzen. Denn bei der dritten Piste geht es um viel mehr als einen Flughafenausbau. Sie ist der wichtigste Schauplatz Österreichs im Kampf um Klimagerechtigkeit und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Die dritte Piste in Schwechat muss zu einem neuen Hainburg werden
Magdalena Heuwieser

Wien (OTS) - Die Klimabewegung „System Change, not Climate Change!“ kritisiert die Genehmigung des klimaschädlichsten Großprojekts Österreichs – den Bau der 3. Piste – scharf und kündigt die Weiterführung der Proteste an. Wieder einmal siegten kurzfristige Profitinteressen über die negativen Folgen des Baus der dritten Piste: Lärmzunahme und Gesundheitsrisiken sowie Verschärfung der Klimakrise mit katastrophalen Auswirkungen insbesondere für Menschen im Globalen Süden.

Wer jetzt noch in emissionsintensive Infrastrukturprojekte wie eine dritte Piste investiert, gießt klimaschädliche Mobilität in Beton. Stattdessen muss die Politik umdenken und in den Ausbau zukunftsweisender Mobilität investieren. Wir brauchen nachaltige Beschäftigungsmöglichkeiten anstatt weitere prekäre Arbeitplätze in der Flugindustrie“, sagt Luzia Strasser von „System Change!“. Die derzeitige Debatte um die Staatszielbestimmung setzt hier die falschen Signale und legitimiert unhinterfragtes Wachstum anstatt sich am Gemeinwohl zu orientieren. „Das dadurch beabsichtigte Beschleunigen von Genehmigungsverfahren hebelt sowohl Klima- und Umweltschutz als auch Bürger*innenrechte massiv aus“, so Luzia Strasser weiter.

Laut Statistik Austria gab es im Jahr 2008 rund 266.206 Flugbewegungen in Wien-Schwechat, 2016 waren es nur 226.395. „Eine dritte Piste ist absolut unnötig. Die Anzahl von Flügen wird noch weiter sinken, wenn wir endlich Kerosin besteuern und Kurzstreckenflüge auf die Schiene verlagern. Zwei Drittel der Passagiere in Schwechat fliegen kürzer als 1.000 Kilometer!“, so die Aktivistin Magdalena Heuwieser. Der Bedarf für eine neue Piste ist nicht da, er wird künstlich geschaffen. „Wenn wir uns die Zukunft nicht verbauen wollen, dann ist ein Stopp der dritten  Piste essentiell“, warnt die “System Change!”-Aktivistin Karoline Kalke.

Jetzt, da die Gerichte den Bau der dritten Piste grundsätzlich genehmigt haben, sind wir als Zivilgesellschaft, die sich für ein gutes Leben für alle einsetzt, umso mehr gefragt. Sollte es zu einem Baustart kommen, so werden wir uns verstärkt gegen diesen sinnlosen Wahnsinn einsetzen. Denn bei der dritten Piste geht es um viel mehr als einen Flughafenausbau. Sie ist der wichtigste Schauplatz Österreichs im Kampf um Klimagerechtigkeit und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Die dritte Piste in Schwechat muss zu einem neuen Hainburg werden“, so Magdalena Heuwieser abschließend. Die Aktivist*innen von „System Change!“ setzten daher mit einer Kletterakton vor dem Verkekehrsministerium ein klares Zeichen gegen dieses klimaschädliche Großprojekt und für eine zukunftsfähige Mobilität. In roten Anzügen markierten sie die rote Linie, die das Wachstum klimaschädlicher Sektoren nicht überschreiten darf, um die Klimakrise nicht weiter zu verschärfen.

Fotos zur freien Verfügung: https://bit.ly/2pR2qVF

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