ORF RSO Wien im April: Österreichische Erstaufführung von Anna Thorvaldsdottirs „Aeriality“ live in Ö1

Wien (OTS) - Am 6. April tritt das ORF Radio-Symphonieorchester Wien gemeinsam mit Håkan Hardenberger (Trompete) im Musikverein Wien auf und am 13. April findet die Österreichische Erstaufführung des Werkes „Aeriality“ von Anna Thorvaldsdottir im Wiener Konzerthaus statt. Ö1 überträgt beide Konzerte live. Gastspiele in Köln (22. April) und Linz (23. April) und eine „Klassische Verführung“ im ORF RadioKulturhaus (27.4.) komplettieren das Programm.

Am Freitag, den 6. April tritt das ORF Radio-Symphonieorchester Wien mit Håkan Hardenberger (Trompete) unter Dirigent John Storgårds im Musikverein Wien auf. Auf dem Programm steht „Nobody knows de trouble I see“ von Bernd Alois Zimmermann. Hardenberger war einer der wenigen, der sich vor gut 20 Jahren an dieses 1954 entstandene Trompetenkonzert von Bernd Alois Zimmermann heranwagte. Bis dahin galt das auf einem bekannten Spiritual basierende Werk als praktisch unspielbar. Die Synthese unterschiedlicher musikalischer Stilelemente sollte laut Zimmermann „einen Weg der brüderlichen Verbindung zeigen“ – eine Anspielung auf die in den 1950er Jahren in Amerika vorherrschenden Rassenkonflikte. Weiters sind Gunther Schullers „Seven Studies on Themes of Paul Klee“ zu hören und Antonín Dvořáks neunte Symphonie „Aus der Neuen Welt“. Mit seiner Berufung zum Direktor des National Conservatory of Music in New York 1892 wurde Dvořák gebeten, Amerika zu einer „Nationalmusik“ zu verhelfen. Dazu studierte er die „heimischen Melodien“, die er vor allem in den musikalischen Traditionen der Afro-Amerikaner und der Indianer fand. Diese Traditionen schlugen sich in seiner neunten Symphonie nieder, verbunden mit der Größe und schier endlosen Weite des Landes. Das Konzert wird ab 19.30 Uhr live in Ö1 übertragen.

Am Freitag, den 13. April spielt das ORF RSO Wien unter Chefdirigent Cornelius Meister im Wiener Konzerthaus die österreichische Erstaufführung des Werkes „Aeriality“ der isländischen Komponistin Anna Thorvaldsdottir. Der Violinist Kristóf Baráti debütiert an diesem Abend beim RSO Wien und hat sich dafür das erste Violinkonzert seines Landsmanns Béla Bartók ausgesucht. Eine Rarität folgt nach der Konzertpause: Pjotr Iljitsch Tschaikowskys zweite Symphonie, die in dessen Schaffen einen besonderen Stellenwert einnimmt, denn so volksnah und unbeschwert schrieb er danach nicht wieder. Der Beiname die „Kleinrussische“ bezieht sich auf die Ukraine (damals als „Kleinrussland“ tituliert), von wo er sich mehrere Volkslieder ausborgte, um sie in der Symphonie zu verarbeiten. Mit diesem Werk schließen Cornelius Meister und das RSO Wien ihr Projekt der frühen und unbekannten Tschaikowsky-Symphonien ab. Ö1 sendet das Konzert live ab 19.30 Uhr.

Am 22. April gastiert das RSO Wien unter der Leitung von Chefdirigent Cornelius Meister in der Kölner Philharmonie (18.00 Uhr) und am 23. April im Linzer Brucknerhaus (19.30 Uhr). Begleitet werden sie von Kristóf Baráti (Violine), mit ihm wird Béla Bartóks „Konzert für Violine und Orchester Nr. 1“ zur Aufführung gebracht. Bei beiden Terminen erklingen zudem Alexander Zemlinskys Symphonische Dichtung „Die Seejungfrau“ und Friedrich Cerhas „Drei Sätze für Orchester“.

Am Freitag, den 27. April steht eine „Klassische Verführung“ auf dem Programm: Das ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter Chefdirigent Cornelius Meister stellt im ORF RadioKulturhaus Franz Schuberts Ouverture zu „Die Zauberharfe“ und seine 8. Symphonie vor. Was den Zeitgenossen aufgrund der einstündigen Spieldauer verdächtig war, gilt heute als Höhepunkt der Wiener Klassik. Mit Schuberts Symphonie und ihrem zauberhaften Horn-Thema in den Anfangstakten ist eine Verführung zur Klassik ein Leichtes. Moderatorin Teresa Vogl und Orchesterintendant Christoph Becher schauen gemeinsam mit Chefdirigent Cornelius Meister und dem ORF RSO Wien genau hin: Was berührt seit Generationen an Schuberts Musik? Welchen Stellenwert hat sie gegenüber Beethoven, den Schubert mit scheuer Ehrfurcht betrachtete? Und warum vergehen die himmlischen Längen dieser Symphonie wie im Fluge? Details zum Konzertprogramm des RSO Wien sind abrufbar unter http://rso.orf.at.

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