- 28.03.2018, 09:38:51
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ORF RSO Wien im April: Österreichische Erstaufführung von Anna Thorvaldsdottirs „Aeriality“ live in Ö1
Wien (OTS) - Am 6. April tritt das ORF Radio-Symphonieorchester Wien
gemeinsam mit Håkan Hardenberger (Trompete) im Musikverein Wien auf
und am 13. April findet die Österreichische Erstaufführung des Werkes
„Aeriality“ von Anna Thorvaldsdottir im Wiener Konzerthaus statt. Ö1
überträgt beide Konzerte live. Gastspiele in Köln (22. April) und
Linz (23. April) und eine „Klassische Verführung“ im ORF
RadioKulturhaus (27.4.) komplettieren das Programm.
Am Freitag, den 6. April tritt das ORF Radio-Symphonieorchester
Wien mit Håkan Hardenberger (Trompete) unter Dirigent John Storgårds
im Musikverein Wien auf. Auf dem Programm steht „Nobody knows de
trouble I see“ von Bernd Alois Zimmermann. Hardenberger war einer der
wenigen, der sich vor gut 20 Jahren an dieses 1954 entstandene
Trompetenkonzert von Bernd Alois Zimmermann heranwagte. Bis dahin
galt das auf einem bekannten Spiritual basierende Werk als praktisch
unspielbar. Die Synthese unterschiedlicher musikalischer Stilelemente
sollte laut Zimmermann „einen Weg der brüderlichen Verbindung zeigen“
– eine Anspielung auf die in den 1950er Jahren in Amerika
vorherrschenden Rassenkonflikte. Weiters sind Gunther Schullers
„Seven Studies on Themes of Paul Klee“ zu hören und Antonín Dvořáks
neunte Symphonie „Aus der Neuen Welt“. Mit seiner Berufung zum
Direktor des National Conservatory of Music in New York 1892 wurde
Dvořák gebeten, Amerika zu einer „Nationalmusik“ zu verhelfen. Dazu
studierte er die „heimischen Melodien“, die er vor allem in den
musikalischen Traditionen der Afro-Amerikaner und der Indianer fand.
Diese Traditionen schlugen sich in seiner neunten Symphonie nieder,
verbunden mit der Größe und schier endlosen Weite des Landes. Das
Konzert wird ab 19.30 Uhr live in Ö1 übertragen.
Am Freitag, den 13. April spielt das ORF RSO Wien unter
Chefdirigent Cornelius Meister im Wiener Konzerthaus die
österreichische Erstaufführung des Werkes „Aeriality“ der
isländischen Komponistin Anna Thorvaldsdottir. Der Violinist Kristóf
Baráti debütiert an diesem Abend beim RSO Wien und hat sich dafür das
erste Violinkonzert seines Landsmanns Béla Bartók ausgesucht. Eine
Rarität folgt nach der Konzertpause: Pjotr Iljitsch Tschaikowskys
zweite Symphonie, die in dessen Schaffen einen besonderen Stellenwert
einnimmt, denn so volksnah und unbeschwert schrieb er danach nicht
wieder. Der Beiname die „Kleinrussische“ bezieht sich auf die Ukraine
(damals als „Kleinrussland“ tituliert), von wo er sich mehrere
Volkslieder ausborgte, um sie in der Symphonie zu verarbeiten. Mit
diesem Werk schließen Cornelius Meister und das RSO Wien ihr Projekt
der frühen und unbekannten Tschaikowsky-Symphonien ab. Ö1 sendet das
Konzert live ab 19.30 Uhr.
Am 22. April gastiert das RSO Wien unter der Leitung von
Chefdirigent Cornelius Meister in der Kölner Philharmonie (18.00 Uhr)
und am 23. April im Linzer Brucknerhaus (19.30 Uhr). Begleitet werden
sie von Kristóf Baráti (Violine), mit ihm wird Béla Bartóks „Konzert
für Violine und Orchester Nr. 1“ zur Aufführung gebracht. Bei beiden
Terminen erklingen zudem Alexander Zemlinskys Symphonische Dichtung
„Die Seejungfrau“ und Friedrich Cerhas „Drei Sätze für Orchester“.
Am Freitag, den 27. April steht eine „Klassische Verführung“ auf
dem Programm: Das ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter
Chefdirigent Cornelius Meister stellt im ORF RadioKulturhaus Franz
Schuberts Ouverture zu „Die Zauberharfe“ und seine 8. Symphonie vor.
Was den Zeitgenossen aufgrund der einstündigen Spieldauer verdächtig
war, gilt heute als Höhepunkt der Wiener Klassik. Mit Schuberts
Symphonie und ihrem zauberhaften Horn-Thema in den Anfangstakten ist
eine Verführung zur Klassik ein Leichtes. Moderatorin Teresa Vogl und
Orchesterintendant Christoph Becher schauen gemeinsam mit
Chefdirigent Cornelius Meister und dem ORF RSO Wien genau hin: Was
berührt seit Generationen an Schuberts Musik? Welchen Stellenwert hat
sie gegenüber Beethoven, den Schubert mit scheuer Ehrfurcht
betrachtete? Und warum vergehen die himmlischen Längen dieser
Symphonie wie im Fluge? Details zum Konzertprogramm des RSO Wien sind
abrufbar unter http://rso.orf.at.
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