„kulturMontag“ am 26. März: „Faust“ in der Kunst, Ungarn vor der Wahl und Roma-Kultur

Außerdem: Neues Porträt über österreichischen Stardesigner „Helmut Lang – Meister der Coolness“

Wien (OTS) - Der von Clarissa Stadler moderierte kulturMontag“ am 26. März 2018 um 22.30 Uhr in ORF 2 präsentiert eine spannende Themenpalette: So befasst sich die Sendung mit „Faust“ in der Kunst:
Goethes Drama hat seit seiner Veröffentlichung im frühen 19. Jahrhundert unzählige Künstlerinnen und Künstler fasziniert und zu eigenen Schöpfungen inspiriert, wie die Ausstellung „Du bist Faust“ in der Kunsthalle München zeigt. Weiters blickt der „kulturMontag“ nach Ungarn und befragt anlässlich der Parlamentswahlen am 8. April Künstlerinnen und Künstler zur aktuellen politischen Situation in unserem Nachbarland. Zu Gast im Studio dazu ist der ungarische Dirigent Ádám Fischer, der zu Ostern das traditionelle Konzert „Frühling in Wien“ im Musikverein dirigiert (am 1. April live-zeitversetzt in ORF III, am 2. April in ORF 2). Am 8. April ist auch Internationaler Tag der Roma: Aus diesem Anlass blickt die Sendung anhand zweier Kunstprojekte auf die Lebenswelt und Kultur der Roma.
Anschließend an das Magazin präsentiert ORF 2 das Filmporträt „Helmut Lang – Meister der Coolness (23.15 Uhr) über den berühmten österreichischen Modedesigner.

„Du bist Faust“ – Goethes Drama in der Kunst und Gegenwart

Johann Wolfgang von Goethes Tragödie „Faust“ war und ist Inspirationsquelle für Künstlerinnen und Künstler aller Sparten und steht derzeit im Zentrum der Münchner Kulturwelt: Fünf Monate dauert das am 23. Februar eröffnete große „Faust“-Festival in der bayerischen Hauptstadt. Eine der zentralen Veranstaltungen ist die Ausstellung: „Du bist Faust. Goethes Drama in der Kunst“. Mit rund 150 Werken, Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen, Filmen und vielem mehr führt ein Parcours durch die Handlung des berühmten Dramas. Der „kulturMontag“ hat die Schau besucht und geht der Frage nach, was Faust für uns heute bedeutet, wie viel Faust in jedem von uns heute steckt.

Ungarn wählt – Ungarische Künstler und Kulturschaffende über die Situation in ihrem Land

Das Thema Kultur spielt im aktuellen ungarischen Wahlkampf so gut wie gar keine Rolle. Von staatlichen Finanzierungen abhängige Institutionen scheuen vor öffentlichen Stellungnahmen zurück, kritische Geister wie Theatermacher Árpád Schilling werden gar als „potenzielle Vorbereiter staatsfeindlicher Aktivitäten“ apostrophiert. Nationalismus wird großgeschrieben. Der „kulturMontag“ hat Schilling getroffen, spricht mit Politologen und Publizisten. Ádám Fischer, der ehemals als „Wirtschaftsflüchtling“, wie er selbst sagt, seine Heimat verlassen hat und längst als international gefeierter Dirigent auf allen Bühnen dieser Welt zu Hause ist, kommt zum Gespräch ins Studio.

„Werde glücklich!“ – Samuel Mágós Kurzgeschichten über Roma in Wien und Budapest

In seinem zweisprachigen Erzählband „Der Glücksmacher“, den er gemeinsam mit seinem Bruder Károly verfasst hat, berichtet Autor und Roma-Aktivist Samuel Mágó aus der Lebenswelt der Roma. Ihre Erzählungen beruhen auf eigenen Familiengeschichten und entwickeln sich entlang wichtiger zeitgeschichtlicher Eckdaten wie der NS-Zeit, der ungarischen Revolution 1956 und dem Fall des Eisernen Vorhangs bis in die Gegenwart. Geboren in Budapest in eine traditionsreiche Musikerfamilie und aufgewachsen in Wien, führt Samuel Mágó durch seine Heimatstadt und spricht im „kulturMontag“ kurz vor dem internationalen Roma-Tag am 8. April darüber, was es heute bedeutet, Roma zu sein. Christine Turnauer nähert sich den Roma auf ganz andere Weise. Für ihr neues Buch hat die Fotografin Roma von Indien über Bulgarien und Rumänien bis zum Kosovo besucht und fernab aller kitschigen Klischees Menschen fotografiert, „bei deren Anblick wir nicht Mitleid, sondern Bewunderung verspüren“, so der Schriftsteller Karl-Markus Gauß in einer Würdigung.

Dokumentation „Helmut Lang – Meister der Coolness“ (ab 23.15 Uhr):

Helmut Lang, einer der einfallsreichsten Modedesigner der 1990er Jahre, steht für ausgeklügelten Minimalismus und einen androgynen Look. Seine Mode hat das sich verändernde Rollenbild von Frau und Mann mitgeprägt. Zur Mode kam der damalige Aushilfskellner im Wiener Szenelokal „Motto“ über befreundete Künstler wie Martin Kippenberger oder Kurt Kocherscheidt. Der Chef der hochpreisigen Luxusmarke mit seinem eigenen Namen kommt aus kleinen Verhältnissen und wuchs als Halbwaise auf. Claudia Müllers vielschichtiges Porträt entdeckt den Künstler und auch das einsame Kind, das Lang einst war. Es führt in die Modemetropolen New York und Paris, aber auch in den 22. Wiener Gemeindebezirk, wo Lang einen Teil seiner Kindheit und seiner Jugend verbrachte.

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