EU lässt Bienen und Schmetterlinge weiter zappeln

Alle Experten bestätigen, dass Neonicotinoide eine wesentliche Bedrohung für Bestäuber sind, ganz besonders für Bienen und Schmetterlinge. Wir wissen auch, dass allein in Österreich die Hälfte der Schmetterlingsarten auf der roten Liste steht. Das wird in anderen Ländern nicht weniger dramatisch sein – und die Regierungen Europas schauen diesem Sterben weiter zu.
Mag. Alois Wichtl, Geschäftsführer bellaflora
Wir können nicht länger auf den Gesetzgeber warten, wir brauchen die Bestäuber. Nicht nur, weil sie schön anzusehen sind, sondern weil wir ohne sie unsere Lebensmittel nicht produzieren können. Wir alle tragen Verantwortung für die kommenden Generationen.
Mag. Alois Wichtl, Geschäftsführer bellaflora
Jeder Garten, jeder Balkon und jede Dachterrasse kann eine Überlebensinsel für Bestäuber sein, sodass sie den Weg zu größere Nahrungsgebieten finden. Neonicotinoide brauchen wir nicht, Schmetterlinge dagegen schon.
Mag. Alois Wichtl, Geschäftsführer bellaflora

Leonding (OTS) - Wie Ö1 vor wenigen Minuten berichtete, verschiebt die Europäische Kommission zum wiederholten Mal die Abstimmung zum generellen Verbot der hochgiftigen Neonicotinoide im Freiland. Ein Zögern, das bellaflora Geschäftsführer Mag. Alois Wichtl heftig kritisiert: „Alle Experten bestätigen, dass Neonicotinoide eine wesentliche Bedrohung für Bestäuber sind, ganz besonders für Bienen und Schmetterlinge. Wir wissen auch, dass allein in Österreich die Hälfte der Schmetterlingsarten auf der roten Liste steht. Das wird in anderen Ländern nicht weniger dramatisch sein – und die Regierungen Europas schauen diesem Sterben weiter zu.

Schon für den Mai 2017 war eine Abstimmung angekündigt, dann aber auf Dezember 2017 verschoben worden. Man wolle noch auf eine wissenschaftliche Bewertung durch die EFSA warten (European Food Safety Auhortiy), hieß es dann. Diese Bewertung liegt seit 28. Februar vor und bestätigt einmal mehr, dass die drei Insektizide Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam Bestäuber bedrohen und dass die 2013 auferlegten Beschränkungen* nicht ausreichen.  Die Abstimmung über ein Verbot von Neonicotinoiden hat es dennoch wieder nicht auf die Agenda für die Sitzung des Fachausschusses am 22./23. März dieses Jahres geschafft.

Aus diesem Grund appelliert Wichtl an die Gartenbaubranche und die Landwirtschaft, freiwillig auf den Einsatz von Neonicotinoide zu verzichten: „Wir können nicht länger auf den Gesetzgeber warten, wir brauchen die Bestäuber. Nicht nur, weil sie schön anzusehen sind, sondern weil wir ohne sie unsere Lebensmittel nicht produzieren können. Wir alle tragen Verantwortung für die kommenden Generationen.

Aus dieser Verantwortung heraus hat bellaflora  schon 2013 alle Neonicotinoide und auch Glyphosat aus den Regalen genommen und vertreibt ausschließlich naturnahe Pflanzenschutzmittel. Im Rahmen eines mit der Umweltschutzorgani­sation GLOBAL2000 entwickelten Pestizidreduktionsprogramms setzt die Grüne Nummer 1 zahlreiche Maßnahmen zur Reduzierung des Pestizideinsatzes in der gesamten Lieferkette. Erst vor wenigen Tagen haben bellaflora und GLOBAL2000 gemeinsam eine Aufklärungskampagne zum Thema Schmetterlingsschutz gestartet. Wichtl: „Jeder Garten, jeder Balkon und jede Dachterrasse kann eine Überlebensinsel für Bestäuber sein, sodass sie den Weg zu größere Nahrungsgebieten finden. Neonicotinoide brauchen wir nicht, Schmetterlinge dagegen schon.

Nachhaltig.bellaflora.at
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Über bellaflora

bellaflora ist Österreichs führendes Unternehmen für naturnahes Gärtnern und Dekorieren. Das Unternehmen wurde 1978 gegründet und erwirtschaftete 2017 einen Nettoumsatz von 83,5 Mio. Euro. In den 27 Filialen sind derzeit ca. 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt – 26 davon sind Lehrlinge. Das Unternehmen steht in österreichischem Privateigentum. Die Firmenzentrale befindet sich in Leonding bei Linz. Mehr Informationen zum Unternehmen unter: www.bellaflora.at

 

*Seit 1. Dezember 2013 ist die Anwendung der drei Neonicotinoide Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam teilweise verboten. Sie dürfen nicht mehr auf Mais, Raps, Sonnenblume, Baumwolle, Sommergetreide und Kürbis angewendet werden.  Weil aber große Flächen wie Wintergetreide, Zuckerrübe, Karotten, Zwiebel und zahlreiche andere Kulturen sowie der gesamte Obst- und Weinbau nicht betroffen sind, greift dieses Verbot viel zu kurz.  

Die Kommission hat 2017 ein Freilandverbot für die drei Insektizide vorgeschlagen.

Die Entscheidung darüber sollte zunächst im Mai 2017, dann im Dezember 2017 erfolgen und wurde jeweils vertagt. Nun ist auch die Abstimmung im März 2018 geplatzt.

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