- 22.03.2018, 10:05:18
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Wiener Umweltpreis 2018: Sima zeichnet Impulsgeber für nachhaltiges Wirtschaften aus
Zusätzlich 112 Wiener Unternehmen für nachhaltige Maßnahmen im Rahmen von OekoBusiness Wien prämiert
Utl.: Zusätzlich 112 Wiener Unternehmen für nachhaltige Maßnahmen im
Rahmen von OekoBusiness Wien prämiert =
Wien (OTS) - Die vier Umweltpreisträger:
o Die Fairmittlerei – Verein für Abfallvermeidung und Up-Cycling
o BauKarussell – Social Urban Mining mit „Erstes Pilotprojekt für
Re-Use im großmaßstäblichen Baubereich“
o R.U.S.Z. – Reparatur- und Service-Zentrum mit „Nutzen statt
besitzen: Die Produkt-Dienstleistung Saubere Wäsche“
o Bernhard AV GmbH als „CO2 neutraler EMAS Pionier in der Kongress-
und Konferenztechnik“
Seit mehr als zehn Jahren vergibt die Stadt Wien gemeinsam mit der
Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 den Umweltpreis im Rahmen des
Umweltservice-programms OekoBusiness Wien. Jahr für Jahr stehen dabei
Wiener Betriebe im Mittelpunkt, die die nicht nur ökonomisch
nachhaltig wirtschaften, sondern vor allem Synergien für Umwelt und
Gesellschaft schaffen. Von insgesamt zehn Nominierten, die ins Rennen
um den Umweltpreis gegangen sind, wurden vier Betriebe im Rahmen
einer feierlichen Gala in der Wirtschaftsuniversität Wien
ausgezeichnet: „Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger
haben mit ihren Projekten nicht nur Herz und Hirn bewiesen, sie sind
Vorbild und Inspiration für alle Unternehmen, Projekte und Maßnahmen
umzusetzen, die unsere gemeinsame Lebensqualität weiter verbessern,“
so Umweltstadträtin Ulli Sima bei der gestrigen Preisverleihung. „Es
freut mich ganz besonders, allen Gewinnerinnen und Gewinnern
persönlich gratulieren zu können und Ihnen mit unserer Auszeichnung
eine Bühne bieten zu können.“
Die nominierten Projekte zeigen auch dieses Jahr, dass sich
nachhaltiges Wirtschaften nicht auf einzelne Branchen beschränkt. „Ob
im Bereich Abfall, Bau, Reparaturdienstleistung oder in der
Konferenztechnik – innovative, kreative Ideen für eine nachhaltige
Gesellschaft kennen keine Grenzen. Umso mehr wollen wir auch heuer
wieder potenzielle Nachahmerinnen und Nachahmer auf den Geschmack der
Ressourcenschonung und betrieblichen Nachhaltigkeit bringen“, so
Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung
– MA 22.
Die Preisträger im Detail
„Wie die Verringerung des Abfallaufkommens in Wien durch
Umverteilung erfolgen kann, zeigt Die Fairmittlerei eindrucksvoll“,
so Ulli Sima. Das junge Social Venture vermittelt einwandfrei
gebrauchsfähige, aber nicht verkaufsfähige Non-Food-Produkte wie
Putz- und Reinigungsmittel, Hygiene- und Büroartikel sowie Werkzeuge
und Möbel an gemeinnützige Organisationen. „Die Fairmittlerei schafft
eine klassische Win-Win-Situation mit sozialem und ökologischem
Mehrwert auf der einen und Kosteneinsparungen auf der anderen Seite.“
Mit den Diensten der Fairmittlerei sparen Nonprofit-Organisationen
Geld für ihre Kernaufgaben, der Handel und die Industrie wiederum bei
den Entsorgungskosten!
2017 konnte das junge Unternehmen, das erst letztes Jahr am
Beratungsprogramm für Start-ups „RE:WIEN“ teilgenommen hat, bereits
vier Tonnen an Sachspenden sammeln und so 20.000 Euro Ersparnis für
Nonprofit-Organisationen generieren.
BauKarussel ist das erste österreichische Pilotprojekt für Re-Use
im großmaßstäblichen Baubereich. In Zusammenarbeit mit großen
Bauträgern und Projektentwicklern werden Komponenten, die beim Neubau
wiederverwertet werden können, ausgebaut, bevor ein Gebäude
abgerissen wird. „Das Projekt konnte sowohl mit seiner ökologischen
als auch sozialen Komponente überzeugen: Als erstes Re-Use Projekt,
dass sich derart großen Maßstäben bewegt, schließt es eine längst
hinfällige Lücke in Österreich und schafft einen tollen Nutzen für
die Umwelt. Gleichzeitig werden Arbeitskräfte aus
sozialwirtschaftlichen Unternehmen im Rahmen des Projektes
eingesetzt, die damit Qualifizierung, Jobtraining und bessere Chancen
auf dem Arbeitsmarkt erhalten,“ begründet Josef Plank,
Generalsekretär des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und
Tourismus, die Auszeichnung.
„An dem Projekt ‚Nutzen statt Besitzen‘ des Reparatur- und
Servicezentrums R.U.S.Z. hat uns vor allem die alltags- und
praxistaugliche Umsetzung des „Shared Economy“ Konzeptes begeistert.
Vom Produkt ‚Waschmaschine‘ hin zur Dienstleistung ‚Wäsche waschen‘
macht das R.U.S.Z. das Geschäftsmodell ‚Nutzen statt Besitzen‘ vom
Schlagwort zum zukunftstauglichen Geschäftsmodell“, erklärt
AK-Vizepräsident Willibald Steinkellner, der den Preis gestern
überreichte. Durch das Waschmaschinen-Leasingmodell wird unnötigem
Ressourcenverbrauch und der Produktion von Gerätschaften mit
geplanten Obsoleszenzen keine Chance gegeben. Dabei greift das
Unternehmen auf jahrelange Expertise im Reparaturbereich sowie auf
soziale Kompetenz als Beschäftigungsstätte von Langzeitarbeitslosen
bzw. Ausbildungsstätte für Jugendliche zurück.
Als internationale Kongressstadt hat Wien mit Bernhard AV einen
idealen Technikausstatter für jede Art von Event, bei dem auch
Klimaschutz und Nachhaltigkeit nicht zu kurz kommen. Das Unternehmen
setzt Umweltschwerpunkte nach innen und außen und unterstützt
außerdem Green Meetings und Events als Technikausstatter. „Neben der
Pionierarbeit die Bernhard AV innerhalb der Branche leistet,
überzeugt auch der Ansatz, sämtliche Geschäftsbereiche mit der
‚Umwelt-Brille‘ kritisch zu durchleuchten und stetig zu verbessern,“
zeigt sich WKW-Spartenobmann Ing. Martin Heimhilcher über das
Portfolio des Umweltpreisträgers begeistert.
112 ausgezeichnete OekoBusiness Wien Betriebe
Neben den Umweltpreisträgern hatten noch viele weitere Unternehmen
am gestrigen Abend allen Grund stolz zu sein. „Wir durften dieses
Jahr 112 Betriebe für ihre Teilnahme an OekoBusiness Wien
auszeichnen. Sie alle geben Anstoß, eine ökologisch nachhaltige
Wirtschaft in Wien weiter auszubauen und bestärken uns, dieses
erfolgreiche Projekt weiterzuführen“, so Ulli Sima, als eine der
ersten GratulantInnen.
Insgesamt haben seit Start der Initiative 1998 mehr als 1.200
Betriebe teilgenommen, im vergangenen Jahr sind 34 neue Betriebe
dazugekommen, 78 wurden wiederausgezeichnet. Damit konnten im Jahr
2017 folgende Einsparungen erzielt werden:
o 4,89 Millionen Euro Betriebskosten
o 12.635 Tonnen CO2 – damit könnten 2127 Heißluftballone befüllt
werden
o 180 Tonnen Abfall – ein Turm aus 120-Liter-Mistkübeln dieser Menge
wäre knapp 3,4 Kilometer hoch
o 39,67 Gigawattstunden Energie – damit könnte man 13.220 Haushalte
ein Jahr lang versorgen
o 130.000 Transportkilometer – damit könnte man mehr als 650-mal die
Strecke Wien-Graz fahren
Der Umweltpreis der Stadt Wien
Der Umweltpreis zeichnet das Engagement der besten Wiener Betriebe
aus und dient als Anreiz und Inspirationsquelle für Unternehmen, die
sich bisher noch wenig mit dem Thema des betrieblichen Umweltschutzes
auseinandergesetzt haben. Die Siegerprojekte werden von einer
unabhängigen Jury, dem Beirat von OekoBusiness Wien, ermittelt.
Entscheidend sind dabei Umweltrelevanz, Innovationsgrad und
Zukunftsfähigkeit, aber auch soziale und gesellschaftliche Aspekte
der eingereichten Maßnahmen und Vorhaben. Die ausgezeichneten
Unternehmen erhalten eine speziell für diesen Wettbewerb entworfene
Trophäe, sowie eine Urkunde. Preisträgerinnen und Preisträger, die
für ihre Umweltprojekte in der Planungsphase noch keine Beratung im
Rahmen von OekoBusiness Wien in Anspruch genommen haben, gewinnen mit
dem Umweltpreis zusätzlich professionelle Unterstützung durch
geprüfte Umweltberaterinnen und Umweltberater. Die Veranstaltung zur
Verleihung der Umweltpreise 2017 ist ein ÖkoEvent, ein Prädikat der
Stadt Wien für umweltfreundliche Maßnahmen bei Veranstaltungen.
Nähere Informationen: www.oekoevent.at
Sparen nach Plan – mit OekoBusiness Wien
OekoBusiness Wien ist das Umwelt-Service-Paket der Stadt Wien für
Wiener Unternehmen. 1998 von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22
ins Leben gerufen, unterstützt OekoBusiness Wien Unternehmen bei der
Umsetzung von umweltrelevanten Maßnahmen und trägt dazu bei,
Betriebskosten zu senken. Gemeinsam mit erfahrenen UmweltberaterInnen
werden Einsparpotenziale identifiziert, um Schritt für Schritt den
Energiebedarf, das Abfallaufkommen oder den Ressourceneinsatz zu
reduzieren. OekoBusiness Wien leistet einen wesentlichen Beitrag zum
Wiener Klimaschutzprogramm (KliP) und zum Städtischen
Energieeffizienzprogramm (SEP), wo es als Schnittstelle zu den
Betrieben verankert ist. Gefördert wird das Programm aus den Mitteln
des Ökostromfonds für Wien, der Wirtschaftskammer Wien und der
Umweltförderung Inland des Lebensministeriums. Unterstützt wird das
Programm außerdem von der Arbeiterkammer Wien (AK Wien), dem
Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB), der Wirtschaftsagentur
Wien, der Magistratsabteilung für technische Gewerbeangelegenheiten
(MA 36) und den Magistratischen Bezirksämtern (Gewerbebehörde).
Weitere Informationen sowie alle teilnehmenden Betriebe finden Sie
auf: www.oekobusiness.wien.at und
http://unternehmen.oekobusiness.wien.at
Fotos finden Sie hier:
https://www.ots.at/redirect/wienerumweltpreis
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