• 22.03.2018, 09:01:51
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Taxibranche an Politik: Das Taxameter läuft, euer Stillstand wird bald teuer!

Endlich klare Verhältnisse bei Taxis und Mietwagen schaffen – gesamtes Beförderungsgewerbe vor dem Zusammenbruch

Wien (OTS) - 

„Liebe Politik, euer Taxi in die Zukunft steht bereit“, sagt Gökhan Keskin, Obmann der Wiener Taxis in der Wirtschaftskammer Wien. „Seit Jahren steigt aber niemand ein.“ In der Zukunft warten fairer Wettbewerb und gleiche Rahmenbedingungen im Beförderungsgewerbe. Um das zu gewährleisten, muss endlich das Gelegenheitsverkehrsgesetz überarbeitet werden.

Seit drei Jahren gibt es mit Uber Veränderungen am Wiener Markt – aber seither wurde verabsäumt für faire Wettbewerbsbedingungen bei Mietwägen und Taxis zu sorgen. Beide bieten die gleiche Dienstleistung an – eine Person von A nach B zu bringen -,  haben aber unterschiedliche Voraussetzungen. Während bei Taxis ein gesetzlicher Tarif vorgeschrieben ist, sind Mietwägen davon ausgenommen. Während Taxilenker im Sinne des Umweltgedankens nur mit Fahrzeugen der Euro-6-Norm fahren, gibt es keine Einschränkungen bei Mietwägen.  Während Taxilenker geprüft sind, mindestens 20 Jahre alt sein und mindestens ein Jahr lang in Wien Auto gefahren sein müssen, kann bei Mietwägen auch jemand mit L17-Führerschein hinter dem Lenkrad sitzen.  

Nächster Halt: Konkurs.

„Hart arbeitende Taxiunternehmer werden nicht geschützt und durch unfaire Vorgaben in eine Abwärtsspirale geschickt. Auf der anderen Seite werden immer mehr Menschen in die scheinbar lukrative- und durch weniger Auflagen belastete - Mietwagenbranche gelockt“, so Keskin. 2017 gab es mit 600 Gewerbeanmeldungen so viele wie noch nie, in den Jahren davor war es noch die Hälfte. Bereits jetzt haben 50 wieder Konkurs angemeldet. Denn mit den herrschenden Dumpingpreisen kann man als Unternehmer nicht überleben. „Die Politik muss endlich Maßnahmen setzen, sonst wird das gesamte Beförderungsgewerbe zusammenbrechen“, so Keskin. „Das Taxameter läuft. Wenn das nicht bald gestoppt wird, bricht eine ganze Branche zusammen. Und dann wird es für die gesamte Wirtschaft teuer.“

Rückfragen & Kontakt

Wirtschaftskammer Wien
Andreas Curda
T 01/514 50-3617
E [email protected]
W news.wko.at/wien

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