- 20.03.2018, 11:47:54
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1938 – Der „Anschluss“: „DOKeins: Schluss mit Schuld – Was der Holocaust mit mir zu tun hat“ am 21. März um 20.15 Uhr in ORF eins
Danach: „Die Welle“ und „DOKeins: ‚Heil Hitler, Herr Lehrer‘ – Jugend unterm Hakenkreuz“
Utl.: Danach: „Die Welle“ und „DOKeins: ‚Heil Hitler, Herr Lehrer‘ –
Jugend unterm Hakenkreuz“ =
Wien (OTS) - Zum Abschluss des ORF-Zeitgeschichteschwerpunkts zum 80.
Jahrestag der Geschehnisse rund um den „Anschluss“ im März 1938
(Details unter http://presse.ORF.at) betrachten Lisa Gadenstätter und
Elisabeth Gollackner am Mittwoch, dem 21. März 2018, um 20.15 Uhr in
ORF eins in der Reportage „DOKeins: Schluss mit Schuld“ ein
schwieriges Thema aus einer sehr direkten und mühelosen Perspektive,
ohne dabei Empathie und Respekt zu verlieren. Nach Dennis Gansels
Film „Die Welle“ (21.20 Uhr) folgt Peter Liskas Dokumentation „‚Heil
Hitler, Herr Lehrer‘ – Jugend unterm Hakenkreuz“.
DOKeins: „Schluss mit Schuld – Was der Holocaust mit mir zu tun hat“
– 20.15 Uhr, ORF eins
Vor knapp acht Jahrzehnten begann der Zweite Weltkrieg. Und die Welt
dreht sich weiter. Warum sollten junge Menschen drei Generationen
später noch an den Horror dieser Zeit erinnert werden? Was hat der
Holocaust mit unserem heutigen alltäglichen Leben zu tun? Moderatorin
Lisa Gadenstätter macht sich auf die Suche nach einer Antwort. Sie
spricht mit den drei KZ-Überlebenden Aba Lewit, Esther Bejarano und
Jehuda Bacon und sucht die Orte auf, von denen die Zeitzeugen
erzählen: Die KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Auschwitz. Die
Schulklassen, die sie dort trifft, teilen ihre Eindrücke durch
Handyvideos. Ob sie sich schuldig fühlen an dem, was passiert ist?
Auf keinen Fall, „da war ich doch noch gar nicht auf der Welt!“
Lisa Gadenstätter über die Dreharbeiten: „Die Geschichten unserer
drei Zeitzeugen haben mir teilweise die Tränen in die Augen getrieben
– Jehuda Bacon, heute 89, erzählt, dass er jahrelang nicht weinen
konnte. Er schildert, wie er sich als Bub in Auschwitz von seinem
Vater verabschiedet, weil der ins Gas geschickt wird. Esther
Bejarano, 93, hat mich unglaublich beeindruckt – ihr hat die Musik
das Leben gerettet – sie war im Mädchenchor von Auschwitz – jetzt
steht sie fast wöchentlich auf der Bühne und rappt gegen
Antisemitismus. Der 95-jährige Aba Lewit ist dafür verantwortlich,
dass der KZ-Kommandant und Massenmörder Amon Göth ausgeliefert werden
konnte. Ich habe mit Göths Enkelin Jennifer Teege darüber gesprochen,
was für sie Schuld bedeutet, wie Aufarbeitung im Jahr 2018 geht und
wie sie auf die Erzählungen von Aba Lewit reagiert. Elisabeth
Gollackner und ich haben in der Doku einen interessanten Stilbruch
eingebaut. Schülerinnen und Schüler, die Mauthausen besuchen, geben
uns ihre ganz persönlichen Eindrücke wieder – über ihr Smartphone.
Und wir haben uns mit dem Thema Humor, Satire und Aufarbeitung
beschäftigt. Wie viel darf Satire – wie wichtig ist Humor? Stermann
und Grissemann haben mich mit sehr ernsten Antworten überrascht.“
„Die Welle“ – 21.20 Uhr, ORF eins
Ein Lehrer startet mit seinen Schülern ein folgenschweres Experiment
zur Entstehung faschistischer Systeme. Dennis Gansel („Napola“) hat
den gleichnamigen Roman von Morton Rhue alias Todd Strasser, der auf
einen Erfahrungsbericht des Highschool-Lehrers Ron Jones in Palo Alto
im Jahre 1967 zurückgeht, für Deutschland adaptiert.
Der für seine progressiven Ansichten geschätzte Lehrer Rainer Wenger
(Jürgen Vogel) übernimmt die Projektwoche über „Autokratie“. Die
Schüler sind der Ansicht, dass das faschistische System und
Diktaturen in Zeiten der aufgeklärten Demokratie ohnehin keine Chance
mehr hätten. Um die Jugendlichen vom Gegenteil zu überzeugen, startet
Wenger daher ein mehrtägiges Experiment – mit erschreckend
durchschlagendem Erfolg. Die Aktion „Welle“ gerät bald völlig außer
Kontrolle. In weiteren Rollen agieren Frederick Lau, Max Riemelt,
Jennifer Ulrich, Christiane Paul, Elyas M’Barek , Maximilian Vollmar
u. a.
DOKeins: „‚Heil Hitler, Herr Lehrer‘ – Jugend unterm Hakenkreuz“ –
23.00 Uhr, ORF eins
In der ORF-Dokumentation wird das Leben in der Hitlerjugend und im
Bund Deutscher Mädchen abgehandelt, die Methoden, um Gehirne und
Gedanken im Dienste der „arischen Volksgemeinschaft“ zu manipulieren
und zu kollektivieren, die Körper der Jungen „hart wie Krupp-Stahl“
und damit kriegstüchtig zu machen. Der Film analysiert die
ideologische Verstaatlichung sozialer und privater Beziehungen der
jungen Generation, beleuchtet Strategien der Militarisierung der
Gehirne, den Abbau des Individualismus sowie den Aufbau von
Feindbildern und die Betonung soldatischer Tugenden wie Kampfgeist,
Tapferkeit, Kadavergehorsam und Opferbereitschaft.
Tausende zum Volkssturm eingezogene Jugendliche fanden in den letzten
Kriegswochen den Tod – Hitlers Jugend, die letzte Reserve,
Kanonenfutter, gemäß der Parole „Kampf bis zum letzten Mann“.
Peter Liska geht der Frage nach, was in den Köpfen der Hitlerjugend
geblieben ist, welche Erlebnisse ihr weiteres Leben prägten.
Schauspielerin Erni Mangold, selbst Zeitzeugin, zitiert aus
Schulerlässen, Lehrbüchern und Zeitdokumenten. Ihre Stimme lässt
erahnen, wie den jungen Menschen die nationalsozialistischen Ideen
vermittelt und eingehämmert wurden.
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