SPÖ Wien trauert um Gertrude Stiehl

Wien (OTS/SPW) - In tiefer Trauer gibt die SPÖ Wien bekannt, dass die langjährige Donaustädter Funktionärin Gertrude Stiehl am 12. März 2018 im Alter von 89 Jahren verstorben ist.****

Gertrude Stiehl war beruflich als Lehrerin tätig, zuletzt ab 1971 bis zur ihrer Pensionierung als Direktorin der Volksschule Konstanziagasse 24. Politisch in der SPÖ-Donaustadt verankert, deren stellvertretende Vorsitzende sie von 1972 bis 1989 war, zog sie 1973 in den Wiener Landtag und Gemeinderat ein, dem sie bis 1989 angehörte. Zwischen November 1984 und Dezember 1987 bekleidete sie die Funktion der Dritten Präsidentin des Wiener Landtages, zwischen Dezember 1987 und Dezember 1989 jene der Zweiten Präsidentin.

„Gertrude Stiehl zeichnete vor allem ihr offener Zugang zu neuen Projekten aus. Ihr Engagement im Interesse der Kultur und Bildung bleiben dabei unvergessen. Gertrude hatte immer ein offenes Ohr für ihre Donaustädterinnen und Donaustädter. Ihre Beharrlichkeit und ihre Menschlichkeit werden uns besonders fehlen“, würdigt der Wiener SPÖ-Klubobmann Christian Oxonitsch die ehemalige Zweite Präsidentin des Wiener Landtags.

Politisch verankert war Gertrude Stiehl in der Donaustadt, in der sie seit Juli 1955 aktiv war und unterschiedliche Funktionen bekleidete. 1969 wurde sie Mitglied, später Vorsitzende des Bezirksfrauenkomitees. Im Bezirksvorstand, dem sie seit 1971 angehörte, war sie ab 1973 stellvertretende Vorsitzende. Ihr besonderes Interesse galt der Kulturarbeit. So war sie lange Zeit Vorsitzende des Kulturausschusses und Präsidentin des Wiener Volksbildungswerkes. Aus ihrer Initiativkraft gingen Projekte wie der „Kulturverein Donaustadt“ hervor, auch das Donaustädter Bezirksmuseum fiel in die Zeit ihres Wirkens. Außerdem war Stiehl 1981 bis 1989 stellvertretende Vorsitzende des Wiener SPÖ-Frauenkomitees.

SPÖ Wien-Landesparteisekretärin LAbg. Barbara Novak betont: „Mit Gertrude verlieren wir eine engagierte Genossin, deren Arbeit mit vollem Herzblut auf die Verbesserung der Lebensverhältnisse ihrer Mitmenschen ausgerichtet war. Gertrude hat die Ideale unserer Bewegung mit jeder Faser täglich gelebt“.

Auch die Vorsitzende der Wiener SPÖ Frauen Stadträtin Renate Brauner würdigt Stiehls Einsatz für die Grundwerte der Sozialdemokratie: „Frauenrechte waren für sie sehr wichtig, ob im Bezirk oder auf Stadtebene. Gertrude Stiehl hat stets für die Wienerinnen gekämpft. Sie wird uns immer ein Vorbild bleiben“.

SPÖ-Donaustadt-Vorsitzende, Nationalrätin Ruth Becher zu Stiehls Wirken: „In einer Zeit, als Frauen kaum Entfaltungsmöglichkeiten vorfanden, setzte sich Gertrude Stiehl durch Fleiß, Hartnäckigkeit und Menschlichkeit mit ihren Anliegen durch und konnte wichtige Entscheidungspositionen für Frauenanliegen gewinnen. Sie hat Frauen Wege geebnet. Wir bewahren Gerti ein ehrendes Andenken.“

Die SPÖ Wien drückt den Angehörigen ihr tief empfundenes Beileid aus. Gertrude Stiehl hinterlässt eine große Lücke in der Wiener Sozialdemokratie. (Schluss)

 

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