Sieben Jahre Krieg in Syrien - Zivilbevölkerung schützen ist oberste Priorität

Diakonie Katastrophenhilfe weitet Hilfsprogramme in Syrien aus (Jahrestag Syrienkrieg 15.März)

Wien (OTS) - Die Lage in Syrien ist nach mehr als sieben Jahren Krieg unübersichtlich wie noch nie: immer mehr Akteure mischen im Konflikt mit und verfolgen ihre politischen Interessen. Die Zivilbevölkerung ist der Willkür der Kriegsparteien schutzlos ausgeliefert.

Die Zahl der auf Nothilfe angewiesenen syrischen Bevölkerung ist mit 13,1 Millionen Menschen unverändert hoch. „In keinem anderen Land weltweit sind so viele Menschen auf der Flucht wie in Syrien“, betont Dagmar Lassmann, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe in Österreich. „Ihr großer Wunsch ist ein sicherer und geschützter Ort zum Leben“.

Neues Hilfsprogramm für Rückkehrerfamilien

Die Lage in Syrien ist von Landesteil zu Landesteil sehr unterschiedlich. Dort, wo die Kämpfe zwischen Regierungstruppen, Rebellen- oder IS-Milizen abgeklungen sind, kehren immer mehr Familien an ihren alten Wohnort zurück. Sie finden zumeist schwer beschädigte Wohnräume und zerstörte Infrastruktur vor. „Durch die Raketen und Mörsereinschläge wurden teilweise Löcher in die Hausfassaden und Dächer gerissen“, berichtet Martin Kessler, Mitarbeiter der Diakonie Katastrophenhilfe aus Deutschland, der vergangene Woche von einer Reise nach Syrien zurückgekehrt ist. Er besuchte laufende Projekte der Diakonie Katastrophenhilfe im Bürgerkriegsland.

In Zusammenarbeit mit der lokalen Partnerorganisation GOPA unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe Familien bei der Instandsetzung ihrer Häuser, um diese wieder notdürftig bewohnbar zu machen.

„Ohne Baumaterial und Beratung ist es für viele Familien nicht möglich einen geschützten und sicheren Wohnraum aufzubauen. Wir können das ermöglichen. Und es ist uns deshalb so wichtig, weil die Menschen dringend aus den Flüchtlings-Camps rauskommen und in ihre Heimat zurück wollen“, erklärt Martin Kessler.

In den kommenden Monaten wird die Diakonie Katastrophenhilfe ihre Hilfe in Syrien weiter ausbauen.  „In Syrien ist die gesamte Bandbreite an Hilfe nötig, von überlebenswichtiger Nothilfe bis zur Renovierung von Wohnraum,“, betont Dagmar Lassmann.

Diakonie-Hilfe auch in Nachbarländern Libanon und Jordanien

Neben der Arbeit in Syrien unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe seit 2012 auch Hilfsprogramme in den angrenzenden Nachbarstaaten. Dazu gehört ein von der Stadt Wien gefördertes Mutter-Kind-Projekt im Libanon, wo Schwangere und Jungmütter von Hebammen begleitet werden, um Mangelernährung bei Kindern vorzubeugen.

In Jordanien wird mit Unterstützung der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit ein Projekt zur Inklusion von Kindern und Erwachsenen mit Behinderung in Bildungseinrichtungen und am Arbeitsmarkt umgesetzt. Darüber hinaus werden Flüchtlinge und die aufnehmenden Gastgemeinden mit Hilfsgütern wie Nahrungsmittel, Hygieneartikel oder Decken und Schlafmatten versorgt.

Um die Arbeit in Syrien und den Nachbarstaaten weiter auszubauen, bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden.

Kennwort: Syrien
IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333
und online unter - www.diakonie-katastrophenhilfe.at/spenden

Für die Redaktion: Martin Kessler war Ende Februar in Syrien und steht für Interviewfragen zur Verfügung. Anfragen bitte über Roberta Rastl, Diakonie Österreich.

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