- 09.03.2018, 10:58:51
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AK Kaske irritiert von Aussagen von Kardinal Schönborn
Kaske: „Kirche soll sich nicht zum Sprachrohr der Regierung machen“
Utl.: Kaske: „Kirche soll sich nicht zum Sprachrohr der Regierung
machen“ =
Wien (OTS) - Für Kritik und Unverständnis sorgen Aussagen von
Kardinal Christoph Schönborn bei AK Präsident Rudi Kaske. Schönborn
hatte – im Gegensatz zur Caritas – die schwarz-blauen Budgetpläne
verteidigt. Es sei „nicht nur ungewöhnlich, sondern auch
befremdlich“, dass sich Kardinal Christoph Schönborn in die aktuelle
innenpolitische Debatte einmische.
Dass der Kardinal, angesichts der massiven Einsparungspläne im
Bereich der Arbeitsmarktpolitik, der Integration von Flüchtlingen
sowie bei der Aktion 20.000 das anvisierte Nulldefizit als mutig
bezeichne, sei „seltsam“, so Kaske. Denn die derzeit rund 440.000
arbeitslosen Menschen in Österreich könnten nicht von christlicher
Nächstenliebe leben, sie bräuchten Unterstützung durch den
Sozialstaat. „Das heißt einerseits finanzielle Unterstützung,
insbesondere auch durch den Erhalt der Notstandshilfe, und
andererseits die Möglichkeit zur Weiterqualifizierung, um bessere
Chancen auf eine Beschäftigung zu haben“, so der AK Präsident.
Die Aussage des Kardinals, dass Österreich 1970 schuldenfrei gewesen
sei, sei zudem auch nicht richtig. Irritierend für Kaske ist zudem,
dass Kardinal Schönborn in der Aussendung der kathpress (8. März)
davon spreche, dass das Nulldefizit eben „Opfer“ erfordere und alle
zusammenhalten müssten, „dann wird die Last der Opfer gerecht
verteilt werden“, aber mit keiner Silbe auf die steuerlichen
Privilegien eingehe, die die Kirche in Österreich genieße. „Ich
schätze Kardinal Schönborn“, sagt AK Präsident Rudi Kaske. Dieser
solle aber nicht den „Kardinalfehler“ begehen, dass sich die Kirche
zum Sprachrohr der Regierung macht, so Kaske abschließend.
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