Für ein Europa frei von Gewalt!

Prominent besetzte Veranstaltung im Haus der EU anlässlich des Internationalen Frauentags

Jede dritte Frau in der EU erfährt mindestens ein Mal in ihrem Leben sexuelle und/oder physische Gewalt. Die EU kann dieses Ausmaß an Gewalt an Frauen nicht länger ignorieren. Die Verhandlungen zur Istanbul Konvention müssen jetzt rasch in Gang kommen, damit ihre rechtlichen Instrumente greifen
Rosa Logar
Im Jahr 2018 sollte Geschlechtergerechtigkeit eine Selbstverständlichkeit sein
Angelika Mlinar
Unser Kampf geht weiter, bis er kein Kampf mehr ist!
Angelika Mlinar
Um Gewalt an Frauen effektiv zu bekämpfen, braucht es ein umfassendes politisches Bekenntnis zu Geschlechtergerechtigkeit!
Rosa Logar
Das große Interesse an unserer Veranstaltung lässt uns auf eine parteiübergreifende Arbeit zum Thema Gewaltschutz hoffen
Rosa Logar

Wien (OTS) - Anlässlich des Internationalen Frauentags luden das Haus der Europäischen Union und die Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie unter dem Titel „Ein Leben ohne Gewalt“ am 8. März zu einer Veranstaltung. Eröffnet wurde die prominent besuchte Veranstaltung durch Europaparlamentsabgeordnete Angelika Mlinar, Bundesministerin Juliane Bogner-Strauß, und die Gewaltschutzexpertin Rosa Logar.

Im Juni 2017 hat die Europäische Union die Istanbul-Konvention unterzeichnet und sich damit zum derzeit umfassendsten internationalen Rechtsmittel zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen bekannt. Rosa Logar appellierte in ihren Eingangsworten an die politischen Eintscheidungsträger_innen: „Jede dritte Frau in der EU erfährt mindestens ein Mal in ihrem Leben sexuelle und/oder physische Gewalt. Die EU kann dieses Ausmaß an Gewalt an Frauen nicht länger ignorieren. Die Verhandlungen zur Istanbul Konvention müssen jetzt rasch in Gang kommen, damit ihre rechtlichen Instrumente greifen“, forderte die Vertreterin des GREVIO-Expertinnenkomitees des Europarats.

In insgesamt drei Panels sprachen anschließend Expert_innen über Gewaltprävention und Gewaltschutzmaßnahmen auf europäischer und nationaler Ebene. Im Zentrum stand dabei die Frage, was ein europäisches Bekenntnis zur Istanbul Konvention auf nationaler Ebene bewirken kann. Österreich hat die Konvention 2013 ratifiziert und wurde 2016 vom GREVIO-Komitee des Europarats evaluiert. Der offizielle Evaluierungsbericht war Ausgangspunkt für eine Diskussion zu den Errungenschaften des Gewaltschutzes in Österreich – und von dessen Lücken.

Im Jahr 2018 sollte Geschlechtergerechtigkeit eine Selbstverständlichkeit sein“, kritisierte Europaparlamentsabgeordnete Angelika Mlinar und betonte: „Unser Kampf geht weiter, bis er kein Kampf mehr ist!

Im zweiten Panel diskutierten die Bloggerinnen Madeleine Alizadeh (dariadaria.com) und Desislava Manolova (europeneedsyou.eu) gemeinsam mit der Standard-Journalistin Beate Hausbichler darüber, inwieweit die Hashtag-Kampagne #MeToo die öffentliche Debatte zum Thema beeinflusst hat.

Schließlich ging es im letzten Panel, an dem sich SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek, Getrude Brinek von der Volksanwaltschaft und die Sozioökonomin Elisabeth Klatzer beteiligten, um die Frage, welche konkreten Maßnahmen in Österreich für den Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt notwendig sind.

Unter den fast 150 Besucher_innen fanden sich prominente Persönlichkeiten wie die ehemalige Europaparlamentsabgeordnete Ulrike Lunacek, ÖVP-Nationalratsabgeordnete Dorothea Schittenhelm, zahlreiche Opferschutzexpert_innen, sowie mehrere Vertreter der Polizei Wien.

Um Gewalt an Frauen effektiv zu bekämpfen, braucht es ein umfassendes politisches Bekenntnis zu Geschlechtergerechtigkeit!“, gibt Rosa Logar abschließend zu bedenken und meint abschließend: „Das große Interesse an unserer Veranstaltung lässt uns auf eine parteiübergreifende Arbeit zum Thema Gewaltschutz hoffen.“

Rückfragen & Kontakt:

Sophie Hansal
Öffentlichkeitsarbeit
Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie
E-Mail: sophie.hansal@interventionsstelle-wien.at
Tel.: 0664 39 56 511

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