- 03.03.2018, 09:33:43
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Heinisch-Hosek/Schmidt/Schnabl: Mehr Beteiligung, mehr Bewegung, mehr Feminismus!
Flashmob zum Frauentag, um Frauen und ihre Aufgaben in der Gesellschaft sichtbar zu machen
Utl.: Flashmob zum Frauentag, um Frauen und ihre Aufgaben in der
Gesellschaft sichtbar zu machen =
St. Pölten (OTS) - „Wir sind viele und wir werden mehr. Die SPÖ ist
die stärkste Kraft in der Opposition. Wir schließen Bündnisse mit
Frauen aus allen Bereichen. Wir machen mobil für das bevorstehende
Frauenvolksbegehren und richten uns entschieden gegen die Pläne der
schwarz-blauen Regierung, die Sozialabbau und frauenpolitischen
Rückschritt bedeuten“, erklärt SPÖ NÖ Bundesfrauenvorsitzende
Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich des Frauentages. Viele wichtige
Maßnahmen, wie der Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen oder gleicher
Lohn für gleiche Arbeit werden derzeit von tausenden Frauen gemeinsam
im Frauenvolksbegehren gefordert.
Gestern Abend veranstalteten die SPÖ NÖ Frauen im Schloss Seyring in
Gerasdorf einen Flashmob, um zu zeigen, dass Frauen die
unterschiedlichsten Aufgaben in unserer Gesellschaft übernehmen – von
der Mutter über die Superheldin und Alleskönnerin bis hin zu
Studentinnen, Alleinerzieherinnen oder Karrierefrauen – und auf die
Anliegen der Frauen aufmerksam zu machen. Anschließend fand eine
Talkrunde statt, bei der mit Bundesfrauenvorsitzender NRin Gabriele
Heinisch-Hosek, Landesfrauenvorsitzende Elvira Schmidt,
Europa-Abgeordnete Karin Kadenbach, ÖGB-Vizepräsidentin BRin Renate
Anderl und Christian Berger aus dem Vorstand des Trägervereins für
das Frauenvolksbegehren, diskutierten.
Weniger Geld bedeutet weniger Möglichkeiten im Leben
„Wir Frauen wollen gleich viel Macht, Mitbestimmung und
Möglichkeiten“, erklärt Landesfrauenvorsitzende Elvira Schmidt.
Frauen machen über 50 Prozent der Bevölkerung aus und sind doch in
vielen Lebensbereichen unterrepräsentiert: „Frauen verdienen die
Hälfte der Plätze in allen Entscheidungsfunktionen der Politik und
Wirtschaft. Um das zu garantieren, braucht es gesetzliche Maßnahmen
wie beispielsweise Quoten.“ Aber nicht nur in hohen
Entscheidungsfunktionen, auch im alltäglichen Leben ist die
Gleichberechtigung immer noch nicht vollkommen angekommen. Noch immer
verdienen Frauen für die gleiche Arbeit weniger als ihre männlichen
Kollegen: Die Lohnschere zwischen Männern und Frauen lag 2017 in
Österreich bei 21,7 Prozent. „Weniger Geld bedeutet auch weniger
Möglichkeiten im Leben. Mehr Beteiligung kann daher nur mit einer
echten ökonomischen Gleichstellung von Männern und Frauen
einhergehen. Dafür bedarf es einer vollkommenen Lohntransparenz in
öffentlichen und privaten Betrieben“, sagt Schmidt. „Jede zweite Frau
in Österreich arbeitet Teilzeit und nimmt damit Einbußen beim
Einkommen und der Pension in Kauf“, erläutert die
Landesfrauenvorsitzende, die darauf hinweist, dass rund 356.500
Beschäftigte in Österreich monatlich weniger als 1.500 Euro brutto
für Vollzeit bzw. weniger als 8,67 Euro brutto per Stunde verdienen.“
Betroffen von den Niedriglöhnen seien zu zwei Drittel Frauen.
Zwt. Stimmen gegen Ungerechtigkeiten erheben
„Die Gleichstellung steht zwar in der Verfassung geschrieben, aber
gibt es immer noch massive Ungleichbehandlung. Dagegen gilt es –
Frauen, wie Männer – die Stimme zu erheben und den Druck zu erhöhen
in Sachen ‚Soziale Gerechtigkeit‘ und ‚Gleichberechtigung‘ und sich
gegen das längst überholt geglaubtes Familienbild unserer
konservativen Regierung zu wehren“, sagt SPÖ NÖ
Landesparteivorsitzender Landesrat Franz Schnabl.
Nicht mit allen Punkten des Volksbegehrens stimmt der
Landesparteivorsitzende überein, aber er weist darauf hin, dass viele
Forderungen zentrale Anliegen der SozialdemokratInnen sind:
„Selbstbestimmung und Schutz vor Gewalt, Frauen in
Entscheidungsfunktionen in Politik und Wirtschaft sowie gleicher Lohn
für gleiche Arbeit und ein flächendeckendes Angebot an
Kinderbetreuungseinrichtungen, die auch am Nachmittag kostenfrei sind
– damit tatsächlich Wahlfreiheit darin besteht, wie Beruf und Familie
organisiert werden.“ Themen, die dringend auf die Nationalrats-Agenda
gehören würden, sagt Schnabl: „Auch wenn ich einige Forderungspunkte
anders formuliert hätte, trete ich dafür ein, mit den
Unterstützungserklärungen einen klaren Fingerzeig für zeitgemäße
Frauenpolitik an die Bundesregierung zu übergeben und damit den
politisch-gesellschaftlichen Druck für Gleichberechtigung und
Gleichwertigkeit von Männern und Frauen zu erhöhen.“
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