Heinisch-Hosek/Schmidt/Schnabl: Mehr Beteiligung, mehr Bewegung, mehr Feminismus!

Flashmob zum Frauentag, um Frauen und ihre Aufgaben in der Gesellschaft sichtbar zu machen

St. Pölten (OTS) - „Wir sind viele und wir werden mehr. Die SPÖ ist die stärkste Kraft in der Opposition. Wir schließen Bündnisse mit Frauen aus allen Bereichen. Wir machen mobil für das bevorstehende Frauenvolksbegehren und richten uns entschieden gegen die Pläne der schwarz-blauen Regierung, die Sozialabbau und frauenpolitischen Rückschritt bedeuten“, erklärt SPÖ NÖ Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich des Frauentages. Viele wichtige Maßnahmen, wie der Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen oder gleicher Lohn für gleiche Arbeit werden derzeit von tausenden Frauen gemeinsam im Frauenvolksbegehren gefordert.

Gestern Abend veranstalteten die SPÖ NÖ Frauen im Schloss Seyring in Gerasdorf einen Flashmob, um zu zeigen, dass Frauen die unterschiedlichsten Aufgaben in unserer Gesellschaft übernehmen – von der Mutter über die Superheldin und Alleskönnerin bis hin zu Studentinnen, Alleinerzieherinnen oder Karrierefrauen – und auf die Anliegen der Frauen aufmerksam zu machen. Anschließend fand eine Talkrunde statt, bei der mit Bundesfrauenvorsitzender NRin Gabriele Heinisch-Hosek, Landesfrauenvorsitzende Elvira Schmidt, Europa-Abgeordnete Karin Kadenbach, ÖGB-Vizepräsidentin BRin Renate Anderl und Christian Berger aus dem Vorstand des Trägervereins für das Frauenvolksbegehren, diskutierten.

Weniger Geld bedeutet weniger Möglichkeiten im Leben
„Wir Frauen wollen gleich viel Macht, Mitbestimmung und Möglichkeiten“, erklärt Landesfrauenvorsitzende Elvira Schmidt. Frauen machen über 50 Prozent der Bevölkerung aus und sind doch in vielen Lebensbereichen unterrepräsentiert: „Frauen verdienen die Hälfte der Plätze in allen Entscheidungsfunktionen der Politik und Wirtschaft. Um das zu garantieren, braucht es gesetzliche Maßnahmen wie beispielsweise Quoten.“ Aber nicht nur in hohen Entscheidungsfunktionen, auch im alltäglichen Leben ist die Gleichberechtigung immer noch nicht vollkommen angekommen. Noch immer verdienen Frauen für die gleiche Arbeit weniger als ihre männlichen Kollegen: Die Lohnschere zwischen Männern und Frauen lag 2017 in Österreich bei 21,7 Prozent. „Weniger Geld bedeutet auch weniger Möglichkeiten im Leben. Mehr Beteiligung kann daher nur mit einer echten ökonomischen Gleichstellung von Männern und Frauen einhergehen. Dafür bedarf es einer vollkommenen Lohntransparenz in öffentlichen und privaten Betrieben“, sagt Schmidt. „Jede zweite Frau in Österreich arbeitet Teilzeit und nimmt damit Einbußen beim Einkommen und der Pension in Kauf“, erläutert die Landesfrauenvorsitzende, die darauf hinweist, dass rund 356.500 Beschäftigte in Österreich monatlich weniger als 1.500 Euro brutto für Vollzeit bzw. weniger als 8,67 Euro brutto per Stunde verdienen.“ Betroffen von den Niedriglöhnen seien zu zwei Drittel Frauen.

Zwt. Stimmen gegen Ungerechtigkeiten erheben
„Die Gleichstellung steht zwar in der Verfassung geschrieben, aber gibt es immer noch massive Ungleichbehandlung. Dagegen gilt es – Frauen, wie Männer – die Stimme zu erheben und den Druck zu erhöhen in Sachen ‚Soziale Gerechtigkeit‘ und ‚Gleichberechtigung‘ und sich gegen das längst überholt geglaubtes Familienbild unserer konservativen Regierung zu wehren“, sagt SPÖ NÖ Landesparteivorsitzender Landesrat Franz Schnabl.

Nicht mit allen Punkten des Volksbegehrens stimmt der Landesparteivorsitzende überein, aber er weist darauf hin, dass viele Forderungen zentrale Anliegen der SozialdemokratInnen sind:
„Selbstbestimmung und Schutz vor Gewalt, Frauen in Entscheidungsfunktionen in Politik und Wirtschaft sowie gleicher Lohn für gleiche Arbeit und ein flächendeckendes Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen, die auch am Nachmittag kostenfrei sind – damit tatsächlich Wahlfreiheit darin besteht, wie Beruf und Familie organisiert werden.“ Themen, die dringend auf die Nationalrats-Agenda gehören würden, sagt Schnabl: „Auch wenn ich einige Forderungspunkte anders formuliert hätte, trete ich dafür ein, mit den Unterstützungserklärungen einen klaren Fingerzeig für zeitgemäße Frauenpolitik an die Bundesregierung zu übergeben und damit den politisch-gesellschaftlichen Druck für Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit von Männern und Frauen zu erhöhen.“

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