• 02.03.2018, 09:49:50
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Schramböck/Köstinger: Tourismus digital stärken

BMDW startet mit FFG Qualifizierungsoffensive mit Schwerpunkt „Digitalisierung in der Tourismuswirtschaft“

Utl.: BMDW startet mit FFG Qualifizierungsoffensive mit Schwerpunkt
„Digitalisierung in der Tourismuswirtschaft“ =

Wien (OTS/BMWFW) - Nur wenige Monate nach Angelobung der neuen
Bundesregierung wird mit dem heutigen Start der Ausschreibung des
Förderprogramms „Forschungskompetenzen für die Wirtschaft“ deutlich,
wie ressortübergreifende Zusammenarbeit gelingt. Von der für
Digitalisierung zuständigen Ministerin Margarete Schramböck werden
vier Millionen Euro für Qualifizierungsnetzwerke zur Verfügung
gestellt, davon sind 50 Prozent also zwei Millionen Euro für den
Schwerpunkt „Digitalisierung in der Tourismuswirtschaft“ reserviert.
Der aktuelle und mittlerweile vierte Call ist bis 16. Juli 2018
geöffnet und wird von der Österreichischen
Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) abgewickelt. „Die
Digitalisierung betrifft alle Branchen und eröffnet auch im Tourismus
neue Chancen für bestehende Betriebe. Damit verbunden sind höhere
Anforderungen an die Unternehmen und daher investieren wir bewusst in
die Qualifizierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der
Tourismus ist ein wesentlicher Standortfaktor und mit diesem Programm
stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft dieser
wichtigen Branche“, so Bundesministerin Margarete Schramböck.

Nachhaltigkeits- und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger kennt
die Anforderungen der Branche: „Qualifizierte Fachkräfte braucht das
Land - gut ausgebildete Arbeitskräfte im Tourismus sind eine
Grundvoraussetzung dafür, dass wir den hohen Qualitätsansprüchen
unserer Gäste gerecht werden können“, so Köstinger. „Dies umfasst
insbesondere auch die digitale Kompetenz in allen Handlungsfeldern
der Tourismuswirtschaft.“ Die Digitalisierungsstrategie für den
österreichischen Tourismus sieht in ihrem Maßnahmenkatalog unter
anderem auch vor, mehr innovative Forschungskompetenzen in den
Tourismus zu tragen. „Ich freue mich, dass wir es gemeinsam geschafft
haben, das Förderprogramm „Forschungskompetenzen für die Wirtschaft“
für die österreichische Tourismuswirtschaft zu öffnen und einen
branchenspezifischen Schwerpunkt „Digitalisierung im Tourismus“ zu
setzen.“

Das nationale Förderprogramm „Forschungskompetenzen für die
Wirtschaft“ zielt auf den Aufbau von F&E Kompetenzen österreichischer
Unternehmen in Kooperation mit Universitäten und Fachhochschulen ab.
Die Qualifizierungsnetzwerke schaffen höhere digitale Kompetenz für
die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um sie für künftige
Herausforderungen zu rüsten. Gleichzeitig wird das
Innovationspotenzial in den Unternehmen forciert.
Den fundamentalen kulturellen und wirtschaftlichen Umbruch durch die
Digitalisierung spürt auch der Tourismus. Der Ausbau an digitalem
Wissen, IKT- und Innovationskompetenzen ist daher ein Gebot für alle
Unternehmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Berufsbilder
im Tourismus werden grundlegend verändert, verlangen stets neues
Wissen und steigern die Bedeutung von (Re-) Qualifizierung der
Fachkräfte. Das von der FFG abgewickelte Programm
„Forschungskompetenzen für die Wirtschaft“ unterstützt dabei
nachhaltig Höherqualifizierung und Innovationsfreude in Unternehmen
und trägt damit zur Steigerung der Wertschöpfung und der
Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Österreichs bei.

Allgemeine Informationen zur Lage der Tourismus- und
Freizeitwirtschaft
Die Sparte der Tourismus- und Freizeitwirtschaft ist einer der
wichtigsten Arbeitgeber für den Wirtschaftsstandort Österreichs und
ist für jeden 5. Arbeitsplatz verantwortlich. Im Jahr 2016 konnte die
Tourismus- und Freizeitwirtschaft nach dem Tourismussatellitenkonto
(TSA) in Summe rund 56,5 Milliarden € (direkte und indirekte
Wertschöpfung) erwirtschaften, das sind 16,1 Prozent des BIP (WIFO).
Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Tourismus- und
Freizeitwirtschaft spiegelt sich auch in den Beschäftigungseffekten
wider.

“Die Digitalisierung stellt gerade auch Unternehmen vor neue
Herausforderungen. Der Schlüssel für erfolgreiche
Digitalisierungsmaßnahmen liegt dabei in einer entsprechenden
Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter”, betonen die
beiden Geschäftsführer der Österreichischen
Forschungsförderungsgesellschaft FFG, Henrietta Egerth und Klaus
Pseiner. Das Programm “Forschungskompetenzen für die Wirtschaft”
leistet einen wesentlichen Beitrag, um Unternehmen “DigiFit”, also
fit für Digitalisierungsagenden, zu machen. Ein entscheidender
Erfolgsfaktor ist dabei die Kooperation zwischen Wissenschaft und
Wirtschaft, da ein stimmiges Bild über die jeweils aktuellen
Bedürfnisse entsteht, aus dem sich die optimalen
Qualifizierungsmaßnahmen gemeinsam konzipieren und in den Schulungen
direkt umsetzen lassen. Der große Bedarf der Unternehmen lässt sich
auch an folgenden Zahlen ablesen: Seit Programmstart 2011 wurden in
den drei bestehenden Programmlinien (Qualifizierungsseminare,
Qualifizierungsnetze und Innovationslehrgänge) rund 3.400
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 766 Unternehmen in ganz
Österreich geschult. Die Unterlagen zur heute startenden
Ausschreibung für die Qualifizierungsseminare (500.000 Euro) und
Qualifizierungsnetze (4 Millionen Euro) sind über die Website der FFG
abrufbar:
https://www.ffg.at/programme/forschungskompetenzen-fuer-die-wirtschaft

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